Girokonto für Arbeitslose: Auch ohne Job an ein günstiges Konto kommen

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Girokonto für Arbeitslose eröffnenEin Girokonto für Arbeitslose speziell existiert in dem Sinne nicht. Wer ohne Job ist, hat jedoch mehrere Möglichkeiten, an eine Bankverbindung zu kommen. Grund genug, sich um ein Konto zu kümmern, damit die Leistungen vom Jobcenter überwiesen werden und Rechnungen bezahlt werden können. Allerdings gilt es, das Angebot gut zu sondieren.

Nicht in jeder Situation werden Erwerbslose als Kunden akzeptiert und dann ist das Girokonto natürlich eine Kostenfrage.

Wir erläutern in diesem Ratgeber, wie Arbeitslose an ein günstiges, aber trotzdem leistungsstarkes Bankkonto kommen und klären auf, was bei schlechter Bonität zu tun ist.

Girokonto für Arbeitslose: 8 Konten bei Arbeitslosigkeit im Vergleich (09/2021)

Ich bin arbeitslos – muss ich ein Basiskonto eröffnen oder kann ich auch ein normales Girokonto führen? Eine berechtigte Frage. Natürlich sehen die Bankinstitute solvente Kunden gerne, aber das heißt nicht, dass du keine Chancen auf ein Bankkonto hast.

Bei der Auswahl geht es viel eher darum, dass du nicht unnötig viel Geld ausgibst und ein leistungsstarkes Konto erhältst. Daher haben wir eine Tabelle zusammengestellt, aus der du entnehmen kannst, welches Girokonto trotz Arbeitslosigkeit zu dir passen könnte.

Nr.Bank / AnbieterGrundpreis
pro Monat
KommentarMehr Infos
1.norisbank Logo
norisbank
Top-Girokonto

Unsere Empfehlung
0,00 €,
ab 500 € Geldeingang im Monat & für alle unter 21 Jahren, sonst 3,90 € mtl.
Einer unserer Favoriten, denn die Akzeptanzrate von Arbeitslosen bei der norisbank ist hoch. Gibt es Probleme mit der Bonität, wandelt die norisbank das Girokonto automatisch in ein Basiskonto um.
2.N26 Logo
N26
Girokonto
0,00 €Kein Mindestgeldeingang, aber dafür kostenlose Kontoführung. Bei diesem Fintech erhalten auch Arbeitslose ein Konto mit Prepaidkarte.
3.DKB Logo
DKB
DKB-Cash
0,00 €DKB-Cash ist kostenlos für alle Kunden und bleibt das auch. Ein Mindestgeldeingang wird nicht gefordert. Einzig wer mehr Leistungen will, muss 700 Euro im Monat nachweisen.
4.comdirect Logo
comdirect
Girokonto
0,00 €,
ab 700 € Geldeingang im Monat, für alle unter 28 Jahren & bei aktiver Nutzung, ansonsten 4,90 € mtl.
Die Commerzbank-Tochter comdirect fordert einen Mindestgeldeingang von 700 Euro im Monat. Ansonsten kostet das Girokonto 4,90 Euro im Monat.
5.1822direkt Logo
1822direkt
Girokonto
0,00 €,
beim Geldeingang von mind. 700 € im Monat, sonst 3,90 € mtl.
Die 1822direkt bietet ein klassisches Gehaltskonto mit Mindestgeldeingang. Ansonsten können Kunden ohne Job gratis das 1822MOBILE-Konto führen – das ist kostenlos mit einem Mindesteingang von 0,01 Euro im Monat!
6.ING Logo
ING
Girokonto
0,00 €,
ab 700 € Gehaltseingang im Monat & für alle unter 28 Jahren, sonst 4,90 € mtl.
Die ING setzt einen Mindestgeldeingang in Form von regelmäßigem Monatseinkommen voraus. Auch die Bonität muss stimmen. Die Direktbank bietet allerdings gratis ein Basiskonto.
7.Commerbank Logo
Commerzbank
Kostenloses Girokonto
0,00 €,
ab 700 € Geldeingang im Monat, sonst 9,90 € mtl.
700 Euro Mindestgeldeingang für die gratis Kontoführung, ansonsten 9,90 Euro im Monat – die Commerzbank ist nicht die optimale Option für Menschen ohne Anstellung. Eventuell kommt das Girokonto als Gemeinschaftskonto für die Bedarfsgemeinschaft infrage.
8.Postbank Logo
Postbank
Giro extra plus
0,00 €,
ab 3.000 € Geldeingang im Monat, sonst 10,90 € mtl.
Die Postbank bietet ein kostenloses Girokonto erst ab einem Gehaltseingang von 3000 Euro im Monat an. Wer das Konto nur online führt, zahlt 1,90 Euro monatlich. Alternativ gibt es noch das Basiskonto.

Hinweis nach § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Bitte beachte, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Inhaltsverzeichnis

Girokonto für Arbeitslose: Das Wichtigste in Kürze

  • Ein spezielles Girokonto für Arbeitslose existiert nicht. Wer ohne Job ist, hat jedoch die Möglichkeit, ein reguläres Girokonto zu eröffnen.
  • Die Kontoführungsgebühren sind ein wichtiger Punkt. Hier gibt es erhebliches Sparpotenzial – einige Direktbanken und Fintechs bieten eine kostenlose Kontoführung an.
  • Für die gratis Kontoführung ist häufig ein Mindestgeldeingang erforderlich. Erwerbslose müssen auf Angebote achten, die zu ihren Einkünften aus der Grundsicherung passen.
  • Bei einer schlechten Bonität kann es passieren, dass die Bank die Kontoeröffnung ablehnt. In diesem Fall muss von dem Recht auf ein Basiskonto Gebrauch machen. Das präsentiert sich von seinen Leistungen her deutlich eingeschränkter.
  • Es ist nicht möglich für Bankkunden ohne Arbeit und ohne Einkommen einen Dispokredit einrichten zu lassen.
  • Wer Kunde bei einer Direktbank wird, muss sicherstellen, dass ausreichend Möglichkeiten für kostenlose Bargeldabhebungen vorhanden sind.
  • Eine Prepaid-Kreditkarte erhalten Beschäftigungslose, wenn sie sich für ein Girokonto auf Guthabenbasis entscheiden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, nur die Kreditkarte zum Aufladen bei Online-Finanzdienstleistern zu beantragen – das geht auch ohne Schufa-Check oder Gehaltsnachweise.

Unsere Empfehlung für Arbeitslose: norisbank Top-Girokonto

norisbankDie norisbank ist eine Direktbank, die zur Cash Group gehört. Das bedeutet, du kannst für Barabhebungen die Automaten der Deutschen Bank, der Postbank, der Commerzbank und der HypoVereinsbank nutzen. Bargeld einzahlen funktioniert gratis an den Automaten der Deutschen Bank.

Für die kostenfreie Kontoführung ist ein Geldeingang von 500 Euro erforderlich – wenn das Arbeitsamt Regelsatz plus Miete überweist, ist das somit machbar. Falls nicht, kostet das leistungsstarke Konto 3,90 Euro, was ebenfalls noch fair ist.

Das zeichnet das norisbank Top-Girokonto aus:

  • hohe Annahmequote von Erwerbslosen
  • realistischer Mindestgeldeingang von 500 Euro monatlich für Gratis-Kontoführung
  • auch bei schlechter Bonität nicht aussichtslos
  • bei positiver Bonität Kreditkarte im ersten Jahr kostenlos
  • kostenlos Bargeld abheben in Deutschland an Automaten der Cash Group, im Ausland mit der Mastercard
  • gebührenlos Geld einzahlen an den SB-Automaten der Deutschen Bank
  • innovative digitale Zahlungsmethoden: paydirekt, Apple Pay, PayMyFriends und Siri-Überweisung
  • kostenloser Kontowechselservice
  • optionale Finanzprodukte: Tagesgeldkonto, Sparbuch und Depot ohne Mehrkosten möglich
  • kann das Konto nicht eröffnet werden, bietet die norisbank automatisch ein Basiskonto an

Ohne Beschäftigung – warum ein Girokonto die richtige Wahl ist!

Das Jobcenter überweist die Grundsicherung in der Regel auf ein Bankkonto. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch günstig. Denn die Überweisung ist gratis und diese Möglichkeit steht jedem offen. Denn seit 2016 haben die Bürger und alle, die sich legal in Deutschland dauerhaft aufhalten, das Recht auf ein eigenes Girokonto.

Banken dürfen daher Arbeitslose nicht einfach abweisen, wenn diese ein Konto eröffnen möchten. Denn ein Basiskonto steht jedem zu.

Natürlich kann auf das eigene Bankkonto verzichtet werden. Doch die Teilnahme am Zahlungsverkehr und somit am gesamten Alltag wird dadurch unnötig erschwert. Verbindlichkeiten wie Strom, Internet oder Handy können nicht einfach abgebucht werden.

Die Auszahlung des ALG I oder des ALG II muss dann als Zahlungsanweisung zur Verrechnung erfolgen. Die wird wie ein Verrechnungsscheck bei der Postbank eingelöst. Dafür werden Zusatzgebühren in Höhe von 2,85 Euro fällig, die von den Leistungen abgezogen werden. Außerdem muss der Leistungsempfänger je nach Höhe der Summe noch einmal am Schalter 3,50 bis 7,50 Euro zahlen. Das geht auf die Dauer ganz schön ins Geld.

Tipp: Für die Zahlungsanweisung zur Verrechnung darf das Jobcenter dir keine Gebühren in Höhe von 2,85 Euro abziehen, wenn du als Empfänger von Hartz 4 nachweisen kannst, dass es dir nicht möglich ist, ein Konto zu eröffnen. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass der Grund für die fehlende Bankverbindung nicht du selbst, beziehungsweise eine von dir verübte Straftat ist. Das Bankinstitut muss die Kontoeröffnung nachvollziehbar ablehnen.

Einige Jobcenter zahlen die Grundsicherung auch in bar aus. Doch dann besteht das Problem, dass für Fremdüberweisungen ebenfalls saftige Kosten entstehen, wenn Rechnungen auf diese Weise beglichen werden.

Wer möchte außerdem die ganze Zeit so viel Geldmittel mit sich herumtragen? Das Girokonto ist auf jeden Fall die beste Wahl, denn es sorgt dafür, ganz normal am Alltagsleben ohne hohe Zusatzkosten teilzunehmen, wenn ein kostenloses oder sehr günstiges Bankkonto gewählt wird.

Worauf kommt es bei einem Konto für Erwerbslose an?

Filialbanken und Direktbanken sprechen mit ihren Angeboten einen breiten Kundenkreis an und dazu gehören natürlich auf Erwerbslose und Leistungsempfänger. Diese Gruppe verfügt nur über begrenzte finanzielle Mittel, weshalb es zunächst darum geht, dass die Bankverbindung möglichst günstig ist.

Wir haben einmal aufgelistet, was ein Girokonto für Arbeitslose leisten muss:

  • geringe oder im Idealfall gebührenfreie Kontoführung
  • Erteilen von Lastschriften
  • Einrichten von Daueraufträgen
  • Möglichkeit, das Kontokorrentkonto auch online zu führen
  • mindestens eine Bankkarte, noch besser Maestrokarte
  • kostenlose Bargeldabhebung an eigenen Automaten oder bei Handelspartnern
  • gratis Bargeldeinzahlungen oder gegen geringe Gebühren
  • Kontoauszüge kostenlos
  • keine versteckten Kontonebenkosten
Gut zu wissen: Gerade Filialbanken verlangen für die Bareinzahlung am Schalter Zusatzgebühren. Wer öfter Geld einzahlen muss, wählt daher einen Anbieter aus, der Einzahlungsautomaten anbietet. Alternativ solltest du nach Angeboten schauen, die dir zumindest eine gewisse Anzahl an kostenlosen Einzahlungen pro Jahr erlauben.

Welche Banken bieten Girokonten für Arbeitslose an?

Wer in die Arbeitslosigkeit gerät, hat in der Regel sein altes Gehaltskonto. Wenn es sich dabei um ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren handelt, geht der Übergang relativ nahtlos. Zum Problem wird die Bankverbindung dann, wenn das Bankinstitut einen bestimmten Geldeingang für die gebührenlose Kontoführung voraussetzt. Der ist mit Hartz IV nicht zwangsläufig realisierbar. Die Kontogebühren belasten dann das ohnehin schon knapp gewordene Budget.

Bei Beschäftigungslosigkeit empfiehlt sich daher die Eröffnung von einem neuen Girokonto, das günstig oder sogar umsonst ist. Im Idealfall ein kostenloses Girokonto ohne Mindestgeldeingang. Ein spezielles Girokonto für Arbeitslose existiert nicht. Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten. Bei einer ordentlicher Bonität kann ein reguläres Girokonto genutzt werden. Hierfür eignen sich Konten ohne Mindesteingang von Geld.

Bundesbürger ohne Job werden in der Regel als Kunden akzeptiert, wobei die Annahmequoten bei Erwerbslosigkeit je nach Anbieter einmal höher oder einmal tiefer liegen. Ebenfalls eignen sich sehr günstige Angebote von Direktbanken – zum Beispiel Angebote, bei denen das Onlinekonto ausschließlich via Smartphone geführt wird.

Tipp: Im Antrag auf Kontoeröffnung wird nach deiner beruflichen Situation gefragt. Schau nach, ob statt „erwerbslos“ auch die Option „Privatier“ besteht. Falls ja, wähle diese aus. Damit ist lediglich gekennzeichnet, dass du kein Gehalt beziehst.

Fruchten diese Bemühungen nicht, weil beispielsweise die Bonitätsprüfung negativ ausgefallen ist, können Erwerbslose immer ein Guthabenkonto eröffnen. Dieses Bürgerkonto oder Jedermannkonto darf keine Bank verweigern – sofern keine Kontoverbindung bei einem weiteren Geldinstitut besteht.

Im Vergleich zu einem regulären Girokonto ist das Bankkonto auf Guthabenbasis teurer – denn hier geht es ganz selten ohne Kontogebühren. Sind jedoch alle anderen Wege zu einem regulären Bankkonto versperrt ist das eine Option, die immer noch günstiger und vor allem unkomplizierter als die Zahlungsanweisung zur Verrechnung ist.

Konto für Arbeitslose bei den Direktbanken – die bessere Wahl?

Kostenlose Kontoführung ohne Wenn und Aber – in diesem Ruf standen lange die Direktbanken. Hier hat sich nach unseren Recherchen in den letzten Monaten einiges getan. Boten viele Direktbanken in der Vergangenheit ein bedingungslos kostenloses Girokonto an – das bedeutet, für die gratis Bankkontoführung ist kein Mindestgehaltseingang erforderlich – hat sich das bei einigen Onlinebanken geändert.

Für die bedingungslos gratis Kontoführung ist häufig ein Eingang von Geld erforderlich. Wir haben die Stichprobe gemacht und sind dabei auf geforderte Summen zwischen 500 und 700 Euro bei den Direktbanken gestoßen. Der muss sich aus Lohn, Gehalt oder Rente zusammensetzen – Leistungen vom Jobcenter zählen dazu nicht zwangsläufig.

In unserer Vergleichsübersicht haben wir diese Filialbanken gelistet, aber auch die Direktbanken, die keinen Mindestgeldbetrag fordern. Denn diese Solitäre gibt es noch. Doch was passiert, wenn der geforderte Geldeingang nicht erreicht wird? In diesem Fall erheben die Direktbanken Grundgebühren. Die sind jedoch im Gegensatz zu den Kosten, die Filialbanken erheben, oft deutlich günstiger.

Oft ist sogar noch eine Prepaid-Kreditkarte bei den Direktbanken dabei. Eine spezielle Bankverbindung für Stellenlose wird zwar nicht angeboten, doch wer Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II bezieht, kann mit einem Girokonto bei einer Direktbank einige Euros im Jahr sparen. Einen persönlichen Service gibt es nicht, doch wer fit im Netz ist, führt sein Bankkonto bequem online oder per App.

Zur Kostenfalle kann der Bargeldbezug werden. Denn Bargeld abheben ist bei einigen Direktbanken mit Kosten verbunden. Zum Beispiel dann, wenn die Anzahl der Gratis-Abhebungen pro Monat überschritten wird. Andere lösen den Bargeldbezug durch die Zusammenarbeit mit Handelspartnern – abgehoben wird dann an der Kasse im Supermarkt. Dann gibt es wieder Direktbanken, die mit Filialbanken zusammenarbeiten. Genutzt werden können dann zum Beispiel die Automaten der Cash Group.

Voraussetzung für die Kontoeröffnung ist – wie bei einem Sichtkonto für Beschäftigte – eine zumindest nicht ganz schlechte Schufa. Doch selbst wenn die nicht stimmt, gibt es noch die Möglichkeit ein Girokonto ohne Schufa zu eröffnen.

Wenn alle Stricke reißen, kann auch bei einer Direktbank ein Basiskonto eröffnet werden. Damit werben die Digital-Banken nicht, müssen laut Gesetz diese Leistung jedoch ebenso anbieten wie eine Filialbank. Schließlich hat jeder, der sich legal in Deutschland aufhält, das Recht auf ein Girokonto.

Ob reguläres Girokonto oder Jedermannkonto – wer eine neue Bankverbindung sucht, sollte auf jeden Fall die Angebote gut vergleichen. Denn bei den Direktbanken gibt es immer noch Sparpotenzial.

Kostenloses Girokonto für Arbeitslose

Wer in der Erwerbslosigkeit steckt, hat trotzdem die Möglichkeit, an ein kostenloses Girokonto zu kommen. Diese Bankverbindungen ohne Grundgebühren werden allerdings immer seltener und werden häufig an eine Bedingung geknüpft, den sogenannten Mindestgeldeingang. Erst dann wird die Führung des Kontos gratis.

Hier kommt es auf die einzelne Direktbank an. Manche wollen einen Gehaltseingang sehen und weigern sich, Leistungen vom Jobcenter anzuerkennen. Einige wenige bieten das Girokonto oder das Basiskonto ohne Bedingungen an.

Hinweis: Kostenlos muss nicht umsonst heißen. Denn gerade bei den Fintechs kann der Bargeldbezug die Haushaltskasse unnötig belasten. Hier ist auf Frei-Abhebungen zu achten!
Tipp: Eine Eigenüberweisung gilt in der Regel nicht als Geld-Eingang. Einige Direktbanken erlauben das jedoch für eine kostenlose Kontoführung. Unseren Erfahrungen nach sind diese Geldinstitute auch kulanter bei erwerbslosen Kunden.

Bestes Girokonto für Arbeitslose

Welches ist das beste Girokonto für Arbeitslose? Diese Frage wurde uns schon öfter gestellt. Leider können wir sie nicht pauschal beantworten, da jeder Verbraucher andere Vorlieben bei der Kontoführung hat.

Ein sehr wichtiges Kriterium ist bei uns der Preis – im Idealfall ist die Führung des Girokontos umsonst und es entstehen keine Kontonebenkosten.

Daneben sind uns die folgenden Punkte wichtig:

  • Kunden erhalten ein voll funktionsfähiges Girokonto
  • es gibt zum Konto eine Girocard, im besten Fall noch eine Kreditkarte zum Aufladen
  • kostenloser Bargeldbezug im Inland ist möglich
  • das Bankkonto kann auch online oder mit der Banking App geführt werden
  • der Anbieter steht in dem Ruf, bei Arbeitssuchenden kulant zu sein
  • eine attraktive Kontoeröffnungsprämie, die jedoch das i-Tüpfelchen ist

Girokonto mit Dispo für Arbeitslose

Ein Arbeitslosenkonto mit Dispokredit ist nichts, was Filialbanken und Direktbanken auf dem Schirm haben. Denn wer ohne Anstellung ist und Arbeitslosengeld bezieht, verfügt nicht in dem Sinne über ein Gehalt und ist daher kein Kandidat für einen Überziehungskredit. Denn den gibt es nur, wenn der Kontoinhaber ein regelmäßiges Einkommen nachweisen kann.

Außerdem gehen die Banken davon aus, dass ein Hartz-IV-Empfänger nicht in der Lage ist, die Zinsen für den Dispo zurückzuzahlen. Das ändert sich natürlich, wenn du wieder in die Festanstellung gehst. Sieht das Kreditinstitut monatlich regelmäßig Gehaltseingänge, wird sie dir schon von selbst den Überziehungskredit wieder anbieten.

Hinweis: Sei vorsichtig, wenn dir im Internet ein Girokonto mit Dispokredit für Hart IV-Empfänger angeboten wird. Der Zinssatz ist oft exorbitant hoch und das Zeitfenster für die Rückzahlungen klein. Bedenke außerdem, dass es dir mit dem Regelsatz schwer fallen wird, die Schulden abzutragen. Wenn Geldinstitute für den Dispositionskredit Wert auf Solvenz des Kunden legen, dient das auch zum Schutz des Verbrauchers.

Girokonto mit Kreditkarte für Arbeitslose

Wenn du ohne Arbeit bist und an ein Konto bei einer Filialbank denkst, muss eine reguläre Kreditkarte ein Wunschtraum bleiben. Denn die wird nur bei entsprechender Bonität ausgestellt. Zu den meisten Kontopaketen zählt nur die Girokarte. Eine Prepaid-Kreditkarte muss extra gegen eine entsprechende Jahresgebühr beantragt werden.

Anders sieht das bei einem reinen Onlinekonto aus, das von einigen Fintechs angeboten wird. Denn das funktioniert grundsätzlich nur mit einer aufladbarer Debitkarte. Da diese Bankkonten ohne Überziehungskredit nur auf Guthabenbasis geführt werden, gehen die Online-Banken kein Risiko ein. Die Kreditkarte für Arbeitslose liegt somit grundsätzlich im Rahmen des Möglichen.

Wenn die Bonität grundsätzlich stimmt, das heißt, die Schufa ist nicht negativ, können Joblose auch eine Debitkarte von einer Direktbank erhalten. Die gehört mit der Girokarte zusammen zum Konto dazu und ist direkt damit verbunden – Ausgaben werden in Echtzeit abgebucht. Die Direktbanken gehen daher kein Risiko ein.

Checkliste: So eröffnest du ein Bankkonto bei Arbeitslosigkeit!

Du brauchst eine neue Bankverbindung, hast aber aktuell keinen Job? Vielleicht haben dir einige Bekannte erzählt, wie schwierig es ist, bei Arbeitslosigkeit ein Girokonto zu eröffnen. Regelmäßiger Gehaltseingang und Bonität allgemein sind sicher ein Thema. Doch ist es trotz allem immer möglich, auch auf Harz IV ein Konto zu eröffnen und zu führen.

Damit du weißt, wie du erfolgreich vorgehst, haben wir dir eine Checkliste zusammengestellt.

  • Analysiere deine finanzielle Situation: Hast du Schulden oder eine schlechte Schufa? Die Abklärung deiner persönlichen Lage hilft dir vorab, keine frustrierenden Erfahrungen zu machen und die passende Bankverbindung zu finden.
  • Anforderungen und Erwartungen abklären: Kläre für dich ab, was du von deinem Bankkonto erwartest. Hier geht es vor allem darum, unnötige Kostenpunkte zu vermeiden. Dazu gehören die Grundgebühren, aber auch die Nebenkosten wie Bargeldabhebungen und Einzahlungen. Bist du auf eine Filiale angewiesen oder kannst du das Konto auch online führen?
  • Budget festlegen: Lege fest, wie viel du maximal für die Kontoführung ausgeben möchtest. Im Idealfall kommt für dich ein kostenloses Girokonto infrage.
  • Vergleichstabelle analysieren: Lese dir aufmerksam unsere Marktübersicht durch. Dort sind transparent alle wichtigen Angebote aufgelistet.
  • Reviews durchlesen: Wenn du ein passendes Angebot gefunden hast, lese die Review durch. Darin findest du wertvolle Informationen über einen eventuellen Mindestgeldeingang und Kontoführungsgebühren.
  • Kontoeröffnung: Halte deinen Personalausweis bereit. Den Kontoeröffnungsantrag kannst du ganz einfach online ausfüllen. Du musst dir eine App für die notwendige Videoidentifikation herunterladen. Der gesamte Prozess dauert in der Regel um die zehn Minuten. Bei erfolgreicher Kontoeröffnung erhältst du sofort per E-Mail IBAN und die Zugangsdaten. Das Konto ist jetzt einsatzbereit. Teile die Bankverbindung der Arge mit.
  • Eventuell Guthabenkonto eröffnen: Falls dir die Eröffnung abgelehnt wird, kannst du von deinem Recht auf ein Guthabenkonto Gebrauch machen.

Arbeitslos und negative Schufa? Ein Konto ist immer noch möglich!

Manchmal kommt alles zusammen: Der Job ist weg und das Konto wurde aufgrund hoher Schulden und Probleme mit der Abzahlung der Raten gekündigt. Wenn die Bonität schlecht ist, kann die Kontoeröffnung nicht nur bei Erwerbslosigkeit zum Problem werden.

Noch schlimmer wird es, wenn noch Schulden dazukommen. Ein reguläres Bankkonto bei einer Filialbank oder der Sparkasse sowie – wir sind ehrlich – bei vielen Direktbanken ist dann nicht mehr realisierbar.

Tipp: Auch die SCHUFA ist nicht fehlerlos. Denn immer wieder kommt es vor, dass du unverschuldet einen schlechten Score hast. Einmal pro Jahr hast du das Recht, kostenlos deine bei der Auskunftei gespeicherten Daten anzufordern. Stimmt etwas nicht, kannst du diese Daten korrigieren lassen. Mache von dieser Möglichkeit Gebrauch. Vor allem dann, wenn du nicht nachvollziehen kannst, warum es Probleme mit der Bonitäs geben soll.

Was tun ohne Beschäftigung und mit negativem SCHUFA-Score? Die erste Möglichkeit ist das sogenannte Basiskonto, das jedem Bürger zusteht. Das kostet an Kontogebühren zwischen 5 und 10 Euro im Monat.

Bekommst du eine Ablehnung, kann das an folgenden Gründen liegen:

  • Du hast schon ein Guthabenkonto bei einer anderen Bank.
  • Du hast bei einem Kreditinstitut Schulden und befindest dich im Zahlungsverzug.
  • Du hast eine Straftat gegen diese Bank oder einen ihrer Mitarbeiter begangen.
  • Du hast bereits ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto).
Gut zu wissen: Verweigert dir das Bankinstitut grundlos das Basiskonto, kannst du dich an den Ombudsmann der Bank wenden oder direkt an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die den Fall überprüfen wird.

Einige Onlinebanken bieten zudem das schufafreie Konto auf Guthabenbasis an. Bei diesen Modellen findet weder eine Abfrage bei der Auskunftei statt noch ist fein Einkommensnachweis notwendig. Allerdings musst du mit Kontoführungsgebühren rechnen – die werden entweder jährlich oder monatlich abgerechnet. Kalkuliere mit Beträgen zwischen 69 Euro und 120 Euro. Kein Schnäppchen, aber dafür gibt es unkompliziert eine Prepaid-Kreditkarte.

Hinweis: Die schufafreien Onlinekonten mit Prepaid-Kreditkarte können beim Bargeldbezug zur Kostenfalle werden. Da diese Internetbanken keine eigenen Geldautomaten betreiben, ist der Bargeldbezug teuer. Durchschnittlich zahlst du 5 Euro. Suche dir daher ein Bankkonto aus, dass dir zumindest eine gewisse Anzahl an Freiabhebungen im Monat bietet oder gewöhne dich an bargeldloses Zahlen.

Was kostet ein Bankkonto für Arbeitslose? Mit diesen Kosten und Gebühren muss gerechnet werden

Wir haben uns einmal angeschaut, was ein Girokonto für Arbeitslose kosten kann und wo das Sparpotenzial liegt.

1. Kontoführungsgebühren

Hier liegt oft der Hase im Pfeffer. Filialbanken verlangen grundsätzlich Kontoführungsgebühren zwischen 1,99 und 10 Euro im Monat oder machen die gratis Kontoführung von einem für Erwerbslose unrealistisch hohen Mindestgeldeingang von 3.000 Euro abhängig.

Auch bei Direktbanken setzt sich der Mindestgeldeingang nach und nach durch. Der ist mit Beträgen zwischen 400 und 700 Euro jedoch deutlich niedriger angesetzt. Wer Grundsicherung plus Miete vom Jobcenter erhält oder den gesamten Betrag für eine Bedarfsgemeinschaft als Überweisung erhält, kann diesen Betrag stemmen und somit von einer gebührenlosen Führung des Girokontos profitieren.

Es geht sogar komplett ohne Grundgebühr ohne Bedingungen – auch bei Stellungslosigkeit. Hier ist allerdings auf die übrigen Kontonebenkosten wie die Zusatzkosten für den Bargeldbezug zu achten. Sonst erweist man sich schnell einen Bärendienst und das Konto kommt am Ende teurer als bei einer regulären Filialbank.

Beim Basiskonto sind die Kontoführungsgebühren ein relativ hoher Kostenpunkt. Das liegt daran, dass die Banken an diesem Bürgerkonto kaum etwas verdienen und sich den Aufwand der Bereitstellung entsprechend bezahlen lassen. Ausnahmen gibt es jedoch auch hier – zum Beispiel mit dem Gratis-Basiskonto der ING.

Tipp: Nicht vorschnell das erstbeste Konto eröffnen, weil eine Bank in dem Ruf steht, auch Kunden ohne Job problemlos zu akzeptieren. Vor der Eröffnung steht immer die detaillierte Übersicht aller Kosten und Leistungen.

2. Überweisungen

Überweisungen im SEPA-Raum sollten für Privatkunden immer kostenlos sein – zumindest im Online-Banking. Von beleghaften Überweisungen bei Filialbanken sollten Kunden Abstand nehmen. Denn die lässt sich die Bank durchschnittlich mit 1,50 Euro bezahlen.

Als Nachweis ist der Beleg nicht mehr zwingend notwendig. Es reicht, die Transaktion im Direkt-Banking abzuspeichern und gegebenenfalls auszudrucken – schließlich bieten Direktbanken keine beleghaften Überweisungen an und es ist problemlos möglich, Beweise für erfolgte Transaktionen als Screenshot oder Ausdruck vorzulegen. Alternativ kann kostenfrei an den SB-Automaten von Filialbanken überwiesen werden.

3. Bargeld abheben

Mit der Girokarte oder einer Prepaid-Kreditkarte kann am Automaten oder bei einem Handelspartner Bargeld abgehoben werden.

Während die Filialbanken eigene ATM für den kostenlosen Bargeldbezug unterhalten oder als Partner wie Cash Group und Cashpool kooperieren und somit Abhebungen bei anderen Geldinstituten ermöglichen, sind Direktbanken auf Alternativen angewiesen. Abgehoben werden kann dann gebührenlos an Automaten der Partnerbanken, Supermarktkassen oder an der Tankstelle. Höchstbeträge pro Tag bei den Handelspartnern sind zu beachten.

Vorsicht ist geboten, wenn bei einem Konto nur ein gewisses Kontingent an kostenlosen Abhebungen pro Monat möglich ist. Denn ist die Anzahl überschritten, kostet jeder Bargeldbezug zusätzlich Gebühren – bis zu 5 Euro. Die lassen sich vermeiden, wenn auf Kartenzahlung ausgewichen wird.

Teuer kann es auch im Ausland werden. Wer in einer Grenzregion wohnt und kurz zu den Nachbarn günstig einkaufen fährt, kann am Bankautomaten teure Überraschungen erleben. Am besten Geldmittel von zu Hause mitnehmen. Wird häufig in ein Nachbarland gefahren, sollte auf ein Konto geachtet werden, das Freiabhebungen im Ausland komplett oder bis zu einer gewünschten Anzahl ermöglicht.

4. Bargeld einzahlen

1,50 bis 3,00 Euro – so viel kann eine Bareinzahlung auf das eigene Konto am Schalter kosten. Um Kosten zu sparen, empfehlen wir Kunden von Filialbanken, Einzahlungsautomaten in der SB-Halle zu nutzen. Das funktioniert gratis.

Direktbanken lösen die Herausforderung der Bareinzahlung entweder durch Kooperationen mit Filialbanken oder Handelspartnern. Bis zu einer bestimmten Anzahl oder Summe im Monat kann dort gratis eingezahlt werden.

Tipp: Um hohe Zusatzkosten zu vermeiden, solltest du Barmittel nicht bei Fremdbanken einzahlen. Um die für dich ebenfalls teure Zahlungsanweisung zur Verrechnung vom Jobcenter zu vermeiden, solltest du dir unbedingt ein Girokonto zulegen!

5. Bargeldlos bezahlen

Nicht jeder möchte immer Barmittel mit sich herumtragen. Daher ist eine funktionierende Girokarte die Grundlage eines Bankkontos. In der Regel gehört die zum Konto dazu – allerdings kann damit bei Erwerbslosigkeit nur das Kontoguthaben genutzt werden. Ein Dispo ist nicht möglich. In Deutschland und in der Eurozone sollten für Kartenzahlungen keine Gebühren entstehen.

Alternativ erhalten Kunden ohne Job bei vornehmlich Fintechs eine Prepaidkreditkarte, mit der physisch, aber auch virtuell bezahlt werden kann. Auch das sollte in der Eurozone gebührenlos möglich sein. Für Karteneinsätze außerhalb der Eurozone ist auf die Höhe der Fremdwährungsgebühren zu achten. Die Können 1,5 %, aber auch bis zu 3 % betragen! Ein erheblicher Unterschied!

Problematisch wird es, wenn die Bank das reguläre Girokonto ablehnt und stattdessen ein Basiskonto eröffnet werden muss. Kunden erhalten dann eine Bankkarte. Die ist nicht für den Giroverkehr zugelassen. Damit kann nur an den eigenen Automaten der Hausbank Geld abgehoben werden. Außerdem können mit der Karte Kontoauszüge gedruckt werden.

Unser Tipp: Prepaid-Kreditkarte nutzen

Die Lösung zur Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr kann dann nur eine Prepaid-Kreditkarte sein. Diese Karten werden von Onlinebanken und Fintechs angeboten. Es handelt sich dabei um eine Debitkarte mit Kontofunktion. Das heißt, Überweisungen können empfangen und gesendet werden. Eine Abfrage bei der Auskunftei findet nicht statt.

Wer nur selten Geldmittel abheben muss und ansonsten mit der Karte bezahlen will, findet in diesen Angeboten eine echte Alternative zum Basiskonto, das übrigens teuer werden kann.

6. Kontonebenkosten

In diese Rubrik fällt alles, was zunächst nicht beachtet wird, aber ganz schön ins Geld gehen kann. Kosten können anfallen für

  • Postversand von Kontoauszügen
  • Telefonbanking
  • Einreichen von Schecks
  • Zinsen für geduldete Kontoüberziehung – wenn kein Dispo eingerichtet ist, lassen sich die meisten Konten bis etwa 50 Euro überziehen
  • Rückgabe von Lastschriften
  • Jahresgebühren Karten für weitere Bevollmächtigte
Tipp: Merze all die Kostenfallen aus – Kontoauszüge kannst du downloaden oder ausdrucken. Statt Telefon-Banking nutzt du Online-Banking. Um Rücklastschriften zu vermeiden, solltest du vor der Abbuchung immer kontrollieren, ob ausreichend Deckung vorhanden ist. Statt Karte für den Partner kann ein Gemeinschaftskonto sinnvoll sein – da bekommt jeder seine eigene Karte.

Jedermann-Konto: Zu teuer für Bürger ohne Job

Wer ohne Anstellung war, hatte es bis 2016 besonders schwer, ein Konto zu eröffnen. Dann wurde der gesetzliche Anspruch auf das Jedermann-Konto eingeführt. Kreditinstitute können finanziell schlecht gestellte Menschen ohne Einkommen, Anstellungslose, Wohnungslose, Geduldete und Asylbewerber seitdem nur dann abweisen, wenn bereits ein Bankkonto vorhanden ist oder eine Straftat gegen das Geldinstitut verübt wurde.

Das Jedermannkonto ist ein Basiskonto und weist folgende Merkmale auf:

  • Das Konto wird auf Guthabenbasis geführt.
  • Kontoüberziehungen sind nicht möglich.
  • Statt Girocard oder Kreditkarte gibt es eine Bankkarte – Barabhebungen sind damit nur an den eigenen ATM der Hausbank möglich.
  • Auf der Kontoverbindung können Überweisungen getätigt und empfangen werden. Auch die Abbuchungen von Lastschriften ist möglich.

Diese doch recht mageren Leistungen lassen sich die Bankhäuser teuer bezahlen. Mindestens 5 Euro im Monat kostet dieses Bürgerkonto durchschnittlich. Eine stolze Summe, wenn man arbeitslos ist.

Tipp: Das Basiskonto sollte eine Notlösung sein, wenn gar nichts anderes mehr geht. Zum Beispiel, wenn die Bonitätsauskunft schlecht ist. Wer die Angebote gut vergleicht, findet mehr Leistung für weniger Geld – auch, wenn man ohne Job ist.

Job verloren – muss ich das der Bank melden?

Wenn du plötzlich von der Stellenlosigkeit betroffen bist, ist das in vielerlei Hinsicht ein harter Schlag. Verständlich, dass du dann nicht noch Ärger mit der Bank brauchst.

So viel vorab: Das Bankhaus wird schnell merken, dass sich deine finanzielle Situation geändert hat. Bei einigen Direktbanken wie der ING besteht deinerseits eine Verpflichtung, Arbeitslosigkeit mitzuteilen. Im schlimmsten Fall wird der Kontoanbieter dir das Girokonto kündigen.

Allerdings kannst du darauf bestehen, dass eine Umwandlung in ein Basiskonto erfolgt, damit du weiterhin am Geldverkehr teilnehmen kannst. Das darf dir nicht verweigert werden, wenn du sonst keine Kontoverbindung besitzt.

Alternativ kannst du es auch „darauf ankommen“ lassen. Im besten Fall wird dir nur der Dispo gestrichen und du kannst dein Bank-Konto weiter nutzen.

War dein kostenloses Gehaltskonto an einen Mindestgeldbetrag gebunden, kann es dir nun passieren, dass Kontogrundgebühren verlangt werden. Was tun? Denn diese Gebühren belasten das Budget. Die Lösung kann dann sein, ein kostenloses Girokonto zu eröffnen bei einem Kontoanbieter, die auch Kunden ohne feste Arbeit akzeptiert.

Wie viel Geld darf ich bei Hartz 4 auf dem Konto haben?

Sogenanntes verwertbares Vermögen wird auf den Bezug von Hartz 4 angerechnet. Eine hohe Summe musst du daher zunächst aufbrauchen, bevor du Arbeitslosengeld beziehen kannst.

Hast du vorher ein Depot geführt, zählt auch das dazu. Eine pauschale Aussage über deinen Kontostand kann dennoch nicht getroffen werden, da hier zahlreiche Freibeträge eine Rolle spielen. Jedes Mitglied innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft hat jedoch das Recht auf einen Mindestfreibetrag von 3.100 Euro, beziehungsweise 150 Euro pro vollendetem Lebensjahr.

Zusammenfassung

Bei einem Girokonto für Arbeitslose kommt es vor allem darauf an, ordentlich Geld zu sparen, aber trotzdem von einem vollwertigen Banking zu profitieren. Daher sollte nach einem kostenlosen Girokonto Ausschau gehalten werden. Falls das nicht möglich ist oder die Angebote nicht zu den eigenen Bedürfnissen passen, sollte ein Girokonto mit günstigen Kontogebühren bevorzugt werden.

Gecheckt werden müssen auch eventuelle Nebenkosten und versteckte Gebühren. Das betrifft Bargeldeinzahlungen, Versand von Kontoauszügen, Nutzung von Telefon Banking oder beleghafte Überweisungen.

Im besten Fall gibt es eine Girokarte zum Konto. Damit ist in der Regel ein flächendeckender Bargeldbezug gewährleistet. Gibt es eine Prepaidkarte zum Konto für Erwerbslose ist darauf zu achten, dass die Anzahl der Freiabhebungen möglichst hoch ist oder Zahlungsmittel beim Handelspartner abgehoben werden kann.

Das Basiskonto als Alternative zum Girokonto für Arbeitslose sollte erst dann in Betracht gezogen werden, wenn alle weiteren Möglichkeiten der Kontoeröffnung versperrt sind, da die Leistungen des Bürgerkontos sich deutlich eingeschränkter präsentieren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Gibt es ein Girokonto für Arbeitslose?

Ein spezielles Girokonto für Arbeitslose gibt es nicht. Wer ohne Anstellung ist, kann entweder ein reguläres Girokonto eröffnen oder ein Basiskonto führen.

Wie eröffne ich ein Konto für Erwerbslose?

Am einfachsten wird das neue Konto für Erwerbslose im Internet eröffnet. Du brauchst Smartphone oder PC sowie den Personalausweis. Natürlich kannst du das Bankkonto auch direkt in der Bank eröffnen, wenn du dich für eine Filialbank entscheidest.

Welche Bank akzeptiert Arbeitslose als Kunden?

Grundsätzlich hat jeder Bürger in Deutschland das Recht auf ein Konto. Ein Basiskonto darfst du immer führen. Vorausgesetzt, du hast kein Guthabenkonto bei einer anderen Bank.

Welche Bank ist die beste bei Hartz 4?

Schwer, eine pauschale Empfehlung abzugeben. Wir und viele unserer Leser haben sehr gute Erfahrungen mit dem Top-Girokonto der norisbank gemacht.

Arbeitslos und schlechte Schufa – wo eröffne ich mein Konto?

Viele Banken lehnen auch ohne Stellenlosigkeit einen Kunden mit schlechter Schufa ab. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, auf das Basiskonto zurückzugreifen. Damit ist die grundlegende Teilnahme am Zahlungsverkehr gesichert. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein schufafreies Konto bei einer Onlinebank zu eröffnen. Für beide Varianten entstehen Zusatzkosten.

Kann ich als Arbeitsloser einen Dispokredit erhalten?

Bei Beschäftigungslosigkeit werden die Kreditinstitute den Dispo nicht gestatten. Die Geldinstitute gehen davon aus, dass du nicht in der Lage bist, Raten und Zinsen zu bedienen.

Wo finde ich als Arbeitsloser eine Kreditkarte?

Bist du erwerbslos, steht dir die Möglichkeit einer Debitkarte zum Aufladen zur Verfügung. Die wird von einigen Direktbanken und Fintechs gratis zum Konto gegeben. Oder du kannst eine Kreditkarte ohne Schufa beantragen.

Wo bekomme ich als Erwerbsloser einen Kredit?

Wer ohne Anstellung ist, wird von den Kreditanstalt keinen Kredit erhalten. Wir empfehlen dir jedoch, nicht auf sogenannte Kredithaie im Netz hereinzufallen. Das kann böse Folgen haben.

Ist das Jedermann-Konto ein Arbeitslosenkonto?

Der Jedermann-Konto ist auch als Basiskonto bekannt. Das Recht auf Bankkontoeröffnung steht jedem zu, der sich legal in Deutschland aufhält. Es kann daher von Arbeitslosen, Wohnsitzlosen und Asylbewerbern eröffnet werden.

Kann die Bank mein Bankkonto wegen Arbeitslosigkeit kündigen?

Es gibt Bankhäuser, die von ihren Kunden Zahlungseingänge in Form von Lohn oder Gehalt fordern. In den meisten Fällen wird dir nur der Dispo aufgekündigt. Es gab jedoch auch Leser, die berichten, dass die Bank ihnen das Konto gekündigt hat.

Welche Erfahrung hast du mit dem Girokonto für Arbeitslose gemacht? Hast du einen Tipp oder willst du Dampf ablassen? Dann schreib uns deinen Beitrag im Kommentarbereich.

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