Geschäftskonto Vergleich – So finden Unternehmen und Selbstständige das beste Business-Konto

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Das Geschäftskonto ist für Unternehmen Pflicht, aber auch für Freiberufler, Selbständige und Kleinunternehmer eine gute Entscheidung, um private und berufliche Ausgaben voneinander zu trennen. Im Geschäftskonto Vergleich listen wir die einzelnen Anbieter auf, deren Angebot wir intensiv untersucht haben. So lässt sich für jeden das passende Firmenkonto finden. Die gute Nachricht: Manchmal ist das Business Konto sogar kostenlos. Im Ratgeberteil erfährst du zudem, was du bei der Eröffnung eines Geschäftskontos unbedingt beachten musst.

Geschäftskonto Vergleich 2020: 15 Firmenkonten im Überblick (03/2020)

Der Businessplan steht und nun steht die Eröffnung eines Geschäftskontos an? Das alte Konto ist zu teuer oder genügt den Ansprüchen nicht mehr? Dann wird es Zeit, nach einem leistungsstarken Firmenkonto Ausschau zu halten. In dieser Liste findest du alle Geschäftskonten im Vergleich und somit die für dich beste Banking-Lösung.

Geschäftskonto Vergleich der Stiftung Warentest 2018/2019

Die Stiftung Warentest hat vor nicht allzu langer Zeit einen Firmenkonto Vergleich durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass von 81 befragten Banken nur 39 überhaupt ein Geschäftsgirokonto anbieten. Auffällig waren die großen Unterschiede in der Gebührenstruktur. Wer im Schwarzwald lebt, bekommt bei der Volksbank Villingen schon für 1,50 Euro monatlich ein Business Konto, während sich die Deutsche Bank ihr Best Konto mit knapp 50 Euro bezahlen lässt. Erfreulich: Neben vielen Direktbanken, die ein Geschäftskonto ohne Kontoführungsgebühren anbieten, kosten die meisten Firmenkonten weniger als 6 Euro monatlich an Kontoführungsgebühren. Dabei besteht bei den Filialbanken durchaus Verhandlungsspielraum. Etliche Kontenmodelle können je nach Bedarf und Nutzungsart angepasst werden.

Große Unterschiede bestehen bei den Kontonebenkosten und dem Zinssatz. Den bei einem Gewerbe-Konto kostet jede Buchung extra. Wer viel überweist, muss daher die Kosten im Blick behalten und nicht nur auf die Kontogebühren schauen. Die Stiftung Warentest rät daher, beim Geschäftsgirokonto einen detaillierten Preisvergleich anzustellen und die einzelnen Modelle mit den eigenen Bedürfnissen und Gewohnheiten genau abzugleichen.

Geschäftskonto eröffnen: Worauf ist bei einem Firmenkonto unbedingt zu achten?

Gerade Jungunternehmern und Freiberuflern ist oft nicht klar, dass ein Geschäftskonto für eine stressfreie Buchführung unerlässlich ist. Spätestens dann, wenn eine Steuerprüfung kommt, sind dann auch private Gelder erst einmal gesperrt. Daher am besten gleich von Beginn an mit einem Firmenkonto starten. Doch worauf musst du eigentlich achten, wenn du aus dem Vergleich ein passendes Geschäftsgirokonto aussuchen möchtest?

1. Kontonutzung

Ein Geschäftskonto wird bei einer Filialbank oder einer Direktbank geführt. Das Online-Geschäftskonto ist meist günstiger, doch nur dann, wenn das Modell grundsätzlich zum Nutzungsverhalten passt. Da die Bargeldeinzahlung bei einer Onlinebank oft nur schwer möglich oder mit hohen Kosten verbunden ist, eignet sich ein solches Business Konto nicht für den Handel oder die Gastronomie, wo täglich Bareinnahmen zur Bank gebracht werden müssen. Wenn du regelmäßig einen Dispo brauchst oder auch einen Unternehmerkredit, kann es von Vorteil sein, den direkten Kontakt zum Kundenberater in der Filiale zu pflegen. Sind das Ziel der Kontonutzung jedoch primär bargeldlose Transaktionen, reicht ein Geschäftskonto ohne Kontoführungsgebühren bei einer Direktbank völlig aus.

2. Kontoführungsgebühren

Warum viel bezahlen, wenn es bei einer Onlinebank auch gratis geht? Die Kontoführungsgebühren bei einem Business-Konto sind ein wichtiger Punkt, aber auch nicht alles. Manchmal lohnt es sich, etwas zu bezahlen, wenn dafür die Kosten für Überweisungen geringer sind oder der Bargeldbezug gratis möglich ist. Einige Direktbanken beschränken ihr Gratis-Geschäftskonto zudem auf ausgewählte Berufsgruppen. So können Freiberufler ein gewerbliches Konto eröffnen, aber nicht juristische Personen. Wenn im Vergleich alle Kosten aufsummiert sind, zeigt sich am Ende so manch kostenloses Business Konto als ganz schön teuer. Da hilft nur, genau hinzuschauen.

3. Kredite

Jeder Unternehmer muss ab und zu Engpässe überbrücken oder mit Geldern in Vorleistung treten. Ein gutes Geschäftskonto braucht daher einen Kontokorrentkredit, denn mit diesem Überziehungsrahmen lassen sich Lücken kurzfristig schließen. In der Regel wird so ein Dispo automatisch nach den ersten Zahlungseingängen gewährt. Selbständige mit stark schwankenden Einnahmen müssen hier eventuell mit der Bank verhandeln. Soll der Überziehungskredit häufig in Anspruch genommen werden, müssen vorab die Zinsen der Banken miteinander verglichen werden. Unternehmer, die regelmäßig Investitionskredite brauchen, müssen sich ebenfalls eine Bank mit einem derartigen Leistungsportfolio suchen.

4. Beratung

Vor allem Existenzgründer sind auf eine gute Beratung seitens der Bank angewiesen. Gerade dann, wenn das Unternehmen finanziert sein will. Hier kann es sinnvoll sein, auf eine Filialbank mit entsprechend breitem Beratungsspektrum zu setzen. Unbedingt sollte nach einem Geldinstitut Ausschau gehalten werden, dass in der entsprechenden Branche über Erfahrung verfügt. Ganz uneigennützig sind die Banken dabei nicht, häufig wird versucht, gleich Versicherungen und andere Leistungspakete zu verkaufen. Du solltest dir daher nichts aufschwatzen lassen und klar bei deinem Vorhaben bleiben. Wenn du genau weißt, wie der Hase läuft und du alles digital abwickeln kannst und willst, spricht nichts gegen die Direktbank.

5. Bargeldversorgung

Zum Geschäftskonto gehören Girokarte und Kreditkarte. Es muss daher möglich sein, an einer ATM Geld abzuheben ohne große Mehrkosten. Das kann bei einigen Direktbanken zur Kostenfalle werden. Wichtig sind ebenfalls die Kosten für den Bargeldbezug in und außerhalb der Eurozone. Daher unbedingt vor der Kontoeröffnung die Gebühren sowie eventuelle Fremdwährungsgebühren checken!

6. Kontoeröffnung Prämie

Einige Banken lassen sich Geschäftskunden etwas kosten. Daher winken bei der Eröffnung häufig Boni von bis zu 250 Euro. Auch wenn das verlockend ist, sollte eine Prämie nie der einzige Grund für ein Geschäftskonto bei einer Bank sein Wichtige sind insgesamt geringe Kontonebenkosten, eine günstige oder gratis Kreditkarte und ein guter Dispozins.

Wie läuft die Kontoeröffnung bei einem Geschäftskonto ab?

Ist im Girokonto Vergleich das beste Geschäftskonto gefunden, ist der Rest dank der Technik schnell erledigt. Wer sich entscheidet, das Konto in einer Filiale zu eröffnen, nimmt sich einfach einen Termin bei einem Bankberater. Immer beliebter wird jedoch die Kontoeröffnung im Internet. Mit dieser Anleitung klappt es:

  • Schritt 1: Aus der Tabelle das passende Geschäftskonto auswählen.
  • Schritt 2: Die Internetpräsenz der Bank aufrufen und dort das Formular ausfüllen.
  • Schritt 3: Das Formular ausfüllen. Tipp: Vorab die Papiere mit allen Daten parat legen.
  • Schritt 4: Das System der Bank zeigt automatisch an, welche Dokumente hochgeladen werden müssen.
  • Schritt 5: Identifikation per Videoident-Verfahren oder mit dem Postident-Coupon in einer Postfiliale.
  • Schritt 6: Erhalt der Kontodaten per E-Mail, die meisten Konten können jetzt schon genutzt werden.
  • Schritt 7: Zugang von Giro- und Kreditkarten wenige Tage nach der Kontoeröffnung per Post.

Welche Unterlagen werden für die Kontoeröffnung benötigt?

Natürlich ist es ein Unterschied, ob ein Freelancer oder eine GmbH ein Konto eröffnet. Die einzelnen Banken verraten dir, welche Dokumente entweder schon während der Kontoeröffnung oder danach in einem gewissen Zeitraum zur Verfügung gestellt werden müssen. In der Regel sind das:

  • Personalausweis
  • Steuernummer
  • Gewerbeanmeldung
  • Handelsregisterauszug
  • Daten von weiteren Zugriffsberechtigten
  • Eventuell letzte Jahresbilanz oder alte Kontoauszüge
  • Bei Gründern eventuell vorherige Verdienstbescheinigung

Übrigens: Ein Girokonto ohne Schufa ist nur ganz selten zu finden. Das gilt für Privat-und Geschäftskunden. Bei der Kontoeröffnung stimmst du daher automatisch zu, dass deine Daten bei der Auskunftei angefragt werden.

Tipp: Damit bei der Kontoeröffnung keine umständlichen Suchaktionen stattfinden müssen, scannst du am besten im Vorfeld alle relevanten Unterlagen ein. So hast du alles zum Upload gleich griffbereit.

Ist ein Geschäftskonto Pflicht?

Der Gesetzgeber schreibt nur vor, dass Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG, eG, KG, oder AG ein Geschäftskonto führen müssen. DIese Firmen gelten als juristische Personen und haben somit eine eigene Rechtsverantwortung und Geschäftsfähigkeit. Eingetragene Unternehmen dürfen ihre finanziellen Transaktionen daher nicht über ein Privatkonto abwickeln, sondern brauchen ein Geschäftsgirokonto auf den Namen der Firma.

Ganz so eindeutig ist die Lage bei allen anderen, für die ein Business Konto infrage kommt, nicht:

  • Selbständige: Selbständige haben keine Pflicht, ein Geschäftskonto zu führen. Buchungen können auch über ein Privatkonto erfolgen.
  • Freiberufler: Auch hier besteht keine Verpflichtung, ein Geschäftskonto zu eröffnen.[/li]
  • Kleinunternehmer: Auch Kleinunternehmer fallen in dieselbe Kategorie wie Selbständige und Freiberufler. Ein Geschäftskonto kann geführt werden, ist jedoch nicht verbindlich.

Das Geschäftskonto und die Banken

Einige Banken schließen die Verwendung von privaten Girokonten für geschäftliche Zwecke in ihren AGB aus. Wer trotzdem lustig weiter macht, kann eine Kontokündigung seitens der Bank riskieren. Daher ist es immer besser, wenn auch Selbständige, Freiberufler und Kleinunternehmer ein eigenes Business Konto führen.

Das Geschäftskonto und das Finanzamt

Handelt es sich um eine Firma als eine juristische Person, ist das Geschäftskonto vorgeschrieben. Ansonsten mischt sich das Finanzamt nicht ein. Gegenüber dem Finanzamt hat die saubere Trennungen von beruflichen und privaten Ausgaben nur Vorteile. Denn die Nachweispflicht vereinfacht sich durch die klare Zuordnung der steuerlich relevanten Buchungsposten. Denn so kann der Fiskus erkennen, welche Buchungen korrekt und somit nachvollziehbar sind.

Unterschied Geschäftskonto vs. Privatkonto

Grundsätzlich gibt es keinen großen Unterschied zwischen einem privaten und einem geschäftlichen Girokonto. Beide sind mit Girokarte und auf Wunsch Kreditkarte ausgestattet, haben einen Zugang zum Onlinebanking und verfügen bei ausreichender Bonität über einen Dispokredit. Auch die Giro-Leistungsmerkmale des täglichen Geldverkehrs sind identisch. Mehrere Kontoinhaber wie bei einem Gemeinschaftskonto sind auch bei einem Unternehmerkonto möglich. Außerdem sehen Dritte anhand der IBAN nicht, ob es sich um ein privates oder geschäftliches Konto handelt. Mit Ausnahme einer juristischen Person, wenn es sich um ein im Handelsregister eingetragenes Unternehmen handelt und der Kontoinhaber die Firma selbst ist.

Kann ich mein Privatkonto als Geschäftskonto nutzen?

Hier lautet die Antwort: Als Selbständiger, Freiberufler oder Kleinunternehmer grundsätzlich schon, so lange die Bank mitspielt. Denn die definieren in ihren AGB ziemlich genau den Unterschied zwischen Privat-und Geschäftskunde. Übrigens gibt es auch Banken, vor allem im Bereich des kostenlosen Girokonto, die keine Freiberufler und Selbständige als Kunden für ein privates Konto annehmen. Über die Gründe kann nur spekuliert werden, doch kommt es eben in der Praxis immer noch häufig vor, dass geschäftliche Einnahmen über das private Konto abgewickelt werden. Das kann jahrelang gutgehen, muss es aber nicht.

Tipp: Schon aus organisatorischen Gründen lohnt es sich, private und geschäftliche Transaktionen sauber voneinander zu trennen. Wenn ein kostenloses Geschäftskonto bei einer Direktbank eröffnet wird, entstehen kaum Mehrkosten und definitiv weniger Stress.

Kann ich mein Geschäftskonto als Privatkonto nutzen?

Den Friseurbesuch oder die neue Jacke mal eben mit der Kreditkarte vom Geschäftskonto bezahlen? Da spricht nichts dagegen, nur wird es schwierig, die Ausgaben danach für das Finanzamt sauber zu trennen. Auch Finanzexperten raten immer wieder dazu, diese Bereiche stets voneinander zu trennen, da sonst Chaos vorprogrammiert ist.

Tipp: Gerade bei einem Privatkonto ist es wichtig, dass ein flächendeckender und kostenloser Bargeldbezug gewährt ist. Statt einfach zur nächsten Sparkasse zu gehen, kann sich ein Girokonto Vergleich wie beim Geschäftskonto auch bezahlt machen.

Günstiges Geschäftskonto gleich bestes Girokonto?

Bei einem Geschäftskonto sollte nicht nur auf die Kontoführungsgebühren geschaut werden. Gerade ein gratis Konto kann am Ende teurer sein als ein Konto bei einer Filialbank, für das eine monatliche Pauschale berechnet wird. Denn unter dem Strich entscheidend sind immer die jährlichen Gesamtkosten des Geldverkehrs! Besonders ins Geld gehen hohe Buchungskosten für beleghafte und beleglose Überweisungen, Geldabhebungen mit Karten Fremdwährungsgebühren und der Zinssatz für den Dispokredit. So kann das vermeintlich kostenlose Konto am Ende zu einem teuren Vergnügen werden. Vorab sollten immer sämtliche Kosten mit den eigenen Banking-Gewohnheiten gegengerechnet werden.

Kostenloses Geschäftskonto: Ist wirklich alles kostenlos?

Vermehrt bieten Direktbanken ein kostenloses Geschäftskonto an. Das bedeutet in der Regel, dass die Kontoführungsgebühren entfallen und gratis Giro-und Kreditkarte ausgehändigt werden. Trotzdem ist das Business Konto nicht umsonst, denn für Transaktionen wie Überweisungen, Bargeldaus und -einzahlungen entstehen durchaus zusätzliche Kosten.

Tipp: Wenn du dir ein Geschäftskonto ohne Kontoführungsgebühren zulegen willst, solltest du dir aus dem Vergleich mehrere Anbieter auswählen. Vergleiche gut die Kontonebenkosten. Selbst bei einem geringen Geldverkehr kannst du dadurch mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Für wen ist ein Online-Geschäftskonto geeignet?

Das digitale Geschäftskonto steht in dem Ruf, praktisch und günstig zu sein. Doch wann solltest du die Wahl für eine Onlinebank treffen?

  • Geldgeschäfte werden autark per Internetbanking erledigt
  • Auf eingehende Kundenberatung in der Filiale kann verzichtet werden
  • Basisfeatures reichen aus
  • Vom Konto wird eher selten Bargeld abgehoben
  • Bareinzahlungen sind nicht notwendig
Tipp: Das Onlinekonto eignet sich für dich, wenn du wenig bis keinen Bargeldverkehr hast und du deine Transaktionen in der Regel vollständig vom PC oder Smartphone aus erledigen kannst. Musst du hingegen regelmäßig Bareinnahmen zur Bank bringen, ist eine Filialbank besser geeignet.

Geschäftskonto online eröffnen: Wie läuft die Kontoeröffnung online ab?

Ein Firmenkonto kann schnell online eröffnet werden. Auf der Homepage der Bank findet sich das Antragsformular. Nach Eintrag aller Daten führt dich das System zur Online-Legitimation, bei der du deinen Personalausweis brauchst und dich damit bei einem Mitarbeiter in einem Videocall identifizierst. Alternativ existiert noch das Postident-Verfahren. Hierzu druckst du einen Coupon aus und weist dich in einer Postfiliale aus, die das Dokument anschließend an die Bank schickt. Auf diesem Weg dauert die Kontoeröffnung länger. Deine Zugangsdaten erhältst du per E-Mail, Karten wenige Tage nach der Legitimation per Post.

Hinweis: Alternativ kannst du dich mit einem Reisepass legitimieren. In diesem Fall musst du jedoch eine aktuelle Meldebestätigung zur Hand haben, da die Bank einen Adressnachweis benötigt.

Beste Bank für Geschäftskunden: Was muss geboten werden?

So viel vorab, die beste Bank für Geschäftskunden gibt es nicht. Denn die Auswahl der richtigen Bank richtet sich nach den Ansprüchen. Hier kommt es darauf an, ob mit dem Business Konto kräftig gespart werden soll oder ein Maximum an Komfort gewünscht wird. Für jeden Anspruch gibt es die passende Bank. Minimalisten werden bei den Direktbanken häufig ohne Kontoführungsgebühren fündig, manch Geschäftskonto-Bank bietet sogar an, das Konto ausschließlich vom Smartphone aus zu führen. Eine klassische Geschäftsbank wie zum Beispiel die Deutsche Bank zeichnet sich hingegen durch ein umfangreiches Produktportfolio und ausführliche Kundenbetreuung aus.

Welches Businesskonto passt für ein Startup?

Startups haben manchmal Schwierigkeiten, bei einer etablierten Bank ein Geschäftskonto zu eröffnen. Zum Glück ist der Markt ordentlich in Bewegung geraten und es gibt sogar Fintechs, die sich aus der Szene heraus gegründet haben und genau die Ansprüche junger Gründer bedienen. Typisches Beispiel: Kontist. Aber auch Penta oder die Fidor Bank sind zur Startup Bank avanciert. Um das richtige Konto zu finden, helfen Gründern die folgenden Fragen:

  • Wie hoch sind die monatlichen Kontogebühren?
  • Was kosten Buchungen?
  • Welche Sonderkosten entstehen für Abhebungen und Einzahlungen?
  • Gibt es Giro-oder Kreditkarte oder sogar beides?
  • Wird ein Dispo geboten und wenn ja, zu welchen Konditionen?

Geschäftskonto eröffnen für…

Nicht jede Bank akzeptiert alle Arten von Geschäftskunden. Manche Konten sind nur für Unternehmen verfügbar, andere Banken akzeptieren nur Freiberufler.

… Unternehmen

Unternehmen stellen eine juristische Person dar. Das heisst, das Konto läuft auf die Firma, aber nicht den Inhaber.

  • UG: Die UG ist bei Startups beliebt und wird als kleine GmbH bezeichnet. Neben den Daten des Firmeninhabers wird der Handelsregisterauszug und die Gewerbeanmeldung benötigt. Unterlagen können je nach Bank bis zu 90 Tagen nach der Kontoeröffnung nachgereicht werden.
  • GbR: Um ein GbR-Konto zu eröffnen, müssen die beiden Gesellschafter anwesend sein. Wichtig: die GbR stellt keine juristische Person dar! Für die Kontoeröffnung muss der Gesellschaftsvertrag vorgelegt werden.
  • GmbH: Ein GmbH-Konto eröffnen ist eine relativ komplexe Angelegenheit. Für die Kontoeröffnung sind die Ausweise aller Gesellschafter, den Gesellschaftsvertrag, die Vertretungsberechtigung für den Geschäftsführer sowie eventuell weitere Vollmachten. Manche Banken eröffnen ein GmbH-Konto nicht online.

… Unternehmer

In diese Kategorie fallen alle natürlichen Personen, die ein Geschäftskonto benötigen.

  • Selbstständige: Selbständige mit oder ohne Handelsregistereintrag können schnell und problemlos ein Onlinekonto eröffnen. Die Gewerbeanmeldung sowie oft eine exemplarische Rechnung müssen häufig vorgelegt werden.
  • Freiberufler: Freiberufler weisen ihre Tätigkeit meist durch Vorlage von Rechnungen nach, auch ein Link zur Homepage wird oft akzeptiert.
  • Kleinunternehmer / Kleingewerbe: Ein spezielles Gewerbekonto existiert nicht, es reicht ein reguläres Geschäftskonto aus. Unter Umständen muss der Gewerbeschein vorgelegt werden.

Direktbank-Geschäftskonto vs. Filialbank-Geschäftskonto

Du bist unsicher, ob du dein Firmenkonto bei einer Filial-oder Direktbank führen sollst? Unser Überblick hilft dir weiter!

Konto bei einer Direktbank

Das Konto bei einer Direktbank eignet sich für alle, die ihr Internetkonto selbständig mit Smartphone, Tablet oder am PC führen. Wichtig bei einem Online-Konto ist, dass der Bargeldbezug und die Einzahlung oft mit hohen Kosten verbunden sind.

Vorteile:

  • Günstig bis kostenlos
  • Oft gratis Firmenkreditkarte
  • Schnelle und unkomplizierte Kontoeröffnung
  • Geringe Ablehnungsquoten

Nachteile:

  • Erweiterte Features nur in den kostenpflichtigen Premium-Modellen
  • Nicht geeignet bei regelmäßigen Ein-und Auszahlungen
  • Weniger Kundenservice
  • Versteckte Konto-Nebenkosten

Konto bei einer Filialbank

Filialbanken eignen sich für Unternehmer aller Art, aber auch Selbständige. Einige haben spezielle Angebote für Gründer im Programm. Nah, aber immer gut? Hier sind die Vor-und Nachteile, wenn du über ein Geschäftskonto bei einer Filialbank nachdenkst.

Vorteile:

  • Dichtes Filialnetz
  • Beratung vor Ort
  • Umfangreiche Finanzprodukte
  • Gute Möglichkeiten für Ein-und Auszahlungen

Nachteile:

  • In der Regel kein kostenloses Geschäftskonto
  • Manche Filialbanken lehnen Gründer, Freelancer oder bestimmte Unternehmensformen ab
Tipp: Wenn die Kontoeröffnung bei einer Filialbank nicht klappt, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Bei der nächsten Bank kann das schon wieder anders aussehen. Gut, dass als Alternative immer die Direktbank eine Option darstellt.

Bestes Geschäftskonto: Wie finde ich das Beste Firmenkonto für mich?

Die folgende Checkliste hilft, das beste Geschäftskonto zu finden:

  • 1. Ansprüche an ein Konto und Budget definieren.
  • 2. Entscheidung zwischen Filial-und Direktbank treffen.
  • 3. Angebote vergleichen.
  • 4. Kontonebenkosten recherchieren.

Geschäftskonto Kosten: Welche Gebühren fallen bei einem Business Konto an?

Was kostet ein Geschäftskonto? Die Spannweite der Gebühren ist groß. Im Blick behalten werden müssen auch die Kontonebenkosten.

  • Kontoführungsgebühren: Hierbei handelt es sich um eine monatliche Verwaltungspauschale, die bei Direktbanken oft entfällt, aber auch bis zu 50 Euro betragen kann.
  • Kosten für beleglose Buchungen: Überweisungen, Lastschriften, Dauerauftrag – via Internet durchgeführte Buchungen werden zwischen 0 und 0,35 Euro berechnet.
  • Kosten für beleghafte Buchungen: Ist ein Beleg notwendig, entstehen Kosten zwischen 0 und 10 Euro pro Vorgang.
  • Gebühren für Bargeldabhebungen: Am Automaten oder Schalter werden zwischen 0 und 5 Euro berechnet.
  • Gebühren für Bargeldeinzahlungen: Zwischen 0 und 15 Euro kann die Einzahlung kosten.
  • Gebühren für die Kreditkarten: Bei Direktbanken ist die Firmenkreditkarte häufig gratis, ansonsten richtet sich die Kostenstruktur nach dem Kartentyp – möglich sind bis zu 80 Euro im Jahr.
  • Gebühren für die Girocard: Häufig ist die Girocard gratis, manche Banken lassen sich die Karte oder Zusatzkarten mit bis zu 10 Euro im Jahr bezahlen.
  • Daueraufträge: 0 bis 0,35 Euro sind zu kalkulieren.
  • Schecks: Wer häufig Schecks einreicht, muss nach einem günstigen Anbieter schauen. Mit etwa 5 Euro Gebühren muss gerechnet werden.
Tipp: Viele Banken bieten mehrere Kontomodelle an. Nicht einfach das günstigste wählen, sondern nach Aufstellung aller Kosten eine Entscheidung treffen!

Tipp: Geschäftskonto-Kosten bei deiner Steuererklärung absetzen!

Der Geldverkehr kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Geld gehen. Kontoführungsgebühren können in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden. Das gilt auch für die anderen Bankgebühren wie Karten, Buchungskosten oder Zahlungen in Fremdwährung.

Geschäftsgirokonto einrichten: So richtest du dein Businesskonto ein!

Bei der Kontoauswahl kann es sinnvoll sein, nach einem Business Konto Ausschau zu halten, das die Anlage von Unterkonten ermöglicht. So können Steuerrücklagen gebildet werden.

Tipp: Willst du Rücklagen für dich arbeiten lassen, kombiniere das Firmenkonto mit einem Tagesgeldkonto, da das Guthaben dort verzinst wird.

Kann ich ein Firmenkonto im Ausland eröffnen?

Aus dem Ausland heraus lässt sich ein Konto in Deutschland online eröffnen. Die meisten Banken wollen jedoch dafür einen deutschen Wohn-oder Firmensitz sehen. Ob du bei einer ausländischen Bank ein Geschäftskonto eröffnen kannst, richtet sich nach den dortigen Gesetzen. In der Regel ist dafür eine Niederlassung deiner Firma im jeweiligen Land notwendig.

Geschäftskonto wechseln: Wie läuft der Kontowechsel ab?

Ein Kontoumzug bringt etwas Aufwand mit sich, schließlich müssen sämtliche Zahlungspartner informiert und Zahlungen umgeleitet werden. Am besten nimmst du dir hierfür die Auszüge der letzten zwölf Monate vor. Besitzt du bereits ein Firmenkonto, das du kündigen willst, musst du gegebenenfalls Fristen einhalten. Es empfiehlt sich, das alte Konto mindestens noch sechs Monate bestehen zu lassen, um teure Irrläufer zu vermeiden. Tipp: Viele Banken bieten einen kostenlosen Kontowechselservice an – den solltest du nutzen, wenn du dir Arbeit ersparen willst.

Geschäftskonto Test: Worauf ist bei einem geschäftlichen Konto unbedingt zu achten?

Um dir Mehraufwand und Ärger zu ersparen, solltest du dich vorab informieren, ob die von dir ausgewählte Bank dich als Freiberufler, Selbständiger oder auch deine Unternehmensform akzeptiert. Vor der Kontoeröffnung solltest du alle Kosten im Blick haben und genau prüfen, ob das Konto deinen Ansprüchen gerecht wird. Unser Test und Vergleich hilft dabei.

Tipp für Selbstständige & Unternehmer: 6-Konten-Modell

Bei diesem immer beliebter werdenden Modell führst du ein Hauptkonto, von dem deine Betriebsausgaben bestritten werden. Hinzu kommen weitere Konten für

  • Private Lebenshaltungskosten
  • Taschengeldkonto für private Ausgaben
  • Konto für Rücklagen
  • Konto für Fort-und Weiterbildungen
  • Konto für Spenden

Wie das 6-Konten-Modell genau funktioniert, haben wir hier erklärt (Link)

Was tun, wenn ich eine schlechte Bonität habe?

Bei schlechter Schufa kann die Bank die Kontoeröffnung verweigern. Ein Geschäftskonto ohne Schufa stellt eher die Ausnahme als die Regel dar. In unserem Test haben wir diese Angebote vorgestellt. Wenn alle Stricke reißen, bietet sich zudem ein Prepaid-Kreditkartenkonto an, das du auch als Business Konto nutzen kannst.

Hinweis: Auch die Schufa ist nicht unfehlbar. Nutze die Möglichkeit, einmal jährlich kostenlos deine Daten bei der Auskunftei anzufordern!

Geschäftskonto kündigen: So läuft die Kündigung deines Business-Kontos ab!

Du willst dein altes Konto kündigen? So gehst du vor:

  • Schritt 1: Aus dem Test und Vergleich ein passendes Kontomodell heraussuchen und neues Konto eröffnen.
  • Schritt 2: Das alte Konto schriftlich zu deinem Wunschtermin kündigen. Dispo unbedingt ausgleichen.
  • Schritt 3: Zahlungspartner informieren und Daueraufträge umleiten.
Tipp: Kontowechselservice der neuen Bank nutzen! Damit ersparst du dir viel Mühe!

FAQs

1. Was ist ein Geschäftskonto?

Ein Girokonto, das von Unternehmen und Selbständigen für den geschäftlichen Zahlungsverkehr genutzt wird.

2. Warum braucht man ein Geschäftsgirokonto?

Zur leichteren Buchführung, da sich private und geschäftliche Ausgaben so trennen lassen.

3. Wann braucht man ein Firmenkonto?

Definitiv, wenn es sich um ein Unternehmen als juristische Person handelt. Freiberufler und Selbständige können, aber müssen kein Business Konto haben.

4. Bei welcher Bank ein geschäftliches Konto eröffnen?

Hier kommt eine Filialbank oder eine Direktbank infrage.

5. Ist ein Online-Geschäftskonto für mich geeignet?

Das Internetkonto eignet sich besonders dann, wenn sich der Bargeldverkehr im überschaubaren Rahmen bewegt.

6. Was ist der Unterschied zwischen Privat- und Geschäftskonto?

Die Funktionsweise ist identisch. Nur der Zweck unterscheidet sich.

7. Für wen ist ein geschäftliches Konto Pflicht?

Für juristische Personen wie GmbH, UG und andere Unternehmensarten.

8. Was kostet ein Geschäfts-Girokonto?

Zwischen 0 und 50 Euro monatlich, plus eventuell weitere Kontonebenkosten.

9. Was braucht man um ein geschäftliches Bankkonto zu eröffnen?

Neben dem Personalausweis richten sich die Dokumente nach der jeweiligen Unternehmensform.

10. Welche Bank hat das beste Geschäftskonto?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Unser Test und Vergleich listet die jeweils besten Anbieter.

11. Sind mehrere Unterkonten erlaubt?

Viele Banken bieten die Option, Unterkonten anzulegen.

12. Kann ich Kosten und Gebühren absetzen?

Die Kosten sind als Betriebsausgaben komplett steuerlich absetzbar.

13. Wird bei einem Geschäftsgirokonto ein Dispo gewährt?

Bei entsprechender Bonität ja, wenn es die Bank anbietet.

14. Kann ich mein Business-Girokonto auch auf Guthabenbasis führen?

Das ist bei etlichen Banken möglich, vor allem bei Direktbanken.

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