Geld einzahlen auf das eigene Girokonto: das gibt es zu beachten!

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Beim Geld einzahlen auf das eigene Konto machen sich viele Gedanken darüber, ob bei diesem Vorgang Kosten auf sie zukommen.

Wichtig zu wissen ist, dass die eingezahlte Summe bei Überschreiten des Höchstbetrages dem Finanzamt gemeldet wird. Bei einem kleinen Betrag ist Bargeld einzahlen ohne Nachweis problemlos möglich.

Wenn jedoch regelmäßig eine Bareinzahlung hoher Geldsummen erfolgt, könnte das ein Verstoß gegen das Geldwäschegesetz sein.

Wir haben uns die einzelnen Wege für die Bargeldeinzahlung angeschaut und erklären dir, wie die Einzahlung bei der Filial- und Direktbank auf das eigene Bankkonto funktioniert. Zudem erfährst du, was du beachten solltest, damit wenige bis keine Kosten entstehen.

Bargeld einzahlen: Das Wichtigste in Kürze

  • Ab einer Einzahlung von 10.000 Euro musst du einen Herkunftsnachweis erbringen und ein Ausweisdokument zwecks Identitätsfeststellung vorlegen. Die Nachweispflicht soll eine Geldwäsche und Steuerhinterziehung verhindern.
  • Du musst auch dann Belege vorweisen, wenn du bei Einzahlungen mehrerer Teilbeträge innerhalb von kurzer Zeit die 10.000 Euro überschreitest.
  • Banken melden Bareinzahlungen ab 10.000 Euro automatisch dem Finanzamt.
  • Alle Summen, die darunter liegen, dürfen ohne Nachweis auf das eigene Girokonto eingezahlt werden.
  • Wenn du bei einer anderen Bank Geld einzahlst, musst du bereits ab 2.500 Euro einen Nachweis erbringen.
  • Bei einer Bargeldeinzahlung können Gebühren anfallen. Diese sind von der jeweiligen Bank abhängig. Wenn du öfter Bargeld einzahlst, kann es sich lohnen, das Girokonto zu wechseln.
  • Für Bareinzahlungen auf Geschäftskonten gibt es keine Nachweispflicht.

Inhaltsverzeichnis: Geld einzahlen auf das eigene Girokonto

Geld einzahlen auf das eigene Girokonto: Die Grundlagen

Bargeld einzahlen Höchstbetrag: Wie viel Bargeld darf man einzahlen?

Jede Bank legt das Limit für die Bargeldeinzahlung selbst fest. Bei einigen ist die Grenze bei 1.000 Euro, bei anderen ist die Summe unbegrenzt. Auf jeden Fall eingehalten wird die Nachweispflicht und Meldung an das Finanzamt ab 10.000 Euro.

Wie viel Geld kann man ohne Nachweis einzahlen?

Der Herkunftsnachweis ist bei Einzahlungen auf das eigene Girokonto wichtig, um eine Geldwäsche und mögliche Steuerhinterziehung zu vermeiden.

Ab 10.000 Euro wird der Herkunftsnachweis verlangt und es folgt eine Meldung an das Finanzamt. Manche Banken sind strenger und forschen schon ab einer geringeren Summe nach. Aber 10.000 Euro ist die Summe, die der Gesetzgeber vorgibt.

Wie lange dauert die Bargeldeinzahlung aufs eigene Konto?

Wird Bargeld auf das eigene Konto am Schalter eingezahlt, muss die Gutschrift auf das Girokonto laut Urteil des Bundesverfassungsgerichtes noch am selben Tag erfolgen.

Schneller geht es am Einzahlungsautomaten. Das Geld ist binnen weniger Minuten auf dem Konto. Bei wenigen Banken kann es sich allerdings auf bis zu einem Bankarbeitstag hinziehen.

Wer Bargeld von einer fremden Bank auf das eigene Konto einzahlt, muss mit 3 bis 5 Werktagen rechnen.

Wie kann ich Münzen / Kleingeld auf mein Konto einzahlen?

Kleinvieh macht auch Mist – daher könnte es von Zeit zu Zeit sinnvoll sein, das gesammelte Kleingeld auf dem Girokonto einzuzahlen.

Einige Banken bieten an den Einzahlungsautomaten die Möglichkeit an, Scheine und/oder Münzen einzuzahlen. Das ist vor allem für Studenten praktisch, die ein Studentenkonto besitzen und das Trinkgeld vom Nebenjob im Restaurant regelmäßig einzahlen.

Auch Kinder können Bargeld wie beispielsweise das Geburtstagsgeld von den Großeltern auf ihr Kinderkonto einzahlen.

Allerdings ist das Einzahlen von Münzen nicht bei allen Banken kostenlos. Manche verlangen bei Erreichen einer bestimmten Anzahl an Münzen eine Gebühr.

Wichtig: Kleingeld auf das Konto einzuzahlen lohnt sich in der Regel aufgrund der Gebühren nur, wenn eine beachtliche Summe zusammen gekommen ist. Kleinere Beträge werden am besten beim Bäcker oder Kiosk in Umlauf gebracht.

Bareinzahlung und Geldwäschegesetz: Das gibt es zu wissen

Das Geldwäschegesetz (GwG) trat am 30. November 1993 in Kraft. Um Machenschaften mit Schwarzgeld am Finanzamt vorbei einzudämmen, wurde ab einer bestimmten Summe, die auf ein Girokonto eingezahlt wird, eine Meldepflicht beim Finanzamt eingeführt.

Wer Bargeld einzahlen will, muss sich bewusst sein, dass ab der Grenze von 10.000 Euro die Banken automatisch eine Meldung beim Finanzamt vornehmen. Alle Summen, die darunter liegen, dürfen ohne Nachweis auf das eigene Girokonto eingezahlt werden. Es sei denn, es wird nicht bei der Hausbank eingezahlt. Hier ist schon ab 2.500 Euro der Nachweis erforderlich.

Oftmals werden die Kreditinstitute auch hellhörig, wenn kleinere, regelmäßige Bareinzahlungen auf dem Konto eingehen, die innerhalb von kurzer Zeit die Grenze von 10.000 Euro überschreiten.

Der Fachausdruck hierfür lautet „Smurfing“. Denn das könnte einen Hinweis auf Geldwäsche bzw. Geldwäscheverdacht oder Steuerhinterziehung geben. Es wird zwecks Identitätsfeststellung ein Ausweisdokument verlangt und nach der Herkunft des Geldes gefragt.

Es wird zwecks Identitätsfeststellung ein Ausweisdokument verlangt und nach der Herkunft des Geldes gefragt. Man hat vier Wochen Zeit, um einen Beleg einzureichen. Ansonsten lehnt die Bank die Einzahlung ab.

Ebenso kann aber auch eine logische Erklärung (z. B. Hochzeitsgeld) als Herkunftsnachweis gelten.

Hinweis: Alle Transaktionen werden aufgezeichnet und fünf Jahre lang gespeichert. Auf diese Grenzen verlassen sollte man sich nicht. Manche Bank verlangt Nachweise schon ab 1.000 Euro – allerdings ohne Meldung an den Fiskus. Maßgeblich ist häufig, ob es ein Limit für Bareinzahlungen gibt. Trotzdem kann jeder auf sein Bankkonto so viel Geld einzahlen, wie er möchte. Ab 10.000 Euro ist dies jedoch immer mit bürokratischem Aufwand verbunden.

Nachweispflicht 2022 – gilt das auch für Geschäftskonten?

Viele gewerbliche Kunden tätigen regelmäßig hohe Bareinzahlungen. In diesem Fall greift die neue Bargeld-Obergrenze bei einem Geschäftskonto nicht.

Erfolgen im Rahmen des Geschäftsmodells regelmäßig höhere Bargeld-Transaktionen, wird die Bank diese Regelung nicht anwenden.

4 Möglichkeiten der Bargeldeinzahlung auf das eigene Konto

Viele Wege führen zur Einzahlung auf das Konto, doch die meisten Bankkunden wählen immer noch den Schalter oder den Automaten in der SB-Halle.

Hier sind die Möglichkeiten der Bargeldeinzahlung gelistet:

  • 1. Möglichkeit: Bargeldeinzahlung am Schalter
  • 2. Möglichkeit: Bargeldeinzahlung am SB-Automaten / SB-Terminal (Selbstbedienungsterminal)
  • 3. Möglichkeit: Bargeld einzahlen bei einer Fremdbank auf das eigene Konto
  • 4. Möglichkeit: Bargeld einzahlen bei Handelspartnern

1. Möglichkeit: Bargeld am Schalter einzahlen

Bargeld einzahlen in der Filiale am Schalter ist der Klassiker seit Großmutters Zeiten. Bloß gab es damals noch keine Direktbanken.

Durch den Siegeszug des Online-Bankings verzichten immer mehr Geldinstitute auf ein Filialnetz und betreiben meist auch keine Automatenstationen, was Kunden mit häufigen Bargeldeinzahlungen Probleme bereitet.

Wer auf Bargeldeinzahlungen angewiesen ist und mit einer Direktbank liebäugelt, sollte daher unbedingt eine Tochtergesellschaft auswählen. Das kostenlose Girokonto erlaubt es dann meist, bei der Muttergesellschaft am Automaten oder Schalter Geld einzuzahlen (z. B. comdirect und Commerzbank).

Kunden einer klassischen Filialbank zahlen ganz einfach Geld ein:

  1. Girokarte mit der Bankverbindung bereithalten
  2. Dem Bankangestellten am Schalter die Summe aushändigen
  3. Einzahlungsquittung in Empfang nehmen

2. Möglichkeit: Bargeld am Einzahlungsautomat einzahlen

Geldautomaten für die Bargeldauszahlung sind häufig zu finden, daneben gibt es jedoch auch einige Automaten mit Einzahlfunktion.

Die Girokarte wird in den Schlitz geführt, „Einzahlung“ manuell ausgewählt und anschließend öffnet sich eine Klappe, in die Scheine (seltener Münzen) eingelegt werden. Der Automat schließt die Klappe und zählt das Geld.

Anschließend wird im Display die eingezahlte Summe angezeigt. Dann muss die PIN eingegeben (nicht immer) und auf die Quittung gewartet werden.

3. Möglichkeit: Einzahlung in bar bei einer Fremdbank

Grundsätzlich ist es möglich, in der Schalterhalle einer beliebigen Bank Geld auf ein deutsches Girokonto einzuzahlen. Das ist jedoch aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert.

Eine Bareinzahlung auf ein fremdes Konto benötigt zwischen drei und fünf Bankarbeitstagen, bis die Gutschrift auf dem Bankkonto erfolgt. Außerdem ist die Bareinzahlung bei einer Fremdbank mit Preisen ab 10 Euro aufwärts teuer.

Wichtig: Wichtig: Fremdbanken fordern ab 2.500 Euro eine Nachweispflicht. Daher solltest du dir bei höheren Beträgen gut überlegen, ob es sich lohnt, dich diesem Aufwand auszusetzen.

Hinweis: Bei Verbrauchern, die häufig Bargeldeinzahlungen vornehmen müssen, wird ein kostenloses Girokonto bei einer Direktbank schnell zur Eurogrube. In diesem Fall empfiehlt sich meist ein Konto bei einer Filialbank zu führen.

4. Möglichkeit: Bargeld einzahlen bei Handelspartnern

Bargeld abheben an der Supermarktkasse oder an der Tankstelle dürfte vielen Kunden mittlerweile vertraut sein. Das sogenannte Cashback-Verfahren erlaubt es, sich Bargeld auszahlen zu lassen, wenn vorher etwas gekauft wurde.

Mit von der Partie sind verschiedene Discounter wie Aldi Süd, aber auch Drogerien und Baumärkte. Seit einiger Zeit ist es auch möglich, Bargeld bei über mehreren Tausend Handelspartnern einzuzahlen.

Jedoch bieten noch nicht alle Banken diesen praktischen Service an. Mit dabei sind vor allem Direktbanken wie N26 oder die DKB. Das Verfahren ist allerdings etwas komplizierter als der Bargeldbezug.

Hierzu gibst du im Vorhinein in der App an, welchen Betrag du einzahlen möchtest. Beachte, dass das Limit je Bank unterschiedlich hoch sein kann. Bei N26 ist der Betrag auf 999 Euro innerhalb von 24 Stunden gedeckelt. Der Service kostet 1,5 % der eingezahlten Summe. Dieselben Konditionen gelten bei der DKB.

In der App wird ein Barcode erzeugt, den die Kasse einliest. Dann bezahlst du den Betrag, den du angegeben hast. Dieser wird in der Regel sofort, spätestens aber innerhalb von zwei Tagen deinem Girokonto gutgeschrieben.

Tipp: Wenn es um überschaubare Beträge geht, ist die Bareinzahlung im Supermarkt eine praktische Angelegenheit für Kunden von Direktbanken. Aufgrund der Servicegebühren sollte der Service jedoch mit Bedacht genutzt werden.

Hohe Bargeldeinzahlungen: Wie kann ich einen Nachweis erbringen?

Wer 10.000 Euro oder mehr bei der Bank einzahlen möchte, sollte entsprechende Nachweise vorlegen. Doch was wird eigentlich akzeptiert?

Unsere Liste hilft dabei, Zeit und unnötige Wege zu sparen:

  • Kontoauszug über die Barauszahlung bei einer anderen Bank – sofern dieses Konto dem Einzahler gehört
  • Quittung über Barauszahlung bei einer anderen Bank
  • Sparbuch, aus dem ersichtlich wird, dass die entsprechende Summe angefordert wurde
  • Verkaufsvertrag oder andere Rechnungsbelege – zum Beispiel, wenn ein Auto verkauft wurde
  • Beleg über Edelmetallverkauf
  • Nachweis über ein Sortengeschäft
  • Testament oder Erbschein vom Nachlassgericht
  • Schenkungsvertrag

Gut zu wissen: Die Nachweispflicht gilt nicht nur für Bargeld, sondern auch für Edelmetalle und Sorten.

Wann muss der Nachweis über die Herkunft des Geldes erbracht werden?

Im Idealfall wird der Nachweis direkt bei der Einzahlung am Schalter erbracht. Allerdings setzen die meisten Banken eine angemessene Frist, in der entsprechende Dokumente nachgereicht werden können. In der Regel beträgt die Frist bis zu vier Wochen. Darauf verlassen solltest du dich jedoch nicht.

Wir empfehlen, sich vorab zu erkundigen, wie es die jeweilige Bank mit Nachweisen und Fristen hält. Kommt der Kunde der Nachweispflicht nicht nach, kann die Bank im schlimmsten Fall das Konto kündigen.

Was tun, wenn mir entsprechende Nachweise fehlen?

Unsere Liste umfasst die Nachweise, die von der BaFin gefordert und in der Regel anstandslos akzeptiert werden. Sprich mit deiner Bank, wenn du andere Nachweise hast. Es wird dann geprüft, ob diese Belege ausreichend sind und die Herkunft des Geldes plausibel erscheint.

Hinweis: Eine Bank ist nicht verpflichtet, eine Bareinzahlung ab 10.000 Euro (Hausbank) oder 2.500 Euro (Fremdbank) ohne Nachweise anzunehmen.

Kosten und Gebühren für die Bareinzahlung

Welche Kosten und Gebühren fallen bei Bareinzahlungen aufs eigene Konto an?

Die Situation um die Kosten für Bareinzahlungen auf das eigene Konto ist etwas verwirrend. Eigentlich hat der Bundesgerichtshof schon 1993 entschieden, dass Geld einzahlen auf das private Girokonto kostenlos ist.

Dem steht jedoch die Neuregelung des § 675f im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) im Wege. Den laut dem darf ein Zahlungsdienstleister für Zahlungsdienste Kosten in Rechnung stellen und bei einer Bareinzahlung handelt es sich um einen solchen. So legt es das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) fest.

Die Bank darf für diesen Service Gebühren erheben, doch die Spannweite ist enorm. Bei vielen Banken ist Geld einzahlen kostenlos, andere gewähren monatlich eine gewisse Anzahl an Einzahlungen kostenfrei, bei anderen sind stattliche Gebühren fällig.

Bei Sparkassen und Volksbanken lassen sich gar keine Aussagen treffen, da diese in regionalen Verbänden organisiert sind. Da hilft es nur, den Preisaushang zu studieren.

Daneben gibt es Banken, die für die Bareinzahlung am Schalter Gebühren erheben, während Geld einzahlen am Automaten kostenlos ist. So hält es beispielsweise die Commerzbank. Bei der Deutschen Bank ist Geldscheine einzahlen grundsätzlich kostenlos, das gilt auch für maximal fünf Münzrollen im Monat. Wer am Schalter Geld einzahlt, muss mit einer Gebühr von 2,50 EUR rechnen. Das gilt sowohl für ein Basiskonto als auch bei einem Guthabenkonto.

Vorsicht ist geboten bei einem Gemeinschaftskonto, denn bei hohen Bareinzahlungen kann es zur Steuerfalle werden.

Warum kosten Bareinzahlungen eigentlich Gebühren?

„Ich zahle doch schon Kontoführungsgebühren, warum kostet mich die Bareinzahlung extra?“– eine Frage, die sich viele Kunden stellen.

Hintergrund sind die allgemeinen Kosten, die Bargeld mit sich bringt. Alleine in Deutschland belaufen diese sich auf rund acht Milliarden Euro im Jahr. Plus zinswirtschaftliche Kosten und Gebühren für volkswirtschaftlich nicht relevante Transferzahlungen liegt die Summe sogar bei zwölf Milliarden Euro.

Doch warum ist Bargeld so teuer? Die Produktion von Münzen und Scheinen ist mit Kosten verbunden.
Zusätzlich fallen Kosten für den Transport des Geldes zu den Banken an, damit Bargeld an den Handel ausgegeben werden kann.

Sowohl Banken als auch Geschäfte und Dienstleister benötigen Personal, um das Geld in Empfang zu nehmen, zu prüfen, zu zählen und aufzubewahren. Geldautomaten, Tresore, eventuelle Versicherungen und weitere Verwaltungskosten werden dazu addiert.

Bargeld ist im Grunde ständig in Bewegung. So hebt der Kunde beispielsweise Geld am Automaten ab, zahlt im Einzelhandel und am Abend ist das Geld wieder in der Bank. Dort startet der Kreislauf am nächsten Tag erneut.

Gut zu wissen: Die Steinbeis-Hochschule in Berlin hat ermittelt, dass 150 Euro pro Person und Jahr rund um das Bargeld entstehen. Daraus erklärt sich, dass die Banken wenigstens einen Teil der Kosten vom Kunden zurückfordern.

Wie kann ich Gebühren für die Bareinzahlung vermeiden?

Hier führen viele Wege nach Rom. Auf jeden Fall sollte ein Konto bei einer Bank ausgewählt werden, die Einzahlungen zumindest an den Automatenstationen kostenlos ermöglicht oder gewisse Freiposten im Monat anbietet. Hier müsste dann eventuell das Geld angesammelt werden.

Wer mit einem Mehrkontenmodell (z. B. das 2-Konten-Modell) operiert, zahlt bei der einen Bank kostenlos ein und überweist den Betrag online auf das Konto der anderen Bank, die Gebühren erhebt oder Einzahlungen nicht ermöglicht, wie das bei manchen Direktbanken der Fall ist.

Alternativ können Verwandte und Bekannte gebeten werden, das Geld auf ihr Konto kostenlos einzuzahlen und dann zu überweisen. So entstehen ebenfalls keine Gebühren.

Aber: Sind die Beträge sehr hoch, sollte das in Eigenregie geregelt werden, damit nicht der Verdacht der Geldwäsche aufkommt.

Wenn du öfter Bargeld einzahlst und dir die dafür anfallenden Gebühren zu hoch sind, empfiehlt es sich, das Girokonto zu wechseln. Es gibt auch Girokontos ohne Schufa.

Bargeld einzahlen und das Finanzamt

Zum Geburtstag von den Eltern 500 Euro erhalten und diese Summe soll nun auf das Konto? Solche Beträge stellen kein Problem dar. Bei größeren Summen sieht das anders aus, denn dann wird der Fiskus automatisch informiert.

Wann wird die Bareinzahlung dem Finanzamt gemeldet?

Das Geldwäschegesetz wurde überarbeitet. Seit August 2021 muss schon ab einer Summe von 10.000 Euro nachgewiesen werden, woher das Geld stammt, das auf das Konto eingezahlt wird.

Darunter besteht keine Meldepflicht, allerdings verlangen manche Banken schon bei geringeren Summen einen Nachweis, woher das Geld stammt.

Wie viel Geld kann ohne Meldung an das Finanzamt eingezahlt werden?

Theoretisch 9.999 Euro, denn die Meldung muss erst ab 10.000 Euro erfolgen. Sicher ist das kein Problem, wenn einmal ein solcher Betrag eingezahlt wird.

Doch wird regelmäßig knapp unter der Grenze eingezahlt, könnte die Bank misstrauisch werden. Das gilt auch bei „Smurfing“, der zeitnahen Einzahlung von kleineren Beträgen, die zusammen über 10.000 Euro ergeben.

Fazit: Kostenlose Bargeldeinzahlungen auf das eigene Konto sind prinzipiell kein Problem

Wer Kunde bei einer klassischen Filialbank ist, hat in der Regel keine Probleme mit kostenfreien Einzahlungen am Schalter oder Automaten.

Bei einer Direktbank ist das schwieriger. Eine Ausnahme bilden die Banken, die mit einer Partnerbank kooperieren wie die norisbank mit der Deutschen Bank oder die Commerzbank-Tochter comdirect.

Kleinere Beträge können bei manchen Direktbanken auch an der Supermarktkasse eingezahlt werden wie bei der N26. Die DKB bietet einen Abholservice für Bargeld an.

Auch die Einzahlung von Münzen lässt sich lösen durch spezielle Münzautomaten, Einzahlungsautomaten für Scheine und Münzen oder die Schaltereinzahlung.

Wer regelmäßig Bargeld einzahlen muss, sollte daher gut vergleichen, ob und inwieweit bei einer Bank Einzahlungen kostenlos sind und wie es um die Kontoführungsgebühren bestellt ist. Auch Vieleinzahler werden bei der Suche nach dem persönlich besten Girokonto fündig werden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie viel Geld kann man einzahlen?

Das Limit für die Bargeldeinzahlung ist abhängig von der Bank. Während bei einigen die Grenze bei 1.000 Euro liegt, ist sie bei anderen Banken unbegrenzt. Fest steht jedoch, dass ab einem Betrag von 10.000 Euro eine Nachweispflicht erforderlich ist und eine Meldung an das Finanzamt erfolgt.

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Wie viel Geld kann man am Automaten einzahlen?

Das ist abhängig von der Bank. Während manche Banken ein Limit setzen, verzichten andere darauf. Wichtig zu wissen ist, dass auch bei einer Bargeldeinzahlung am Automaten eine Nachweispflicht besteht.

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Wie viel Geld kann ich in der Sparkasse einzahlen?

Bei der Sparkasse gibt es keine Obergrenze. Wer jedoch mehr als 10.000 Euro auf das eigene Konto einzahlen möchte, wird nach der Herkunft des Geldes gefragt und muss einen Nachweis bringen.

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Wie kann ich Geld auf mein Konto einzahlen?

Kunden können Bargeld am Schalter und am SB-Automaten einzahlen. Du kannst das Bargeld aber auch bei einer Fremdbank einzahlen oder bei Handelspartnern. Ebenso ist es möglich, das Geld beispielsweise jemanden aus der Familie zu geben, der es auf sein Konto einzahlt und dir anschließend überweist.

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Wie viel Geld kann man ohne Nachweis einzahlen?

Unter 10.000 Euro wird kein Nachweis benötigt. Wer jedoch Bargeld bei einer Fremdbank einzahlen möchte, sollte wissen, dass bereits ab einem Betrag von 2.500 Euro eine Nachweispflicht erforderlich ist.

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Wie viel Geld kann ich einzahlen, ohne dass die Summe gemeldet wird?

Seitdem das Geldwäschegesetz überarbeitet wurde, gelten strengere Regeln. Seit August 2021 meldet die Bank Bareinzahlungen über 10.000 Euro dem Finanzamt. Bei einer Bargeldeinzahlung von bis zu 9.999,99 Euro wird dem Finanzamt nichts gemeldet. Wenn der Betrag jedoch regelmäßig in zeitnahen und kleineren Beträgen eingezahlt wird, kann die Bank misstrauisch werden.

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Wie viel Bargeld kann ich bei der Volksbank einzahlen?

Es gibt kein Limit, du kannst also so viel Geld auf dein Konto einzahlen, wie du möchtest. Liegt der einzuzahlende Betrag bei über 10.000 Euro, musst du wegen der geltenden Geldwäschevorschriften den Ursprung des Geldes nachweisen.

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Wie viel Bargeld darf ich auf mein Sparbuch einzahlen?

Für die Einzahlung von Bargeld auf das Sparbuch gibt es keinen Maximalbetrag. Es darf beliebig viel eingezahlt werden. Allerdings besteht wegen des Geldwäschegesetzes ab einer Einzahlung von 10.000 Euro eine Nachweispflicht.

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Was passiert, wenn ich bei Überschreitung des Höchstbetrages keinen Nachweis erbringe?

Wer keinen Beleg vorweisen kann, muss damit rechnen, dass die Bank die Einzahlung ablehnt. Die Belegpflicht gilt auch dann, wenn die Einzahlungen in mehreren kleineren Teilbeträgen erfolgen und die 10.000 Euro überschreiten. Als Nachweis kann aber auch eine logische Erklärung gelten. Das ist beispielsweise ein frisch vermähltes Ehepaar, welches die Geldgeschenke von der Hochzeit einzahlen möchte.

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Was kostet mich die Einzahlung?

Das hängt von der jeweiligen Bank ab. Während manche Banken für jede Einzahlung eine Gebühr verlangen, sind sie bei manchen SB-Automaten kostenlos. Wer öfter Bargeldeinzahlungen vornimmt und ein kostenloses Girokonto bei einer Direktbank hat, sollte das Girokonto wechseln und eines bei einer Filialbank eröffnen. Ebenso wenig lohnt sich die Bareinzahlung bei einer Fremdbank.

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Bargeld einzahlen – wie handhabst du das? Nur im Ausnahmefall oder regelmäßig? Hast du Spartipps? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen! Schreib uns einfach in die Kommentarspalte!

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Christin Späthling

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte ab August einen Baukredit komplett in einer Summe ablösen. Da ich mein Gespartes nicht auf einem Konto oder Sparbuch habe, müsste ich deshalb diese Summe auf das Konto einzahlen, von dem aus der Kredit bedient wird.
Wie verhält sich das jetzt mit den 10,000,- Euro? Gilt dieser Einzahlungsbetrag aufs Monat gesehn oder aufs Jahr?
Ich hatte mir das so vorgestellt, daß ich monatlich zwischen 5.000,- und 8.000,- Euro einzahle. Über ca. 30.000,- lautet die Kreditsumme.
Ich würde mich über eine Antwort freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
C. Späthling

Christin Späthling

Hallo Alessia,

vielen Dank für Deine Antwort.

Eine offizielle Geldanlage, egal ob Sparbuch oder sonst was, ist für mich keine Option. Ich traue weder einer Bank, noch irgendeiner anderen Geldanlage oder einer Person, die mir zu so etwas rät. Bin da schon auf die Nase gefallen und habe Geld verloren. Und das ist bitter, wenn man eh nicht viel hat.
Kontoauszüge sind noch vorhanden, da ich das Geld von meinem Girokonto und von einem Bausparer weggelegt habe. Allerdings nur von den letzten drei, vier Jahren. Außerdem habe ich noch Geld von meinen Eltern bekommen. Da habe ich natürlich nichts Schriftliches. Wer bitteschön macht da schon nen Schenkungsvertrag?

Die Kreditsumme in bar ablösen? Wie soll das gehen? Diese Bank ist nicht bei mir vor Ort.

Ich werde es jetzt so versuchen, daß ich jeden Monat etwas einzahle. Und dann warte ich einfach mal ab, ob sich da jemand von der Bank meldet.

Viele Grüße
Christin

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