Guthabenkonto – 10 Girokonten auf Guthabenbasis im Vergleich

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Eine Kontoeröffnung muss nicht an schlechter Bonität sein, denn es gibt zum Glück das Guthabenkonto. Das kann auch mit schlechtem Schufa-Score eröffnet werden und ist dabei fast so flexibel wie ein normales Girokonto. Manchmal gibt es sogar eine Prepaid Kreditkarte dazu. Doch das Konto auf Guthabenbasis ist ebenfalls interessant für Kunden mit guter Bonität. In unserem großen Guthabenkonto Vergleich erfährst du, wie dieses Kontomodell funktioniert und stellt dir die besten Konten ausführlich vor. Unser Ratgeber versorgt dich zudem mit Wissen rund um das Guthabenkonto.

Guthabenkonto Vergleich: Die besten Angebote im Überblick (02/2020)

welches Guthabenkonto ist das beste? Wo gibt es eine Kreditkarte zum Basiskonto und ist ein solches Konto automatisch teurer? Wir haben eine Tabelle erarbeitet und stellen dir die besten Guthabenkonten vor.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Guthabenkonto?

Bei einem Guthabenkonto handelt es sich um ein fast vollwertiges Girokonto, mit dem am Zahlungsverkehr teilgenommen wird. Dieses Kontomodell heisst deshalb Guthabenkonto, da nur da Guthaben eingesetzt werden kann, das sich darauf befindet. Ein Guthabenkonto verfügt nicht über einen Dispokredit. Damit schützt dieses Konto vor Überschuldung, was für einige Gruppen wie Verbraucher mit einer schlechten Schufa, aber auch Kinder und Jugendliche entscheidend ist. Neben dem klassischen Guthabenkonto, das wie ein Girokonto funktioniert, gibt es auch ein Guthabenkonto für Kinder und Jugendliche, da Minderjährige keinen Schulden machen dürfen. Außerdem haben sich auf dem Markt Anbieter etabliert, die eine Kreditkarte mit Kontofunktion anbieten. Dieses Onlinekonto funktioniert ebenfalls nur auf Guthabenbasis.

Vor 2016 war das Konto auf Guthabenbasis eine Selbstverpflichtung der Banken auf freiwilliger Basis

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat schon vor etlichen Jahren bestimmt, dass jeder das Recht auf ein Bürgerkonto oder Jedermann Konto haben soll. Gesetzlich festgelegt war das nicht. Banken konnten sich daran halten oder eben auch nicht. Immer wieder ereigneten sich Kündigungen von bereits bestehenden Konten oder die Banken verweigerten die Kontoeröffnung. In einigen Fällen stand sicher Missbrauch dahinter, doch auch ein korrektes Verhalten bot Kunden keine Garantie auf die Eröffnung oder Schutz vor Kündigung. Meist störten sich die Banken an zu wenigen Kontobewegungen oder auch einer Pfändung. Wer gekündigt oder abgelehnt wurde, hatte nur die Möglichkeit, Gericht oder Schiedsstelle anzurufen. Seit 2016 müssen die Banken ein Basiskonto eröffnen. Kunden müssen daher nur noch sehr selten um Hilfe bitten. Bei Problemen reicht es meist aus, die Bank auf ihre gesetzliche Verpflichtung hinzuweisen.

Was sind die Unterschiede zwischen einem Guthabenkonto und einem Girokonto?

Das Konto auf Guthabenbasis ist fast ein vollwertiges Girokonto. Einige Funktionen sind jedoch nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Im Gegensatz zu einem Girokonto gibt es bei einem Guthabenkonto

  • Keinen Dispokredit
  • Keine Girocard
  • Keine reguläre Kreditkarte

Wie funktioniert ein Guthabenkonto?

Zu einem Guthabenkonto gibt es eine Bankkarte, mit der an den institutseigenen Automaten Bargeld abgehoben und eingezahlt werden kann. Überweisungen sind zudem am Terminal möglich. Es können von einem Guthabenkonto Überweisungen getätigt werden sowie Daueraufträge und Lastschriften eingerichtet werden. Ein Guthabenkonto verfügt über eine reguläre Kontonummer, eine IBAN und einen BIC. Außenstehende merken nicht, dass es sich nicht um ein klassisches Girokonto handelt. Was fehlt, sind Dispokredit und meist die Girokarte. Bei Modellen mit Prepaid Karte gibt es stattdessen die Kreditkarte zum Aufladen. Ist das Guthaben auf dem Konto aufgebraucht, ist kein Bargeldbezug mehr möglich und keine Lastschriften werden eingelöst.

Unterschiede zwischen Guthabenkonto und Basiskonto

Der Begriff Guthabenkonto und Basiskonto werden häufig synonym verwendet, doch gibt es kleine, aber feine Unterschiede. Nicht jedes Guthabenkonto ist automatisch ein Basiskonto, wobei ein Basiskonto immer ein Guthabenkonto darstellt. Jeder Mensch in Deutschland, der sich legal im Land aufhält, hat unabhängig von seinem Einkommensstatus, seinem Schufa-Score, seinem Aufenthaltstitel oder einem vorhandenen oder nicht vorhandenen Wohnsitz das Recht auf ein eigenes Konto. So können auch Asylsuchende, Obdachlose und Menschen in Privatinsolvenz einen Antrag auf ein Basiskonto stellen, den die Banken nicht ablehnen dürfen. Dieses Jedermann Konto ist im Zahlungskontengesetz § 30 ff. geregelt. Allerdings bewerben die Banken dieses Angebot nicht und oft muss lange auf der Homepage danach gesucht werden. Kein Wunder, denn mit diesem Kontomodell lässt sich kein Geld verdienen.

Guthabenkonto ohne SCHUFA

Das Guthabenkonto ermöglicht es, trotz Schufa ein Bankkonto zu führen. Viele Banken führen die Bonitätsabfrage nach dem Kontoeröffnungsantrag durch, doch ist das Ergebnis nicht relevant für die Entscheidung, das Konto zu führen. Einige Anbieter des Onlinekonto mit Prepaid Kreditkarte verzichten gar komplett auf die Abfrage bei der Schufa.

Für wen ist ein Guthabenkonto geeignet?

Ein Guthabenkonto eignet sich in ganz verschiedenen Lebenssituationen. Je nach Voraussetzungen kann ein Basiskonto geführt werden oder ein Kontomodell auf Guthabenbasis.

Folgende Kundengruppen sollten sich die Angebote anschauen:

  • bei einer Privatinsolvenz
  • bei Pfändung und drohender Pfändung
  • bei Arbeitslosigkeit
  • bei geringem oder keinem Einkommen
  • bei negativer Schufa
  • bei Teilnahme an einer Entschuldung und Schuldnerberatung
  • bei Hang, ungeplante und zu hohe Ausgaben zu tätigen
  • bei Obdachlosigkeit
  • im Asylverfahren

Steht mir ein Guthabenkonto zu?

Eine Bank hat das Recht, ein Guthabenkonto nicht zu eröffnen. Anders sieht das mit dem Basiskonto aus. Sofern ein Kunde nicht bei einer anderen Bank ein Basiskonto führt, darf die Kontoeröffnung nicht verweigert werden.

Gibt es ein Girokonto auf Guthabenbasis auch für Selbstständige?

Ein Basiskonto darf auch Freiberuflern und Selbständigen nicht verweigert werden, wenn es um die privaten Finanzen geht. Daneben gibt es auch Geschäftskonten, die auch Guthabenbasis funktionieren und mit einer Prepaid Kreditkarte ausgestattet sind. Eine weitere Alternative für Selbständige ist eine Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion.

Wie kann ich ein Guthabenkonto eröffnen?

Auch hier ist wieder zwischen dem Basiskonto und dem eigentlichen Guthabenkonto zu unterscheiden. Ein Basiskonto kann in der Regel bei einer Filialbank nicht online eröffnet werden. Ein Besuch in der Filiale ist notwendig, um den Kontoeröffnungsantrag auszufüllen. Bei einer Direktbank erfolgt der Antrag online. Geht es um ein Online-Konto mit Kreditkarte auf Guthabenbasis oder ein Girokonto ohne Schufa, werden die Anträge meist ebenfalls online ausgefüllt. Diese Schritte sind notwendig:

  1. Ausfüllen des Antrags auf Eröffnung eines Guthabenkontos
  2. Identifikation mit Personalausweis in der Filiale, per Videoident oder Postident
  3. Warten auf die Freischaltung des Kontos und die Karte
Wichtig: Minderjährige benötigen die Unterschrift beider Eltern oder des Elternteils, das alleiniges Sorgerecht hat.

Guthabenkonto eröffnen: worauf achten?

Ein kostenloses Girokonto gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Beim Guthabenkonto sieht das anders aus. Daher sollte beim Konto auf Guthabenbasis zunächst auf den Preis geachtet werden. Denn einige Filialbanken lassen sich die Kontoführung gut bezahlen. Es gibt jedoch auch Anbieter, die das Guthabenkonto ohne Kontoführungsgebühren anbieten. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Direktbanken. Geachtet werden sollte auf folgende Punkte:

  • Grundgebühren für die Kontoführung
  • Kosten für Bargeldbezug
  • Kosten für die Bargeldeinzahlung
  • Kosten für eine eventuelle Prepaid Kreditkarte

Dann gibt es noch Gebühren , die sich im Kleingedruckten finden. Dazu zählen SMS-Kosten für die Versendung von TAN oder die Zustellung von Kontoauszügen.

Welche Bank bietet im Vergleich das beste Guthabenkonto?

In unserem Test haben wir uns die verschiedenen Modelle angeschaut und sind zu dem Schluss gekommen, dass die norisbank im Bereich Guthabenkonto die Nase vorne hat. Kunden beantragen zunächst das uneingeschränkt kostenlose Top Girokonto. Die norisbank führt die Schufa-Abfrage durch. Reicht die Bonität nicht aus, wird dem Kunden automatisch das Guthabenkonto vorgeschlagen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Kostenlose Kontoführung
  • Kein Mindestgeldeingang
  • Alle Serviceleistungen inkludiert
  • Mit der norisbank Servicecard kostenlos an allen Geldautomaten der Deutschen Bank abheben

Wie kann ich ein Guthabenkonto online eröffnen?

Banken, die eine Kontoeröffnung online anbieten, stellen für ihre Kunden das entsprechende Antragsformular im Netz bereit. Wenn der ausgefüllt ist, zeigt das System automatisch die nächsten Schritte an.

Wichtig: Personalausweis zwecks Identifikation bereithalten!

Welche Kosten können bei einem Guthabenkonto entstehen?

Die meisten Konten auf Guthabenbasis sind nicht gratis. Mit diesen Kosten musst du kalkulieren:

  • Grundgebühren: Für die Bereitstellung des Service rechnen Banken monatlich durchschnittlich zwischen 5 und 10 Euro ab. Es geht jedoch auch gratis.
  • Bargeldbezug: An den hauseigenen Automaten hebst du gratis ab. In der Schalterhalle entstehen eventuell Kosten.
  • Bargeldeinzahlungen: Auch hier ist der Service am Einzahlungsautomaten in der Regel gratis. Am Schalter können Gebühren entstehen.
  • Prepaid-Kreditkarte: Manche Banken geben auch bei einem Guthabenkonto eine Prepaid Kreditkarte heraus,. Durchschnittlich entstehen 20 Euro Jahresgebühren.
  • Weitere Kontonebenkosten: Wenn die Kontoauszüge per Post verschickt werden, entstehen Gebühren. Hier liegt Sparpotenzial, wenn du sie online herunterlädst. Achte darauf, ob für den Versand von TAN per SMS Kosten entstehen!

Kostenloses Guthabenkonto

Ein Guthabenkonto lässt sich auch ohne Gebühren führen. Hier sind vor allem die Angebote von Direktbanken einen Blick wert. Die Anbieter haben wir in unserer Vergleichstabelle gelistet.

Aus welchen Gründen kann eine Bank ein Konto auf Guthabenbasis ablehnen?

Wer bereits ein deutsches Konto besitzt, das funktionsfähig ist, kann als Basiskunde von der Bank abgelehnt werden. Existiert dieses Konto nicht, darf die Bank nur bei folgenden Gründen ablehnen:

  • die Bank hat dem Kunden schon einmal in der Vergangenheit ein Guthabenkonto gekündigt, zum Beispiel wegen Missbrauch.
  • der Kunde hat eine Straftat gegen die Bank begangen.
  • das Konto wird nachweislich für illegale Zwecke oder Geldwäsche genutzt, was gegen das Geldwäschegesetz verstößt.

Was kann ich tun, wenn mein Kontoeröffnungsantrag abgelehnt wurde?

Sollte eine Bank ein Guthabenkonto ablehnen und es liegt keiner der oben genannten Gründe vor, kann ein anderer Anbieter aus dem Test ausprobiert werden. Die Ablehnung eines Basiskontos musst du nicht hinnehmen. Die folgenden Schritte sind möglich:

  1. Die Bank darauf hinweisen, dass jeder Mensch in Deutschland ein Recht auf ein Guthabenkonto hat.
  2. Ombudsmann der Bank kontaktieren.
  3. Kostenlos die Schlichtungsstellung der BaFin um Hilfe bitten.
  4. Bei einem Zivilgericht auf Kontoeröffnung klagen.

Welche Dienste können bei einem Guthabenkonto genutzt werden?

Das Guthabenkonto kann auch als das „kleine Girokonto“ bezeichnet werden. Denn bis auf den Dispokredit, eine EC-Karte und eine Kreditkarte stehen dem Kunden sämtliche Leistungen der Bank zur Verfügung. Genutzt werden kann das Online-Banking Portal oder die App, um Transaktionen vorzunehmen und den Kontostand zu kontrollieren. Weiterhin können Geschäfte in der Schalterhalle erledigt werden und in der SB-Halle Bargeld abgehoben oder eingezahlt werden. Mit der Bankkarte sind keine Zahlungen in Geschäften möglich. Bargeldbezug im Ausland funktioniert ebenfalls nicht. Aber für den Alltag reicht ein Konto auf Guthabenbasis definitiv aus. Anders sieht das bei einem Guthabenkonto mit Kreditkarte aus – das ist auch international voll einsetzbar.

Ist ein Guthabenkonto pfändungssicher?

Von Haus aus ist das Guthabenkonto nicht pfändungssicher. Hier müssen Kunden einen extra Antrag stellen.

Guthabenkonto in ein P-Konto umwandeln

Wem eine Pfändung droht, der sollte schnellstmöglich handeln. Auf Antrag ist es möglich, das Guthabenkonto in ein P-Konto umzuwandeln. So ist der Freibetrag auf jeden Fall gesichert.

Gibt es bei eidesstattlicher Versicherung und Privatinsolvenz auch ein Konto auf Guthabenbasis?

Ein Guthabenkonto kann bei diesen Situationen sehr gute Dienste leisten. Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, lehnen Banken ein Girokonto ab. Das Guthabenkonto stellt in diesem Fall den Rettungsanker dar. Die meisten Banken führen routinemäßig eine Abfrage bei der Schufa durch, doch hat das Ergebnis keine Auswirkung auf die Kontoeröffnung. Viel eher lässt sich sagen, dass bei einer Privatinsolvenz kaum ein Weg um das Guthabenkonto führt, wenn die finanzielle Handlungsfähigkeit erhalten bleiben soll.

Prepaid-Kreditkarte beim Guthabenkonto

Bei einem Guthabenkonto gibt es keinen Dispokredit. Auch eine Girokarte ist nicht möglich. Die ausgegebene Bankkarte reicht nicht aus, um in Geschäften zu bezahlen. Lediglich an institutseigenen Geldautomaten kann abgehoben werden. Da Direktbanken nicht über eine derartige Infrastruktur verfügen, ist die Prepaid Kreditkarte eine praktikable Lösung. Damit kann an Automaten mit dem Mastercard oder Visa Zeichen abgehoben werden und im Restaurant, Supermarkt und an der Tankstelle bezahlt werden. Eine Schufa Auskunft ist in diesem Fall nicht nötig, da nur über das aufgeladene Guthaben verfügt werden kann und kein Kreditrahmen besteht. Auch Einkäufe im Internet können so problemlos bezahlt werden. Ein Guthabenkonto mit Prepaid Kreditkarte ist natürlich ideal bei Auslandsreisen, da Bezahlen und Bargeldversorgung gesichert sind. Die Banken handhaben das Guthabenkonto mit Prepaidkarte sehr unterschiedlich. Bei manchen ist die Karte in den Grundgebühren enthalten oder gratis, andere verlangen eine Jahresgebühr. Wir empfehlen auf jeden Fall einen ausführlichen Vergleich.

Ist eine Kontoeröffnung aus dem Ausland möglich?

Die meisten Banken verlangen einen Hauptwohnsitz in Deutschland. Es existieren jedoch auch Angebote, die lediglich eine Meldeadresse in einem EU-Land verlangen.

Guthabenkonto mit EC-Karte /Girocard eröffnen

Die Regel ist eine EC-Karte nicht bei einem Konto auf Guthabenbasis. Ein paar Modelle bieten ihren Kunden eine Debitkarte. Ein Beispiel ist das Postbank Giro Basis Konto, das auf Wunsch sogar noch eine Prepaid Kreditkarte ermöglicht.

Wie und wo kann ich Bargeld mit diesem Konto abheben?

Das kommt darauf an, was für eine Karte zur Verfügung steht. Mit Bankkarten meist nur in der Bank selbst und den hauseigenen Automaten. Mit einer Prepaidkarte gibt es entweder eine bestimmte Anzahl an Freiabhebungen pro Monat oder die Automaten mit dem Zeichen des Kartenanbieters können genutzt werden. Häufig ist eine Auszahlung an der Supermarktkasse möglich.

Guthabenkonto eröffnen bei …

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Konto auf Guthabenbasis zu eröffnen. Eines vorab: Auf eine Prämie wie bei einem regulären Girokonto muss nach unseren Erfahrungen meist verzichtet werden.

  • bei einer Filialbank: Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank und Commerzbank bieten alle das sogenannte Basiskonto an. Manchmal sogar mit interessanten Extras wie einer Prepaid Kreditkarte. Oft kann das Konto nicht online eröffnet werden. Der Gang in die Filiale ist dann notwendig.
  • Sparkasse oder Volksbank: Ein Bürgerkonto gibt es bei den Sparkassen und auch die Volksbanken-Raiffeisenbanken müssen ein Jedermann Konto anbieten. Durch die dezentrale Struktur muss in der Filiale vor Ort nach den Konditionen gefragt werden.
  • Direktbank / Online-Bank: Viele Direktbanken bieten ein Girokonto ohne Dispo auf Guthabenbasis an. Hier gibt es am häufigsten die Prepaid Karte zum Konto. Die Bezeichnungen sind sehr unterschiedlich. Wer bei der Fülle an Modellen als Kunde nicht akzeptiert wird, hat immer das Recht nach einem Basiskonto zu fragen.

Wie verbessere ich meinen Schufa-Score?

Das Guthabenkonto eignet sich nicht nur für Menschen, die eine schlechte Schufa haben. Wer verantwortungsbewusst mit seinen Finanzen umgeht und das Konto nicht überziehen will, ist mit diesem Modell gut beraten. Wer jedoch gerade Probleme mit der Schufa hat und eines Tages wieder ein reguläres Girokonto nutzen will und Kreditkarte und Dispo möchte, sollte beizeiten daran denken, den Schufa Score zu verbessern. Denn anhand des Scores beurteilen Banken die Bonität. Was also kannst du tun?

  • Eröffne nicht zu viele Konten
  • Beschränke dich auf eine Kreditkarte
  • Falls du ihn noch nutzt, kündige den Dispo
  • Gebe deine reguläre Kreditkarte ab und nutze eine Prepaidkarte
  • Vermeide Ratenzahlungen
  • Zahle deine Schulden zurück und mache keine neuen
  • Fasse alle kleinen Kredite in einen zur Schuldentilgung zusammen
  • Bezahle immer deine Einkäufe aus dem Internet
  • Wechsele nicht zu oft den Wohnort
Tipp: Du hast das Recht auf eine kostenlose Schufa Selbstauskunft pro Jahr gemäß § 34 BDSG. Auf der Seite meineschufa.de musst du etwas danach suchen. Lasse dich nicht von den kostenpflichtigen Angeboten ablenken.

Guthabenkonto in Deutschland / Österreich / Schweiz

Deutschland

Seit 2016 hat jeder das Recht auf ein Konto. Daher muss jede Bank ein Basiskonto anbieten. Bei Direktbanken finden sich viele Kontomodelle auf Guthabenbasis, oft sogar mit kostenloser Kreditkarte.

Österreich

In Österreich bieten ein paar Banken das Guthabenkonto für Kunden mit schlechter Bonität an. Auch internationale Anbieter, die ein Kartenkonto anbieten, sind in der Alpenrepublik vertreten.

Schweiz

Die Schweiz ist nicht der Schufa angeschlossen. Demzufolge finden keine Abfragen bei der Kontoeröffnung statt. Die Grundversorgung im Finanzsektor liefert die Postbank. Dort wird ein kostenloses Sparkonto angeboten. Neben einem klassischen Girokonto operieren auch die anderen Banken mit Sparkonten.

Zusammenfassung

Ein Guthabenkonto beinhaltet die wichtigsten Funktionen eines Girokontos und ist absolut alltagstauglich. Die Teilnahme am Zahlungsverkehr ist gegeben und Kunden können problemlos Bargeld erhalten. Außenstehende bemerken keinen Unterschied. Die Gebühren für die Kontoführung sind in der Regel höher. Doch in letzter Zeit haben die Direktbanken aufgeholt und bieten das Guthabenkonto oft sogar zum Nulltarif.

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