Girokonto für Ausländer: So eröffnest du ein deutsches Konto

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Ein Girokonto für Ausländer ist unabdingbar, um am Zahlungsverkehr des Alltags teilzunehmen.

Ein deutsches Konto für Ausländer zu eröffnen stellt jedoch in der Regel kein Problem dar, wenn ein gültiger Aufenthaltstitel vorliegt und sich der Hauptwohnsitz in Deutschland befindet. Ohne Ausweis kann es schwierig werden, an ein Bankkonto zu kommen, allerdings gibt es auch für Geflüchtete die Chance auf ein eigenes Konto.

In diesem Ratgeber erklären wir, welche Möglichkeiten es für ausländische Bürger gibt, ein deutsches Girokonto zu eröffnen, stellen die besten Optionen vor und verraten ebenfalls, ob es möglich ist, auch ohne Wohnsitz in Deutschland an ein Konto zu kommen.

Girokonto für Ausländer Vergleich: 13 deutsche Konten im Überblick (12/2022)

Wir haben uns einmal umgesehen, bei welcher Bank Ausländer ein Konto eröffnen können, beziehungsweise wo es empfehlenswert ist.

Neben einigen Direktbanken sind uns auch Filialbanken aufgefallen. Wir haben dir alles in der Übersicht aufbereitet. Für die meisten dieser Konten ist ein Wohnsitz in Deutschland erforderlich. Einige wenige akzeptieren dich auch als Kunden, wenn du dauerhaft in einem anderen EU-Land lebst.

Nr.Bank / AnbieterLeistungen & EigenschaftenMehr Infos
1.comdirect Logo
comdirect
Girokonto
Mit den comdirect Girokonto nutzt du mit Wohnsitz Deutschland eine Direktbank, kannst jedoch von einem kostenlosen Bargeldbezug an den Geldautomaten der Cash Group und Bargeldeinzahlungen an den Automaten der Commerzbank profitieren. Für das kostenlose Onlinekonto ein Mindestgeldeingang von 700 Euro im Monat erforderlich. Sonst sind es 4,90 Euro im Monat. Oder du bist unter 28 und dann entfallen diese Bedingungen. Du bekommst eine Girokarte, eine Visa Debitkarte und auf Wunsch ein Tagesgeldkonto und ein Depot. Die comdirect wurde mehrfach als Deutschlands beste Bank ausgezeichnet.
2.DKB Logo
DKB
Kostenloses Girookonto
Das DKB Girokonto ist bedingungslos kostenlos, für alle mit legalem Aufenthalt in Deutschland. Um von mehr Leistungen zu profitieren – wie einem weltweit kostenlosen Bargeldbezug – musst du nach einem Jahr einen Gehaltseingang von 700 Euro im Monat bei der Direktbank nachweisen können. Du bekommst leistungsstarkes Online-Banking, eine Girokarte, eine Kreditkarte und kannst Apple Pay oder Google Pay nutzen.
3.N26 Logo
N26
Girokonto
Ein N26 Girokonto ist in der Basisvariante gratis. die Kontoeröffnung ist möglich, wenn sich dein Wohnsitz in einem Land befindet, in dem N26 vertreten ist. Das sind die neben Deutschland alle EU-Länder sowie die Schweiz und die USA. Du bekommst von der Smartphone-Bank eine Prepaid-Kreditkarte, mit der du dreimal monatlich am Geldautomaten abheben kannst, ansonsten kannst du dir Bargeld in verschiedenen Supermärkten auszahlen lassen. Dort gibt es auch die Möglichkeit der Bargeldeinzahlung.- allerdings nur 100 Euro gratis im Monat. Das Konto selbst führst du per App. Die Kontoführung ist auch in englischer Sprache möglich. Für 4,90 oder 16,90 Euro im Monat gibt es mehr Leistungen.
4.ING Logo
ING
Girokonto
Ein ING Girokonto ist dann für dich geeignet, wenn du einen Zahlungseingang von 700 Euro im Monat und den Wohnsitz in Deutschland nachweisen kannst und in Deutschland wohnst. Ohne Zahlungseingang belaufen sich die Kontogebühren der Direktbank auf 4,90 Euro im Monat. Gratis ist das Konto unter 28. Du bekommst eine Girokarte und eine Prepaid-Kreditkarte. Abheben kannst du an eigenen Automaten der ING, allen Automaten mit Visa-Zeichen und bei Handelspartnern. Die ING bietet ein kostenloses Basiskonto an, was für viele, die neu in Deutschland sind, sicher interessant ist.
5.norisbank Logo
norisbank
Top-Girokonto
Das norisbank Top-Girokonto ist kostenlos für alle mit Wohnsitz Deutschland, wenn du einen Mindestgeldeingang von 500 Euro nachweisen kannst. Als Kunde dieser Direktbank kannst du die ATM der Cash Group nutzen und an den Automaten der Deutschen Bank Bargeld einzahlen. Bei Bonität gibt es eine Kreditkarte. Erfüllst du den Mindestgeldeingang nicht, kostet es 3,90 Euro monatlich. Die norisbank gilt als sehr kulant mit der Schufa. Hier könntest du auch Chancen haben, wenn du noch nicht lange in Deutschland bist.
6.Postbank Logo
Postbank
Giro extra plus
Das Postbank Girokonto ist bequem für Zuwanderer mit Hauptwohnsitz in Deutschland, die Onlinebanking und Dienstleistungen in einer Filiale miteinander verbinden möchten. Du kannst kostenlos Bargeld an den Automaten der Cash Group abheben, was sehr bequem ist. Allerdings wird bei keinem der Kontenmodelle eine kostenlose Kontoführung angeboten. Es sei denn, dein Einkommen ist höher als 3000 Euro im Monat. In der günstigsten Variante kostet das Postbank Onlinekonto 1,90 Euro im Monat. Ansonsten 4,90 oder 10,90 Euro. Für alle unter 22 Jahren wird ein kostenloses Girokonto angeboten. Kreditkarten müssen bis auf das Premiummodell extra beantragt werden.
7.Commerbank Logo
Commerzbank
Kostenloses Girokonto
Das Commerzbank Girokonto wird bei einer der größten Filialbanken in Deutschland geführt. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland. Das Konto eignet sich dann, wenn dein Einkommen über 700 Euro im Monat beträgt. Denn dann ist die Kontoführung gratis. Sonst zahlst du 9,90 Euro im Monat. Du nutzt gratis für Bargeldabhebung eigene Automaten und die der CashGroup. Es gibt eine Girokarte zum Konto, Onlinebanking ist möglich, Upgrades für 6,90, bzw. 12,90 Euro können durchgeführt werden- dann gibt es auch eine Kreditkarte.
8.1822direkt Logo
1822direkt
Girokonto Klassik
Mit dem 1822direkt Girokonto verbindest du die Vorzüge einer Direktbank mit denen der Sparkassen, wenn sich dein Wohnsitz in Deutschland befindet. Drei Kontotypen stehen dir zur Auswahl. 1822mobile ist gratis, sobald du einen symbolischen Geldeingang von 0,01 Euro im Monat nachweisen kannst. Das Klassik Konto erfordert für die kostenlose Kontoführung einen Mindestgeldeingang von 700 Euro monatlich, sonst kostet es 3,90 Euro. An den Automaten der Sparkassen hebst du vier-, bzw. sechs mal im Monat kostenlos ab. Eine Kreditkarte muss extra beantragt werden. Die Dispozinsen der 1822 sind sehr günstig.
9.Deutsche Bank Girokonto
Das Deutsche Bank Girokonto wird von der größten Bank in Deutschland angeboten, wenn sich der Wohnsitz auch in der BRD befindet. Alle EU-Bürger, die studieren oder sich in Ausbildung befinden, können gratis ein Konto führen. Ansonsten kostet das Konto 6,90, beziehungsweise 12,90 Euro im Monat. Dafür gibt es Dienstleistungen in der Filiale, kostenlosen Bargeldbezug bei der CashGroup und ebenfalls ein leistungsstarkes Online-Banking. Die Deutsche Bank bietet das Sperrkonto für internationale Studierende an.
10.Sparkasse GirokontoDas Sparkasse Girokonto gibt es in verschiedenen Varianten für alle, die in Deutschland leben und arbeiten. Kontogebühren werden bei Erwachsenen immer verlangt. Migranten eröffnen hier häufig ein Basiskonto. Jeder, der sich legal in Deutschland aufhält, kann bei der Sparkasse ein Konto führen. Bist du noch nicht lange im Land, wird man dir meist das Basiskonto anbieten. In der Regel bekommst du zu einem regulären Girokonto eine Sparkassen Card, Kreditkarten kosten extra. ATM gibt es in jeder Stadt.
11.Volksbank GirokontoDie Volksbanken sind Filialbanken, deren Angebot sich an Kunden mit Wohnsitz in Deutschland richtet. Diese Bank ist regional organisiert, was zu unterschiedlichen Angeboten führt. Das Volksbank Girokonto gibt es gratis allerdings nur für junge Leute unter 18 oder 22 Jahren. Volksbanken sind im ländlichen Raum sehr gut vertreten. Lebst du auf dem Dorf oder in der Kleinstadt, ist ein Geldautomat fast immer in deiner Nähe.
12.monese SimpleDas monese Simple Konto kannst du eröffnen, wenn du in einem der 31 Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes deinen Wohnsitz hast. Ideal für EU-Ausländer und Drittstaatler, die in einem anderen europäischen Land ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Monese Simple mit der kontaktlosen Debitkarte ist kostenlos. Du kannst außerdem ein Upgrade auf die beiden anderen Kontomodelle zu 5,95, bzw. 14,95 Euro monatlich durchführen. Nach Aufladung deines Kontos kannst du je nach Kontotyp eine bestimmte Summe gratis abheben. Bei monese Simple sind es 200 Euro im Monat, danach kostet es 2 % der Summe an Gebühren. Das Smartphone-Konto ermöglicht Überweisungen von Monese zu Monese in Echtzeit – sogar in Fremdwährungen- kostenlos. Das Konto ist ohne Schufa und somit ideal für alle, die erst kurz in Deutschland sind. Mehrsprachige Kontoführung.
13.Openbank GirokontoDas Openbank Girokonto ist ein Produkt der spanischen Santander Finanzgruppe für alle mit Wohnsitz in Deutschland. Das Girokonto selbst ist gebührenfrei, fünf Bargeldabhebungen gratis im Monat sind möglich. An den Automaten der Santander Bank ist der Bargeldbezug unbegrenzt – das sind weltweit 40.000 Automaten. Du bekommst zu dem Girokonto eine spanische IBAN und eine Debitkarte. Die IBAN kann problemlos in Deutschland verwendet werden. Es gibt auch keine Probleme, das Openbank Girokonto als Gehaltskonto zu nutzen. Als Ausländer kannst du dieses Konto ohne Mindestgeldeingang eröffnen.

Hinweis nach § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Bitte beachte, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Konto für Ausländer: Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Girokonto erleichtert das Alltagsleben und den Berufsalltag in Deutschland ungemein. Denn nur so ist die Teilnahme am alltäglichen Zahlungsverkehr möglich. Das Gehalt kann dorthin vom Arbeitgeber überwiesen werden und es können Daueraufträge, Lastschriften und Überweisungen abgehen.
  • Ein spezielles Konto für Ausländer gibt es nicht. EU-Bürger und Angehörige von Drittstaaten können dieselben Angebote der Banken und Direktbanken wie deutsche Staatsbürger nutzen.
  • Voraussetzung für die Kontoeröffnung für Drittstaatler ist ein legaler Aufenthalt in Deutschland. Die meisten Banken schreiben auch vor, dass sich der Hauptwohnsitz zwingend in Deutschland befinden muss.
  • Ein Bankinstitut darf die Eröffnung eines Bankkontos für ausländische Bürger nicht verweigern. Seit 2016 besitzt jeder das Recht auf ein sogenanntes Basiskonto. Das hat zwar eingeschränkte Funktionen, doch sind damit Überweisungen sowie der Bargeldbezug möglich.
  • Wenn eine Bank eine Kontoverbindung für Ausländer ablehnt, kann das verschiedene Gründe haben. Bei sehr kurzem Aufenthalt fehlen vermutlich belastbare Daten von der Schufa. Einwanderer müssen das nicht hinnehmen. Entweder versuchen sie die Kontoeröffnung bei einer anderen Bank oder machen von ihrem Recht auf ein Basiskonto Gebrauch.
  • Ein Konto kann in Deutschland bei einer Filialbank, einer Direktbank oder einem Fintech geführt werden. Zwischen den einzelnen Anbietern bestehen erhebliche Preisunterschiede. Vorab sollte ein Vergleich durchgeführt werden.
  • Damit Studenten aus einem Drittstaat ihr Studium in Deutschland aufnehmen können, muss der Lebensunterhalt via ein sogenanntes Sperrkonto gesichert sein. Die Kontoeröffnung erfolgt vorab aus dem Ausland online – Angebote gibt es beispielsweise bei der Deutschen Bank.

Inhaltsverzeichnis: Girokonto für Ausländer 2022

 

Girokonto für Ausländer: Die Grundlagen

Was ist ein Girokonto für Ausländer?

Kommt die Rede auf ein Girokonto für Ausländer, geht es eher um die allgemeinen Voraussetzungen als um ein spezielles Finanzprodukt. Denn ein sogenanntes „Ausländerkonto“ gibt es nicht. Es handelt sich dabei um ein reguläres Girokonto, das auch deutsche Verbraucher nutzen.

Oft wird auch das sogenannte Jedermann Konto auf Guthabenbasis als Konto für Flüchtlinge und Immigranten bezeichnet, da jeder, der sich legal im Land aufhält, ein Recht auf dieses Bankkonto hat.

Bankkonto für Ausländer – diese Möglichkeiten gibt es!

Wie jedem deutschen Staatsbürger auch stehen dir als Angehöriger eines Mitgliedstaates der EU oder eines Drittlandes verschiedene Möglichkeiten der Kontoführung zur Verfügung. Welche sich für dich im Einzelfall eignet, hängt von deinen persönlichen Umständen ab.

Girokonto für ausländische Staatsangehörige

Die Bezeichnung Girokonto für Ausländer ist zunächst irreführend. Denn keine Bank bietet ein spezielles Finanzprodukt für ausländische Staatsangehörige an.

Wenn wir in diesem Ratgeberartikel von einem Kontoverbindung für ausländische Bürger sprechen, meinen wir damit Angebote von Filialbanken und Direktbanken, die sich ebenso für deutsche Staatsbürger als auch Zuwanderer und Expats eignen und die planen, einen längeren Zeitraum in Deutschland zu bleiben.

Wer hier lebt, arbeitet oder studiert, sollte daher auf jeden Fall über die Eröffnung einer eigenen Bankverbindung nachdenken. Denn das ermöglicht die uneingeschränkte Teilnahme am Zahlungsverkehr.

Der Arbeitgeber überweist dorthin das Gehalt oder den Lohn, Kosten für die Miete und das Telefon werden abgebucht und mit der Girokarte oder auch der Prepaid Kreditkarte kann im Geschäft ganz bequem bargeldlos bezahlt werden. Die Karten werden ebenfalls benutzt, um am Geldautomaten Geld abheben zu können.

Mit der EC-Karte oder der Maestro-Karte ist es zudem möglich, an entsprechenden Automaten Geld einzahlen zu können.

Jede Bank bietet heutzutage die Option an, die Bankgeschäfte über das Internet abzuwickeln. Damit entfällt der Gang zur Filiale.

Wer sich entscheidet, sein Konto bei einer Onlinebank zu eröffnen, führt sämtliche Transaktionen nur am PC, beziehungsweise in der App aus.

Wir haben einmal zusammengefasst, was ein Girokonto für ausländische Mitbürger bieten sollte:

  • niedrige Kontoführungsgebühren oder gar keine Grundgebühren
  • Möglichkeit, kostenlos Überweisungen im SEPA-Raum durchzuführen
  • Einrichten von kostenlosen Daueraufträgen und Lastschriften Einzug
  • kostenlose Girokarte
  • gratis Partnerkarte bei einem Gemeinschaftskonto
  • gratis Bargeld abheben an Geldautomaten oder bei Handelspartnern
  • Bargeld einzahlen am Automaten, Bankschalter oder bei Handelspartnern
  • Online Banking und Kontoführung per App
  • kostenfreie Kunden Hotline oder Chat

Extras, die häufig angeboten werden, und deren Nutzung wir empfehlen:

  • kostenfreie Prepaid-Kreditkarte
  • kostenloses Tagesgeldkonto
  • gratis Wertpapierdepot
  • Dispokredit bei entsprechender Bonität
  • Möglichkeit von Unterkonten
  • Apple Pay und Google Pay
  • Kundenbetreuung und Internet Banking auch in englischer Sprache

Die Kontoverbindung für Ausländer ist wie ein Bankkonto für Deutsche an die gesetzliche Einlagensicherung gebunden. Das bedeutet, das Guthaben ist im Falle einer Insolvenz der Bank oder während einer Finanzkrise geschützt – mindestens bis zu 100.000 Euro. Viele Bankinstitute garantieren ihren Kunden darüber hinaus eine zusätzliche Sicherung der Einlagen.

Hinweis: Du darfst dein Privatkonto nicht für geschäftliche Zwecke nutzen. Gründest du eine Firma wie eine UG oder eine GmbH, stellt das eine juristische Person dar und der Gesetzgeber fordert ein Firmenkonto. Als Freelancer ist dir die Eröffnung eines Geschäftskontos freigestellt, doch wir empfehlen, private und berufliche Ausgaben und Einnahmen strikt zu trennen.

Konto für Ausländer: Das sind die Voraussetzungen

Unseren Erfahrungen nach tun sich einige Banken schwerer und andere leichter mit einer Kontoeröffnung für ausländische Staatsangehörige.

Das hat weniger mit Vorurteilen zu tun als vielmehr mit bestimmten Kriterien, die auch Einheimische erfüllen müssen, um ein vollwertiges Girokonto zu führen.

Liegen diese Bedingungen vor, sollte einer Kontoeröffnung nichts im Wege stehen:

  • Der ausländische Bürger verfügt über einen festen Wohnsitz in der BRD. Der Nachweis erfolgt über die Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes.
  • Ein regelmäßiges Einkommen wirkt sich positiv auf die Chancen aus, ein Girokonto zu eröffnen. Wer in einer Bankfiliale vorspricht, sollte seine Gehaltsabrechnung oder Arbeitsvertrag dabeihaben. Ein konstanter Geldeingang ist ebenfalls wichtig, wenn an diese Bedingung eine kostenlose Kontoführung geknüpft wird.
  • Nicht nur bei Immigranten, sondern auch bei deutschen Staatsbürgern steht und fällt vieles mit der Bonität bzw. Kreditwürdigkeit. Diese wird nicht nur am Einkommen, sondern auch am Vermögen gemessen. Ebenso fallen darunter Schulden und das Zahlungsverhalten allgemein. Wer erst seit kurzer Zeit in Deutschland ist, kann diese Bonität unter Umständen selbst bei einem ansprechenden Gehalt nicht nachweisen. Hintergrund: Die Finanzhistorie ist einfach zu kurz und es fehlt der SCHUFA an Daten.
  • Es sollte ein regulärer Aufenthaltstitel vorhanden sein. Das kann eine befristete oder eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis inklusive Arbeitserlaubnis sein. Alternativ die sogenannte Blaue Karte.

Kontoeröffnung für Ausländer in Deutschland: Die Rolle der Schufa

Jeder Verbraucher in Deutschland, der ein Girokonto eröffnen möchte, muss unterschreiben, dass er einer Abfrage seiner Daten bei der Schufa zustimmt. Die Schufa ist eine zentrale Auskunftei, die Informationen zu Zahlungsverhalten, Bankkonten, Krediten und Kreditkarten sammelt.

Die Banken fragen deshalb dort an, weil die meisten Kunden, die regelmäßig Einkünfte beziehen, einen Dispokredit in Anspruch nehmen möchten oder eine Kreditkarte mit Kreditrahmen wünschen. Damit gibt ein Kunde faktisch Geld aus, das er aktuell nicht besitzt.

Die Bank möchte vermeiden, dass sie auf diesem Betrag sitzen bleibt und sichert sich daher bei der Schufa durch eine Rückfrage ab. Das schützt auch dich vor einer Überschuldung.

Der anfragenden Bank wird ein Score mitgeteilt. Den hat die Schufa von verschiedenen Unternehmen, bei denen du Kunde bist – zum Beispiel Mobilfunkanbieter oder Stromversorger – sowie bei Banken ermittelt, bei denen du bislang ein Konto geführt oder einen Kredit in Anspruch genommen hast.

Hat die Bank den Score, kann sie kalkulieren, wie wahrscheinlich es ist, dass du deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommst. Ab Score 95 und darunter kann es kritisch werden. Denn dann gilt dein Risiko als „erhöht“, beziehungsweise „deutlich erhöht oder hoch“.

Gut zu wissen: Nicht die Schufa entscheidet über die Kontoeröffnung. Das Bankinstitute arbeitet mit dem Score und hauseigenen Kriterien und trifft dann eine eigene Einschätzung. Der Schufa-Score ist nur eine Entscheidungshilfe.

Je nachdem, wie die Abfrage bei der Schufa ausfällt, wird die Bankkontoeröffnung entweder verweigert oder die Bank eröffnet das Konto ohne Dispokredit. Alternativ kommt ein Dispo mit einem niedrigeren Kreditrahmen infrage.

Tipp: Da in die Entscheidung für oder gegen die Kontoeröffnung nicht nur der Schufa-Score einfließt, sondern auch eigene Kriterien der Banken, muss eine Ablehnung nicht das Aus bedeuten. Versuche es einfach bei einer anderen Bank.

Wenn dein Konto eröffnet wurde, erhält die Schufa eine Meldung von der Bank. Neben dem Datum der Kontoeröffnung wird deine Kontonummer vermerkt. Falls du eine Kreditkarte erhalten hast, auch die.

Bankverbindung für Ausländer wurde abgelehnt – was tun?

Wenn ein Bankhaus dir ein Girokonto nicht eröffnet, kann das verschiedene Gründe haben. Gerade, wenn du noch nicht lange in Deutschland lebst, konnte die Schufa noch nicht ausreichend Daten über dich sammeln. Ist eine Finanzhistorie sehr kurz, stufen die Banken die Kontoeröffnung als zu riskant ein.

Lebst du schon länger in Deutschland, kann es möglich sein, dass deine Schufa negativ ausgefallen ist. Oder du hast bereits in der Vergangenheit ein Konto bei dieser Bank besessen und bist durch eine schlechte Zahlungsmoral bei Kreditschulden aufgefallen.

Das kann auch sein, wenn du früher bei einer Filialbank warst, jetzt Kunde einer Direktbank werden möchtest und diese beiden Geldinstitute zusammengehören. Selten, aber auch schon vorgekommen: Du hast dich einer Straftat gegen das Kreditinstitut oder einen ihrer Mitarbeiter schuldig gemacht.

Sofern keine Straftat vorliegt und du kein anderes Konto besitzt, hast du das Recht, ein sogenanntes Basiskonto auf Guthabenbasis zu führen.

Gut zu wissen: Voraussetzung für die Eröffnung eines Kontos in Deutschland ist ein gültiger Aufenthaltstitel oder zumindest eine Duldung. Solltest du illegal eingereist sein oder nach Ablauf deines Titels oder Visum einfach im Lande geblieben sein, ist eine Kontoeröffnung nicht möglich.

Basiskonto: Konto auf Guthabenbasis

Ein eigenes Bankkonto ist unabdingbar, um Geschäfte des täglichen Lebens zu erledigen. Seit 2016 hat jeder Mensch, der sich legal in Deutschland aufhält, das Recht auf ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen. Dieses Jedermannkonto funktioniert auf Guthabenbasis.

Dieses Konto muss unabhängig von der Kreditwürdigkeit oder einem Arbeitsverhältnis eröffnet werden, sofern der Antragsteller kein weiteres Konto in Deutschland besitzt.

Damit kann das Basiskonto in Anspruch genommen werden von

  • allen Ausländern, die sich mit einem gültigen Aufenthaltstitel in der BRD aufhalten
  • Staatenlosen mit entsprechenden Aufenthaltspapieren der deutschen Behörden
  • Asylsuchenden
  • Personen mit einer Duldung
  • Inhaber der sogenannten Fiktionsbescheinigung
  • Geflüchteten

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist das Basiskonto nur mit rudimentären Funktionen ausgestattet.

Das bedeutet, du kannst damit

  • Bargeld mit einer Bankkarte an den eigenen ATM der Bank abheben
  • Kontoauszüge in der SB-Halle drucken lassen
  • Bargeld einzahlen auf das Konto
  • Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge einrichten
  • das Konto auch online führen, sofern die Bank das grundsätzlich anbietet

Damit die Bank dir das Guthabenkonto eröffnet, musst du einen Antrag auf Kontoeröffnung ausfüllen und deine Identität nachweisen.

Neben dem Pass / Reisepass benötigen Asylsuchende den amtlichen Auskunftsnachweis nach § 63a AsylG und Geduldete den Duldungsbescheid § 60a Abs. 4 AufenthG.

Gut zu wissen: Eine Bank kann das Basiskonto nur unter einigen wenigen Bedingungen verweigern, die jedoch im Gesetz definiert sind. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn bei einem Flüchtling oder Asylsuchenden aufgrund nicht vorhandener Papiere die Identität nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann. Die Überprüfung der Identität ist jedoch im Geldwäschegesetz eindeutig vorgeschrieben.

Gemäß § 45 Zahlungskontengesetz (ZKG) haben besonders verletzliche Verbraucher – zu denen Asylsuchende und Geduldete, aber auch wohnsitzlose und arbeitslose Deutsche zählen, ein Recht auf ein eigenes Bankkonto. Eine Ablehnung musst du daher nicht hinnehmen.

Wende dich – notfalls mit Unterstützung deutschsprachiger Freunde oder Flüchtlingshelfer an den Ombudsmann der Bank oder an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für eine entgeltfreie Überprüfung. Fällt die positiv aus, muss das Bankhaus dein Basiskonto eröffnen.

Tipp: Die Banken sind verpflichtet, allgemeine Hinweise zum Guthabenkonto, seine Funktionen und Entgelte für dich auch in anderen Sprachen bereitzuhalten.

Oft treten beim Videoident-Verfahren oder Postident-Verfahren Probleme mit ausländischen Ausweisdokumenten auf. Die Lösung kann ein Basiskonto bei einer Filialbank sein oder die Inanspruchnahme von Rechtsmitteln. Auch hier kannst du das BaFin-Verwaltungsverfahren nutzen.

Ein Nachteil des Basiskontos ist der Preis. Das ist nur in wenigen Ausnahmefällen – zum Beispiel bei der Direktbank ING – gratis. Daher musst du mit mindestens 5 Euro Grundgebühren im Monat rechnen.

Tipp: Bist du schon länger in Deutschland und hast einen regulären Aufenthaltstitel erworben, solltest du auf jeden Fall den Versuch starten, dein Basiskonto gegen ein reguläres Girokonto zu ersetzen. In unserem Vergleich findest du passende Angebote.

Sonderfall: Das Sperrkonto

Wer aus einem Nicht-EU-Land stammt und sein Studium in Deutschland aufnehmen oder fortsetzen möchte, muss sich mit dem Thema Kontoeröffnung in Deutschland für Ausländer schon lange vor der Einreise auseinandersetzen. Denn ohne das sogenannte Sperrkonto geht nichts.

Was ist ein Sperrkonto?

Ein Student, der aus einem Drittland stammt, muss nachweisen, dass er oder sie in der Lage ist, für seine Studien- und Lebenshaltungskosten in Deutschland selbst aufzukommen. Die jeweilige deutsche Auslandsvertretung wird nur dann das Studentenvisum erteilen, wenn dieser Nachweis erbracht wurde.

Dieser Nachweis erfolgt durch das sogenannte Sperrkonto. Dabei handelt es sich um ein Spezialkonto, über dessen Guthaben der Inhaber nicht frei verfügen kann.

Damit das Visum erteilt wird, muss ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestbetrag auf dieses Konto eingezahlt werden. Für jeden Monat, der in Deutschland verbracht wird, sind das 861 Euro.

Nach Erteilung des Visums ist der Betrag auf dem Konto so lange nicht verfügbar, bis der Kontoinhaber in Deutschland ankommt.

Danach ist die Auszahlung möglich, allerdings können monatlich nicht mehr als diese 861 Euro bezogen werden. Ausnahmen davon sind nur dann zulässig, wenn die Einzahlung den Mindestbetrag übersteigt.

Wer bietet ein Sperrkonto an?

Ein Recht auf ein Sperrkonto gibt es nicht. Es bleibt den Banken vorbehalten, ob sie das Sperrkonto anbieten möchten.

Ein guter Tipp ist die Sparkasse in der Stadt, in der sich die Uni befindet. Hat die das Sperrkonto nicht im Programm, kommt die Deutsche Bank infrage.

Wer sich für die Sparkasse entscheidet, muss beachten, dass die Eröffnung nicht in einer weiter entfernten Stadt erfolgen kann, falls am Standort der Uni kein Sperrkonto angeboten wird. Der Kontoinhaber muss dort nämlich nach seinem Eintreffen in Deutschland persönlich vorsprechen.

Noch schneller und praktischer geht es übrigens bei diversen Online-Anbietern, die sich auf das Sperrkonto spezialisiert haben.

Wie wird ein Sperrkonto eröffnet?

Das Sperrkonto kann online oder auf dem Postweg aus dem Ausland eröffnet werden.

So gehst du vor:

  • 1. Suche dir den Anbieter für dein Sperrkonto aus. Die Eröffnung kann online erfolgen. Ersatzweise lädst du dir den Antrag auf Kontoeröffnung herunter. Das Formular wird meist auch auf Englisch bereitgestellt.
  • 2. Stelle deine Unterlagen zusammen. Du brauchst eine Kopie deines Reisepasses und deiner Zulassung zum Studium in Deutschland.
  • 3. Jetzt machst du einen Termin bei einer deutschen Auslandsvertretung. Dort werden die Dokumente beglaubigt. Die Botschaft oder das Konsulat verschicken diese Dokumente an die jeweilige Bank.
  • 4. Sobald die Papiere in Deutschland eintreffen, macht sich die Bank oder Sparkasse an die Kontoeröffnung. IBAN und BIC gehen dir per Mail zu.
  • 5. Per Auslandsüberweisung zahlst du die geforderte Summe ein. Das sind aktuell 10.332 Euro für ein Studienjahr. Du kannst den Betrag in mehrere Teilbeträge splitten.
  • 6. Wenn du nachweisen kannst, dass dein Sperrkonto gut gefüllt ist, wird dir die deutsche Botschaft das Studentenvisum erteilen.

Tipp: Wenn es bereits in deiner Unistadt Studierende aus deinem Heimatland gibt, lasse dir von diesen Kommilitonen eine Empfehlung für das Sperrkonto geben.

Das Geld vom Sperrkonto erhalten

Sobald Studierende in Deutschland ankommen, sprechen Sie mit ihrem Ausweis und dem Visum in der Bankfiliale vor. Das ist wichtig, damit das Konto freigeschaltet wird.

Es gibt eine Girokarte und die Zugangsdaten fürs Onlinebanking. Nun ist es möglich, sich das Geld auszahlen zu lassen oder Überweisungen vom Sperrkonto aus zu tätigen. Allerdings nur bis zu dem monatlichen Maximalbetrag von 861 Euro.

Gibt es eine Alternative zum Sperrkonto?

Sobald du deinen Aufenthaltstitel hast, bist du nicht zwangsläufig auf das Sperrkonto angewiesen als alleinige Bankverbindung.

Du hast beispielsweise die Möglichkeit, bei einer Filialbank oder Direktbank ein Studentenkonto zu eröffnen. Gerade die Direktbanken bieten dir interessante Angebote. Nicht nur die Kontoführungsgebühren werden erlassen, sondern gratis gibt es oft noch eine Prepaid-Kreditkarte.

Auf dieses Konto kannst du Einkünfte aus deinem studentischen Nebenjob gehen lassen und dir natürlich auch per Dauerauftrag Geld monatlich von deinem Sperrkonto überweisen lassen.

Gut zu wissen: Nicht immer muss ein Sperrkonto als Nachweis der Studienfinanzierung eingerichtet werden. Die Auslandsvertretungen akzeptieren meist auch die Zusage über ein Stipendium, manchmal auch einen Einkommensnachweis deiner Eltern. Erkundige dich bei der Deutschen Botschaft, bevor du das Sperrkonto eröffnest.

Als Ausländer ein Konto in Deutschland eröffnen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Die Kontoeröffnung für Personen ausländischer Herkunft gestaltet sich bis auf wenige Ausnahmen nicht abweichend von der für deutsche Staatsbürger.

Wir haben einmal zusammengefasst, welche Voraussetzungen und Nachweise du erbringen musst und was sonst noch zu beachten ist:

1. Schritt: Passendes Girokonto auswählen

Natürlich kannst du bei der Sparkasse um die Ecke oder einer anderen Filialbank nachfragen, ein Konto zu eröffnen. Allerdings musst du dort in der Regel mit Grundgebühren oder einer komplizierten Eröffnungsprozedur rechnen – vor allem als Nicht-EU-Bürger.

Einfacher ist es, wenn du auf unseren Girokonto für Ausländer Vergleich hier zurückgreifst. Denn dort haben wir die Konten gelistet, die sich für Ausländer besonders gut eignen.

Außerdem kannst du gerade bei den Direktbanken den ein oder anderen Euro sparen, da häufig die Grundgebühren entfallen.

2. Schritt: Die Unterlagen besorgen

Als EU-Bürger hast du nicht nur einen freien Zugang auf den deutschen Arbeitsmarkt. Du brauchst im Vergleich zu Drittstaatlern auch deutlich weniger Dokumente.

Halte daher für die Kontoeröffnung die folgenden Unterlagen bereit:

  • Reisepass oder Personalausweis
  • Meldebescheinigung – damit belegst du deinen Hauptwohnsitz in Deutschland

Gut zu wissen: Als Alternative zur Meldebescheinigung akzeptieren viele Kreditinstitute auch Rechnungen, die auf deinen Namen und Wohnsitz laufen – zum Beispiel die Stromrechnung oder deine Telefonrechnung.

Wenn du aus einem Drittstaat kommst, legst du folgende Dokumente vor:

  • Reisepass
  • gültiger Aufenthaltstitel oder Duldung
  • Meldebescheinigung oder einen anderen offiziellen Nachweis, aus dem deine Meldeadresse hervorgeht

Weitere Dokumente, die erforderlich werden können, ist zum Beispiel ein Lohnzettel, der Auskunft über deine Einkünfte gibt. Das ist vor allem dann wichtig, wenn du dich für ein Konto entscheidest, das für die gebührenlose Kontoführung einen Mindestgeldeingang voraussetzt.

Einige Banken gewähren dir jedoch automatisch ein bis sechs Monate, um den Mindestgeldeingang in Form von Lohn, Bezügen oder Rente zu erbringen. Es kann trotzdem nicht verkehrt sein, diese Nachweise parat zu haben.

Tipp: Die Meldebescheinigung bekommst du bei deinem Einwohnermeldeamt. Dieser Ausdruck ist sechs Monate gültig.

3. Schritt: Das Konto aufmachen

Du hast dich für eine Bank entschieden und alle Unterlagen sowie die Nachweise parat?

Falls deine Entscheidung auf eine Filialbank gefallen ist, kannst du dort für die Kontoeröffnung einen Termin mit dem Kundenberater ausmachen.

Noch praktischer ist es allerdings, wenn du dich für die Online Kontoeröffnung entscheidest. Das funktioniert mittlerweile bei den meisten Filialbanken und stellt bei Direktbanken und Fintechs ohnehin die einzige Möglichkeit dar, ein Konto aufzumachen.

So gehst du vor: Fülle den Kontoeröffnungsantrag vollständig und gewissenhaft aus. Einige Systeme verlangen von dir, am Anfang die Entscheidung zwischen einem Einzelkonto und einem Gemeinschaftskonto zu treffen. Überprüfe vor dem Abschicken deine Eingaben.

Hinweis: Bei deinem Antrag auf Kontoeröffnung musst du einwilligen, dass eine Abfrage deiner Daten bei der Schufa erfolgt. Verweigerst du das, wird die Bank von einer Kontoeröffnung Abstand nehmen. Eine Alternative ist dann nur das Basiskonto oder das Girokonto ohne Schufa.

4. Schritt: Legitimation

In Deutschland erfordert es das Geldwäschegesetz, dass Bankkunden sich identifizieren. Das erfolgt in der Filiale direkt bei der Kontoeröffnung.

Bei der Kontoeröffnung Online wird dazu in der Regel das praktische und zeitsparende Videoident-Verfahren genutzt. Dazu musst du eine App herunterladen und bekommst einen Code. Die Identifizierung nimmt ein Mitarbeiter vor, der dich durch diesen Prozess führt.

Alternativ kann bei einigen Banken auch das Postident-Verfahren genutzt werden. Das ist für dich zeitaufwändiger und verlängert die Kontoeröffnung.

So gehst du vor:

  • 1. Drucke den Postident Coupon aus.
  • 2. Gehe mit dem Coupon und deinem Ausweis sowie der Meldebestätigung in eine Postfiliale in deiner Nähe.
  • 3. Ein Mitarbeiter prüft dort deine Identität und sendet den Coupon an eine Bank.

5. Schritt: Freischalten des Bankkontos

Die Video-Legitimation sorgt für eine Kontoeröffnung in wenigen Minuten. Sobald die Freigabe seitens der Bank erfolgt, gehen dir die Zugangsdaten per E-Mail zu.

Mit Übersendung der IBAN und dem Code für das Onlinebanking ist dein Konto direkt einsatzbereit. Die Karten und weitere Informationen gehen dir einige Tage danach per Post zu.

Nutzt du das Postident-Verfahren, dauert die Kontoeröffnung etwas länger. Denn der Coupon muss erst zur Bank und dort bearbeitet werden. Durchschnittlich musst du eine Woche mindestens warten, bis du das Girokonto nutzen kannst.

Tipp: Sollte eine Direktbank deinen Antrag auf Kontoeröffnung ablehnen, kontaktiere den Kundensupport und frage, ob deine Daten noch einmal manuell überprüft werden können. Klappt auch das nicht, gebe nicht gleich auf und versuche es bei einer anderen Bank.

Welches Bankkonto ist das beste für Ausländer in Deutschland?

Wir haben uns einmal umgehört, welche Erfahrungen ausländische Mitbürger mit Bankkonten in Deutschland haben.

Dabei geht es uns hier um die private Kontoverbindung, nicht um das Geschäftskonto. Denn bei einem Business Konto für andere Staatsangehörige sind abweichende Prioritäten zu setzen.

Im Rahmen unserer Recherche haben sich Punkte herauskristallisiert, auf die bei der Wahl des besten Girokontos für Expats und Zuwanderer Wert gelegt werden sollte:

  • Kosten: Kontoführungsgebühren stellen für jeden einen durchaus happigen Kostenpunkt dar. Vor allem dann, wenn neben dem Gehaltskonto noch ein Gemeinschaftskonto geführt wird. Bei den Filialbanken in Deutschland muss der monatliche Zahlungseingang schon sehr hoch sein, damit von einer kostenlosen Kontoführung profitiert werden kann. Eine Lösung kann ein kostenloses Girokonto sein, das von Direktbanken und Fintechs angeboten wird. Das können sowohl deutsche Staatsbürger als auch alle Menschen anderer Nationalität eröffnen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Einige wenige dieser Konten sind bedingungslos kostenlos, bei anderen ist ein gewisser Mindestgeldeingang erforderlich, damit die Grundgebühren entfallen.
  • Sprache: Viele Immigranten müssen erst die deutsche Sprache erlernen. Da kann es sehr praktisch sein, wenn das Online Banking auch auf Englisch funktioniert. Besonders geschätzt wird eine mehrsprachige Hotline. Auch hier greifen viele gerne auf Anbieter zurück, bei denen der Kundenservice auch auf Englisch möglich ist.
  • Girokonto im Ausland: Wer in den Heimaturlaub fährt, möchte dort natürlich auch unkompliziert auf Bares auf dem Konto zurückgreifen. Hier bietet sich ein Konto mit einer Prepaid Kreditkarte an, mit der – zumindest in einem gewissen Umfang – weltweit kostenlos Bargeld abheben möglich ist. Bei Kartenzahlungen sind zudem die Fremdwährungsgebühren ein wichtiger Punkt, auf den geachtet werden sollte.
  • Beratungsangebot: Hier kommt es ganz auf die persönlichen Vorlieben an. Einige Kunden sind durchaus damit zufrieden, bei einer Onlinebank ein Konto aufmachen zu können und alles autark via App oder das Kundenportal regeln zu können. Wer jedoch vorhat, mit seiner Familie dauerhaft zu bleiben, die Staatsbürgerschaft zu beantragen und später vielleicht ein Haus kaufen möchte, sollte nach einer Bank Ausschau halten, deren Angebot Kredite, Bausparverträge und weitere Finanzprodukte umfasst.
  • Zusatzleistungen: Die meisten freut es – unabhängig von der Nationalität – wenn mit einem Konto attraktive Zusatzleistungen verbunden sind. Das kann die Möglichkeit sein, zusätzlich ein kostenloses Tagesgeldkonto oder Sparbuch zu erhalten, gebührenlos ein Depot zu eröffnen oder auch eine Girokonto-Prämie für die Kontoeröffnung zu erhalten.

Girokonto für Ausländer ohne Wohnsitz in Deutschland eröffnen

Die meisten Banken verlangen von Ausländern, dass sie einen Wohnsitz in Deutschland haben, um ein Konto zu führen. Das ist neben der Volljährigkeit die Grundbedingung für ein privates Girokonto.

Kommst du aus dem EU-Ausland, dürfte die Teilnahme am Zahlungsverkehr für dich aufgrund der im ganzen SEPA-Raum gültigen IBAN kein Problem darstellen. Erkundige dich in deinem Land, ob und in welchem Rahmen ein kostenloser oder günstiger Bargeldbezug möglich ist.

Für Drittstaatler, die ein Konto ohne festen Wohnsitz wünschen, wird es schon schwieriger. Ein deutsches Bankkonto, wenn du nicht in der BRD gemeldet bist, ist dann eher ein Glücksfall.

Auch Auslandsdeutsche haben übrigens mit diesem Problem zu kämpfen, wenn der Haupt- oder Zweitwohnsitz in Deutschland abgemeldet ist.

Falls du eine Lücke findest, brauchst du Dokumente, die deine Identität bestätigen. Je nach Herkunftsland müssen diese von der deutschen Auslandsvertretung legalisiert werden oder aus einigen Ländern ist eine Apostille erforderlich.

Wenn du nicht selbst zur Kontoeröffnung nach Deutschland kommen kannst, musst du eine Bank finden, die es einer bevollmächtigten Person erlaubt, das Konto in deinem Namen zu eröffnen. Auch hier ist wieder eine von der Auslandsvertretung legalisierte Vollmacht notwendig.

Außerdem kommt es darauf an, ob es sich um ein privates Konto oder um ein Geschäftskonto handelt. Firmen haben bei bestimmten Banken eventuell bessere Karten, wenn sie ihre Geschäftsbeziehungen nachweisen. Oder sie eröffnen gleich das Konto bei einer Bank, die auch in ihrem Herkunftsland vertreten ist.

Die Europäische Kommission hat einige Länder als Hochrisiko Staaten eingestuft. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Banken angehalten, private Girokonten und Geschäftskonten für Angehörige dieser Staaten nicht zu eröffnen. Hintergrund ist, dass diese Länder als Risiko für das internationale Finanzsystem gewertet werden.

Abgelehnt werden daher Anträge auf Kontoeröffnung aus:

  • Afghanistan
  • Bosnien-Herzegowina
  • Guyana
  • Irak
  • Iran
  • Jemen
  • Laos
  • Nordkorea
  • Syrien
  • Uganda
  • Vanuatu

Kommst du aus einem dieser Länder, verfügst jedoch über einen Aufenthaltstitel in Deutschland, stellt die Kontoeröffnung kein Problem dar.

Tipp: Mit einem Touristenvisum kannst du ebenfalls kein Konto in Deutschland eröffnen. Falls dein Partner oder deine Partnerin deutscher Staatsangehöriger ist und ihr eine gemeinsame Zukunft plant, kann er oder sie jedoch eine Vollmacht für sein Konto einrichten lassen.

Konto für Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland eröffnen

Manchmal hat ein Deutscher schon Probleme, an ein Girokonto zu kommen. Denn ist die Schufa schlecht, lehnen viele Banken die Kontoeröffnung ab. Dabei hat grundsätzlich jeder, der einen legalen Status in Deutschland besitzt, das Recht auf ein eigenes Konto.

Häufig erhalten ausländische Personen von einer Bank jedoch nur das Angebot für ein Basiskonto. Das liegt meistens daran, dass der Zuwanderer erst kurz in Deutschland ist und noch keine belastbaren Daten seitens der Schufa vorliegen. Den Banken ist das Risiko eines regulären Girokontos für einen Migranten zu hoch.

Eine Situation, die ausländische Bürger jedoch nicht einfach so hinnehmen müssen. Wenn Filialbanken ablehnen, kommen Online-Kontos infrage. Vor allem bei den Fintechs, die keinen Dispokredit gewähren. Das Konto wird dann auf Guthabenbasis geführt und für den Anbieter besteht kein Risiko.

Wir raten daher, es mit dem Konto für Ausländer unbedingt bei einer Direktbank oder einem der Fintechs zu versuchen. Ein Immigrant sollte dabei den Fokus auf ein Konto ohne Mindestgeldeingang legen – das spart vor allem Kontoführungsgebühren.

Besser ist die Situation auf jeden Fall, wenn eine Blaue Karte EU vorhanden ist, wie sie häufig Ärzten und Ingenieuren gewährt wird. Diese Aufenthaltstitel sind mit einer Festanstellung verbunden. Ein Bankkonto für Ausländer stellt in diesem Fall kein Problem dar.

Ein Konto für Ausländer ist ebenfalls eine unproblematische Angelegenheit, wenn es als Gemeinschaftskonto eröffnet wird und der Ehemann oder die Ehefrau die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

Diese Lösung empfiehlt sich gerade zu Beginn des Aufenthalts kurz nach der Freigabe der Familienzusammenführung. Hat der ausländische Partner sich dann auf dem Arbeitsmarkt etabliert, steht der Eröffnung eines eigenen Gehaltskontos in der Regel nichts mehr im Wege.

Welche ist die beste Bank in Deutschland für Ausländer?

Die beste Bank für Ausländer in dem Sinne gibt es in Deutschland nicht. Schließlich hat jeder ganz eigene Ansprüche an die Kontoführung.

Zuwanderer möchten auch gerne die Annehmlichkeiten nutzen, die sie aus ihrem Heimatland gewohnt sind. Dazu gehören zum Beispiel eine App, Online-Banking und eine Kreditkarte. Andere haben den Wunsch nach einer breiten Palette an Finanzprodukten wie einem Kredit für die Zukunft oder einem Depotkonto.

Hier hilft nur, sich zunächst über die eigenen Wünsche klar zu werden und Prioritäten zu definieren. Wer gerne alles selbständig erledigt, wird sicher mit einem Online-Konto oder sogar einem Smartphone-Konto glücklich sein. Zuwanderer, die Beratung in der Bank schätzen, eröffnen ihr Konto am besten in einer Filialbank.

Ein Thema kann ebenfalls die Sprache sein. Uns liegen Erfahrungsberichte von ausländischen Kunden vor, die von einer Bank abgelehnt wurden, da sie nicht in der Lage seien, die AGB zu verstehen. Allerdings ging es in diesen Fällen um ein Geschäftskonto.

Wenn du der deutschen Sprache noch nicht mächtig bist, empfehlen wir dir auf jeden Fall, mit einem sprachlich versierten Freund oder Familienmitglied die Bank für die Kontoeröffnung aufzusuchen.

Eine Alternative kann es sein, gezielt nach einer Bank zu suchen, die eine Kontoführung in englischer Sprache ermöglicht. Weiter unten haben wir dir Tipps zusammengestellt.

Selbstverständlich kommt es bei einem Bankinstitut auch auf die Leistungen an – aber die Kosten sind ein wesentlicher Punkt. Es kann dir daher sehr nützlich sein, unseren Girokonto Vergleich zu nutzen.

In unseren Reviews siehst du auf einen Blick, was dir das Konto bietet und mit welchen Kosten du rechnen musst.

Tipp: Frage in deinem Freundeskreis doch einmal, wer welche Erfahrungen mit einer Bankverbindung für Ausländer gemacht hat. Auf diese Weise sammelst du positives wie negatives Feedback zu den einzelnen Bankhäusern und hast ebenfalls eine gute Entscheidungsgrundlage.

Deutsches Konto für Ausländer - welche zusätzlichen Serviceleistungen sind im Angebot?

Die Banken sind, was Serviceleistungen angeht, international recht ähnlich aufgestellt. Die Filialbanken, aber auch viele Direktbanken bieten neben dem Girokonto, dem Gemeinschaftskonto und dem Geschäftskonto noch weitere Leistungen an.

Dazu gehören:

  • Kreditkarten
  • Versicherungen – wie Autoversicherung, Hausratversicherung und Haftpflichtversicherung
  • Altersvorsorge
  • Bausparen und Kredite zur Immobilienfinanzierung
  • Sonderkredite, zum Beispiel für eine Autoanschaffung
  • Kleinkredite
  • verschiedene Geldanlagen – Aktien, Wertpapiere, Festgeld

Ein großes Thema sind auch Überweisungen in die Herkunftsländer. Dank SEPA haben es EU-Ausländer leicht – denn die Überweisungen sind gratis.

Wer allerdings in einen Drittstaat Geld senden muss, sieht sich schnell mit hohen Kosten für die Auslandsüberweisung konfrontiert.

In diesem Fall ist es sinnvoll, die Preise für den Geldtransfer zu Verwandten und Freunden im Ausland zu vergleichen. Schaue bei deiner Bank die Gebühren für die Auslandsüberweisung nach.

Daneben gibt es Alternativen zur Banküberweisung, die dich eventuell günstiger kommen:

  • Western Union
  • TransferWise
  • Remitly
  • WorldRemit
  • Moneycorp
  • CurrencyFair

Tipp: Du musst regelmäßig Geld nach Rumänien schicken? Dann schaue dir das Angebot von Monese an. Denn via dein Konto dort kannst du auch Geld in rumänischen Lei senden.

Konto eröffnen ohne Ausweis für Ausländer - ist das möglich?

Wer in Deutschland – und übrigens auch in allen anderen Ländern – bei einer Bank ein Konto eröffnen will, kommt um den Nachweis einer Identität nicht herum. Davon gibt es auch keine Ausnahmen, denn die Identitätsprüfung ist eine gesetzliche Vorschrift, um Geldwäsche zu verhindern.

Diese Prüfung findet auf folgende Weise statt:

  • Identitätsprüfung direkt in der Bank
  • In einer Postfiliale mit dem Postident-Coupon
  • online via Videoident-Verfahren

Ausländer benötigen einen gültigen Reisepass, den Aufenthaltstitel und meist eine Meldebescheinigung. So wird zweifelsfrei festgestellt, dass sich der Hauptwohnsitz in Deutschland befindet.

Das Postident-Verfahren kam auf, als die Direktbanken ihre Angebote starteten. Denn wird das Konto nur online geführt, entfällt die Identitätsprüfung bei einem Bankmitarbeiter.

Noch heute arbeiten einige Direktbanken mit dem Postident-Coupon. Den musst du dir während der Kontoeröffnung ausdrucken. Damit gehst du in eine Postfiliale. Der Mitarbeiter prüft deinen Ausweis, füllt ein Formular aus und übersendet die Eröffnungsunterlagen direkt an das Bankinstitut. Etwa ein bis zwei Wochen musst du nach dem Absenden für die Kontoeröffnung einplanen.

Das Verfahren ist zwar an sich recht unkompliziert. Allerdings hast du den langen Weg zur Post und die Wartezeit. Daher bedienen sich die Banken mittlerweile des Videoident-Verfahren. Du bekommst im Rahmen der Kontoeröffnung einen Code oder einen Link. In einer App wirst du mit einem Mitarbeiter verbunden, der deine Unterlagen prüft.

Du kannst das Videoident-Verfahren auf einem Laptop, einem PC, einem Smartphone oder einem Tablet durchführen.

Wenn du keine Meldebescheinigung hast, akzeptieren viele Banken auch eine Rechnung, die auf deinen Namen lautet. Oder die Police einer Versicherung. Wichtig ist, dass aus dem Dokument hervorgeht, dass du an dieser Adresse wohnhaft bist.

Zum Problem werden kann die Kontoeröffnung für Flüchtlinge ohne Ausweis. Hast du keinen Pass, legst du den amtlichen Auskunftsnachweis oder deine Duldungsbescheinigung vor. In der Regel wirst du jedoch nur ein Basiskonto erhalten.

Wie du siehst, ist es in Deutschland nicht möglich, ohne Ausweis Vorlage ein Bankkonto zu eröffnen. Filialbanken, Direktbanken und Fintechs sind verpflichtet, sich an das Geldwäschegesetz zu halten.

Bitte lasse dich auch nicht darauf ein, einen „Freund“ das Konto eröffnen zu lassen oder einen Ausweis mit einem Lichtbild, das dir ähnlich sieht, auszuleihen. Das ist illegal und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen!

Vertretung bei der Kontoeröffnung in Deutschland - kann eine andere Person das Konto für mich eröffnen?

Viele, die nach Deutschland kommen, wünschen sich direkt ein Bankkonto. Allerdings sind vorab noch einige Formalitäten zu erledigen.

Eine Wohnung muss gesucht werden, die Meldung beim Einwohnermeldeamt erfolgen und der Gang zur Ausländerbehörde für den Aufenthaltstitel steht an.

Ohne Aufenthaltstitel und Meldebescheinigung wird das mitunter schwierig. Du könntest versuchen, die Bank zu kontaktieren, sobald du dein Einreisevisum von der deutschen Botschaft hast. Eventuell hilft es, zusätzlich den Arbeitsvertrag vorzulegen, aus dem ersichtlich wird, dass der Aufenthalt in Deutschland auf Dauer angelegt ist.

Verständlich, dass du überlegst, ob dich ein Freund oder Verwandter für die Kontoeröffnung vertreten kann. Den Aufwand solltest du dir allerdings gut überlegen.

Falls du das möchtest, gehst du wie folgt vor:

  • 1. Erkundige dich, ob du dich bei der von dir ausgewählten Bank von einer dritten Person vertreten lassen kannst. Frage außerdem, ob noch weitere Dokumente wie deine Ausweiskopie legalisiert werden müssen.
  • 2. Gehe zur deutschen Botschaft und lasse dir dort eine beglaubigte Vollmacht oder eine Genehmigungserklärung anfertigen. Du brauchst deinen Ausweis.
  • 3. Schicke die Unterlagen mit der Post nach Deutschland.

Die Vertretung bei der Kontoeröffnung kann viel Zeit, Nerven und Geld kosten. Allerdings möchte nicht jeder einen Haufen Bargeld für die erste Zeit mit nach Deutschland schleppen.

Wir empfehlen dir daher, in deinem Heimatland nach einem Konto oder einer Kreditkarte Ausschau zu halten, die weltweit kostenloses oder zumindest günstiges Abheben von Bargeld ermöglicht.

In Deutschland kannst du zudem in fast allen Geschäften, Supermärkten und an den Tankstellen mit Kreditkarte bezahlen. Auch online ist es möglich, mit Kreditkarte zu bezahlen.

Außerdem kommen Zahlungsmethoden wie Apple Pay oder Google Pay infrage. Damit kannst du die erste Zeit bis zur Kontoeröffnung überbrücken.

Bankkonto auf Englisch - welche Bank in Deutschland bietet das an?

Möglicherweise benötigst du eine englischsprachige Webseite für das Online-Banking, eine fremdsprachige Hotline oder wenigstens einen Chat oder sogar Personal, das der englischen Sprache mächtig ist. Das kann bei Filialbanken schwierig werden. Im ländlichen Raum spricht das Personal in der Sparkasse oder in der Volksbank in der Regel kein Englisch. In der Stadt kannst du eventuell Glück haben.

Auch die Online Angebote der Direktbanken sind alle auf Deutsch konzipiert. Doch es gibt auch Konten, die du in englischer Sprache oder sogar in einer anderen Sprache führen kannst.

Bank / AnbieterKommentar
N26Bei dem Fintech kannst du dein Girokonto auch auf Englisch führen.
MoneseDas E-Geldinstitut hat mit Glück sogar deine Muttersprache im Angebot. Neben Englisch wird die Kontoführung in allen gängigen europäischen Sprache plus Russisch und Türkisch angeboten.
bunqDas niederländische Fintech bunq ermöglicht dir ebenfalls die Kontoführung auf Englisch. Gut für das Geschäftskonto, private Nutzung möglich.
RevolutAuch hier ist die mehrsprachige Kontoführung möglich. Unter anderem Englisch, Spanisch, Französisch, Polnisch und Litauisch sind im Angebot.

Tipp: Schaue dir unbedingt das Angebot von N26 an – denn hier kommst du in den Genuss der kostenlosen Kontoführung ohne Bedingung.

Zusammenfassung

Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben, können ganz verschiedene Möglichkeiten nutzen, um an ein Girokonto zu kommen.

Vor der Kontoeröffnung sollten nicht nur die eigenen Ansprüche an die Bankverbindung definiert werden, sondern auch ein Preisvergleich stattfinden. Denn die Kontoführungsgebühren können monatlich 0 Euro, aber auch 15 Euro betragen.

Da fast immer eine Abfrage bei der Schufa durchgeführt wird, kann es sein, dass Banken ein Girokonto ablehnen. In diesem Fall kann sich ein Migrant auf sein Recht auf das Basiskonto berufen. Das steht jedem zur Verfügung, sofern der Aufenthalt in der BRD legal ist.

Fast immer ist der Hauptwohnsitz in Deutschland vorgeschrieben. Wer aus dem Ausland heraus ohne Wohnsitz in Deutschland ein Konto eröffnen will, hat in der Regel schlechte Karten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Kann jeder Ausländer in Deutschland ein Girokonto eröffnen?

Grundsätzlich kann jeder, der sich legal und dauerhaft in der BRD aufhält, ein eigenes Konto eröffnen. Die meisten Banken fordern einen Hauptwohnsitz in Deutschland, einige wenige gestatten die Kontoführung auch dann, wenn sich der Wohnsitz in einem – meist EU-Land befindet, in dem die Bank auch vertreten ist. Je nachdem, wie lange ein Ausländer sich schon in Deutschland aufhält, kommt entweder das Basiskonto oder ein reguläres Girokonto infrage.

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Wie eröffne ich als Ausländer ein Girokonto in Deutschland?

Ein Girokonto kann bei einer Filialbank geführt werden, daneben kommen auch Online-Konten bei Direktbanken und Fintechs infrage. Die Entscheidung richtet sich nach den persönlichen Vorlieben, aber auch die Kosten sind ein wichtiger Punkt. So bieten Direktbanken häufig eine kostenlose Kontoführung an – mit oder ohne Mindestgeldeingang.

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Was kostet ein Girokonto für Ausländer in Deutschland?

Ein Bankkonto für Ausländer in Deutschland kostet genauso viel oder so wenig wie ein Girokonto für Einheimische. Neben den Kontoführungsgebühren, die monatlich 0 bis 15 Euro für private Konten betragen können, kommen eventuell noch Kosten für den Bargeldbezug an der ATM, für Einzahlungen von Bargeld oder für Kreditkarten hinzu.

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Habe ich als Ausländer in Deutschland ein Recht auf ein Konto?

Seit 2016 hat jeder, der sich legal in Deutschland aufhält, unabhängig von seiner Herkunft das Recht auf ein eigenes Bankkonto – sofern nicht bereits eine Bankverbindung besteht. Bei diesem Konto handelt es sich um das sogenannte Basiskonto. Die Eröffnung dürfen Banken nicht ablehnen. Dieses Konto ermöglicht die Teilnahme am alltäglichen Zahlungsverkehr.

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Kann ich als Ausländer in Deutschland mein Heimatkonto weiter nutzen?

Das kommt ganz darauf an. Wenn es sich um ein Konto aus dem SEPA-Raum handelt, das zudem kostenlose Bargeldabhebungen ermöglicht, spricht nichts gegen die Nutzung. Da es jedoch immer wieder einmal zu Schwierigkeiten bei Zahlungspartnern mit einer ausländischen IBAN kommen kann, empfehlen wir die Eröffnung eines deutschen Bankkontos. Aufgrund hoher Zusatzkosten für Bargeldbezug und Überweisungen lohnt es sich nicht, aktiv ein Konto aus einem Drittstaat zu nutzen.

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Welche Dokumente benötige ich als Ausländer für die Kontoeröffnung in Deutschland?

Die jeweiligen Dokumente gibt das Bankinstitut vor. In der Regel sind das Ausweis, Meldebescheinigung und gültiger Aufenthaltstitel. Eventuell ein Einkommensnachweis.

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Kann ich mit einer Duldung in Deutschland ein Konto eröffnen?

Eine Duldung ist zwar zeitlich begrenzt, stellt jedoch einen legalen Aufenthalt in Deutschland dar. Damit kann auf jeden Fall ein Basiskonto bei einer Bank eröffnet werden. Die Bankhäuser dürfen diese Kontoeröffnung nicht ablehnen. Es sei denn, es kam zu einer Straftat gegen die Bank oder es besteht schon ein Konto bei einem anderen Bankinstitut.

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Kann ein Flüchtling in Deutschland ein Konto eröffnen?

Geflüchtete haben seit 2016 ebenfalls das Recht auf ein Basiskonto, um am alltäglichen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Bei der Girokonto-Eröffnung sind entsprechende Papiere der deutschen Behörden vorzulegen, die den Status als Flüchtling nachweisen. Bei einer unklaren Identität und somit fehlendem Ausweis kann die Eröffnung eines Kontos schwierig werden. Denn das Geldwäschegesetz schreibt vor, dass die Identität einwandfrei festgestellt wird. Wir empfehlen in diesem Fall, sich mit der entsprechenden Beratungsstelle kurzzuschließen und das weitere Vorgehen zu planen.

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Ich lebe nicht in Deutschland – kann ich trotzdem ein Konto in Deutschland eröffnen?

Die Kontoeröffnung aus dem Ausland gestaltet sich schon für Auslandsdeutsche schwierig. Für Ausländer ist sie nur unter ganz bestimmten Bedingungen möglich – etwa bei einem Geschäftskonto, das für eine Niederlassung in Deutschland erforderlich ist. Bei Privatkonten verlangen die deutschen Banken einen Wohnsitznachweis in Deutschland, manchmal reicht auch ein anderes EU-Land aus. Nicht zu unterschätzen wäre auch der bürokratische Aufwand – denn es sind in der Regel Übersetzungen und Legalisierungen durch die Deutsche Botschaft im Heimatland erforderlich. Wir empfehlen, vorab direkt mit der Bank zu klären, ob sie Kunden mit Wohnsitz im Ausland überhaupt akzeptiert.

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Welches Konto sollte ich als ausländischer Student in Deutschland eröffnen?

Kommst du aus einem Drittstaat, musst du ohnehin ein Sperrkonto für deinen Lebensunterhalt eröffnen, um überhaupt in die BRD einreisen zu dürfen. Dieses Konto kannst du selbstverständlich weiter in Deutschland nutzen, was auf Dauer allerdings unpraktisch ist. Denn die Leistungen sind eingeschränkt und du darfst monatlich nur über einen ganz bestimmten Betrag verfügen. Schau dir doch einmal die speziellen Angebote für junge Leute an – kostenlose Kontoführung, eine Prepaid-Kreditkarte und weitere Extras wie einen Studentendispo. Studentenkontos gibt es bis zum Alter von 28 Jahren.

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Welche Erfahrungen hast du als Expat mit der Kontoeröffnung in Deutschland gemacht? Ging das alles wie gewünscht oder gab es Probleme? Im Kommentarbereich kannst du deine Erfahrungen und Tipps teilen.

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