Geld einzahlen auf das eigene Girokonto: das gibt es zu beachten!

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Geschenke zu Geburtstag und Weihnachten oder das verkaufte Fahrrad – zum Geld einzahlen auf das eigene Konto gibt es ganz verschiedene Gelegenheiten. Viele haben jedoch Angst, dass der Gang zur Bank mit Kosten verbunden sein könnte.

Wir haben uns die einzelnen Wege für die Bargeldeinzahlung angeschaut und erklären, wie die Einzahlung auf Bankkonto bei Filial- und Direktbank auf das Online-Konto funktioniert und was beachtet werden muss, damit wenig bis keine Kosten entstehen.

Geldwäschegesetz und Bareinzahlung: Das gibt es zu wissen!

Das Geldwäschegesetz (GwG) trat am 30. November 1993 in Kraft. Um Machenschaften mit Schwarzgeld am Finanzamt vorbei einzudämmen, wurde ab einer bestimmten Summe, die auf ein Konto eingezahlt wird, eine Meldepflicht beim Finanzamt eingeführt.

Wer Bargeld einzahlen möchte, muss daher wissen, dass ab der Grenze von 15.000 Euro die Banken automatisch eine Meldung beim Fiskus vornehmen. Alle Summen, die darunter liegen, dürfen ohne Nachweis auf das eigene Girokonto eingezahlt werden.

Eine Garantie ist das nicht, denn oftmals werden die Kreditinstitute auch hellhörig, wenn kleinere, regelmäßige Bareinzahlungen auf dem Konto eingehen, die innerhalb von kurzer Zeit die Grenze von 15.000 Euro überschreiten. Der Fachausdruck hierfür lautet „Smurfing“. Denn das könnte einen Hinweis auf Geldwäsche bzw. Geldwäscheverdacht oder Steuerhinterziehung geben. Es wird zwecks Identitätsfeststellung ein Ausweisdokument verlangt und nach der Herkunft des Geldes gefragt.

Gut zu wissen: Alle Transaktionen werden aufgezeichnet und fünf Jahre lang gespeichert. Auf diese Grenzen verlassen sollte man sich nicht. Manche Bank verlangt Nachweise schon ab 1.000 Euro – allerdings ohne Meldung an den Fiskus. Maßgeblich ist häufig, ob es ein Limit für Bareinzahlungen gibt. Trotzdem kann jeder auf sein Bankkonto so viel Geld einzahlen, wie er möchte. Ab 15.000 Euro ist dies jedoch immer mit bürokratischem Aufwand verbunden.

Drei Möglichkeiten der Bargeldeinzahlung auf eigenes Konto

Viele Wege führen zur Einzahlung auf das Konto, doch die meisten Bankkunden wählen immer noch den Schalter oder den Automaten in der SB-Halle. Hier sind die Möglichkeiten der Bargeldeinzahlung gelistet:

  • 1. Möglichkeit: Bargeldeinzahlung am Schalter
  • 2. Möglichkeit: Bargeldeinzahlung am SB-Automaten / SB-Terminal (Selbstbedienungsterminal)
  • 3. Möglichkeit: Bargeld einzahlen bei einer Fremdbank auf das eigene Konto

1. Bargeld am Schalter einzahlen

Bargeld einzahlen in der Filiale am Schalter ist der Klassiker seit Großmutters Zeiten. Bloß gab es damals noch keine Direktbanken. Durch den Siegeszug des Online-Bankings verzichten immer mehr Geldinstitute auf ein Filialnetz und betreiben meist auch keine Automatenstationen, was Kunden mit häufigen Bargeldeinzahlungen Probleme bereitet. Wer auf Bargeldeinzahlungen angewiesen ist und mit einer Direktbank liebäugelt, sollte daher aus dem Girokonto Vergleich unbedingt eine Tochtergesellschaft auswählen. Das kostenlose Girokonto erlaubt es dann meist, bei der Muttergesellschaft am Automaten oder Schalter Geld einzuzahlen (z.B. comdirect und Commerzbank).

Kunden einer klassischen Filialbank zahlen ganz einfach Geld ein:

  • 1. Girokarte mit der Bankverbindung bereithalten
  • 2. Dem Bankangestellten am Schalter die Summe aushändigen
  • 3. Einzahlungsquittung in Empfang nehmen

2. Bargeld am Einzahlungsautomat einzahlen

Geldautomaten für die Bargeldauszahlung sind häufig zu finden, daneben gibt es jedoch auch einige Automaten mit Einzahlfunktion. Die Girokarte wird in den Schlitz geführt, „Einzahlung“ manuell ausgewählt und anschließend öffnet sich eine Klappe, in die Scheine (seltener Münzen) eingelegt werden. Der Automat schließt die Klappe und zählt das Geld. Anschließend wird im Display die eingezahlte Summe angezeigt. Dann muss die PIN eingegeben (nicht immer) und auf die Quittung gewartet werden.

3. Einzahlung in bar bei einer Fremdbank

Grundsätzlich ist es möglich, in der Schalterhalle einer beliebigen Bank Geld auf ein deutsches Girokonto einzuzahlen. Das ist jedoch aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert. Zum einen dauert der Vorgang drei bis fünf Bankarbeitstage, bis die Gutschrift auf dem Bankkonto erfolgt. Auf der anderen Seite wird die Angelegenheit mit Preisen ab 10 Euro aufwärts teuer.

Hinweis: Bei Verbrauchern, die häufig Bargeldeinzahlungen vornehmen müssen, wird ein kostenloses Girokonto bei einer Direktbank schnell zur Eurogrube. In diesem Fall empfiehlt sich meist ein Konto bei einer Filialbank zu führen.

Bargeld einzahlen Höchstbetrag: Wie viel Bargeld darf man einzahlen?

Jede Bank legt das Limit für die Bargeldeinzahlung selbst fest. Bei einigen ist die Grenze bei 1.000 Euro, bei anderen ist die Summe unbegrenzt. Auf jeden Fall eingehalten wird die Nachweispflicht und Meldung an das Finanzamt ab 15.000 Euro.

Wie lange dauert die Bargeldeinzahlung aufs eigene Konto?

Wird Bargeld auf das eigene Konto am Schalter eingezahlt, muss die Gutschrift auf das Girokonto laut Urteil des Bundesverfassungsgerichtes noch am selben Tag erfolgen. Das gilt nicht für Einzahlungsautomaten. Hier kann es bis zu einem Bankarbeitstag dauern.

Wie kann ich Münzen / Kleingeld auf mein Konto einzahlen?

Kleinvieh macht auch Mist – daher könnte es von Zeit zu Zeit sinnvoll sein, das gesammelte Kleingeld auf dem Girokonto einzuzahlen. Einige Banken haben spezielle Einzahlungsautomaten für Münzen aufgestellt, doch ist dieser Service weder verbreitet noch kostenlos. An manchen Einzahlungsautomaten kann zudem eine gewisse Anzahl an Münzen eingezahlt werden.

Wichtig: Kleingeld auf das Konto einzuzahlen lohnt sich in der Regel aufgrund der Gebühren nur, wenn eine erkleckliche Summe zusammen gekommen ist. Kleinere Beträge werden am besten beim Bäcker oder Kiosk in Umlauf gebracht.

Wie viel Geld kann man einzahlen ohne Nachweis?

Der Herkunftsnachweis ist bei Einzahlungen auf das eigene Girokonto wichtig, um Geldwäsche und Steuerhinterziehung zu vermeiden. Ab 15.000 Euro wird der Herkunftsnachweis verlangt und es folgt eine Meldung an das Finanzamt. Manche Banken sind strenger und forschen schon ab 10.000 Euro nach. Aber 15.000 Euro ist die Summe, die der Gesetzgeber vorgibt.

Welche Kosten und Gebühren fallen bei Bareinzahlungen aufs eigene Konto an?

Die Situation um die Kosten für Bareinzahlungen auf das eigene Konto ist etwas verwirrend. Eigentlich hat der Bundesgerichtshof schon 1993 entschieden, dass Geld einzahlen auf das private Girokonto kostenlos ist. Dem steht jedoch die Neuregelung des § 675f im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) im Wege. Den laut dem darf ein Zahlungsdienstleister für Zahlungsdienste Kosten in Rechnung stellen und bei einer Bareinzahlung handelt es sich um einen solchen. So legt es das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) fest. Die Bank darf für diesen Service Gebühren erheben, doch die Spannweite ist enorm. Bei vielen Banken ist Geld einzahlen kostenlos, andere gewähren monatlich eine gewisse Anzahl an Einzahlungen kostenfrei, bei anderen sind stattliche Gebühren fällig.

Bei Sparkassen und Volksbanken lassen sich gar keine Aussagen treffen, da diese in regionalen Verbänden organisiert sind. Da hilft nur, den Preisaushang zu studieren. Daneben gibt es Banken, die für die Bareinzahlung am Schalter Gebühren erheben, während Geld einzahlen am Automaten kostenlos ist. So hält es beispielsweise die Commerzbank. Bei der Deutschen Bank ist Geldscheine einzahlen grundsätzlich kostenlos, das gilt auch für maximal fünf Münzrollen im Monat. Bei Direktbanken wie N26 können kleinere Summen Bargeld kostenfrei an Supermarktkassen und bei anderen Handelspartnern eingezahlt werden.

Wie kann ich Gebühren für die Bareinzahlung vermeiden?

Hier führen viele Wege nach Rom. Auf jeden Fall sollte ein Konto bei einer Bank ausgewählt werden, die Einzahlungen zumindest an den Automatenstationen kostenlos ermöglicht oder gewisse Freiposten im Monat anbietet. Hier müsste dann eventuell das Geld angesammelt werden.

Wer mit einem Zweikonten-Modell operiert, zahlt bei der einen Bank kostenlos ein und überweist den Betrag online auf das Konto der anderen Bank, die Gebühren erhebt oder Einzahlungen nicht ermöglicht, wie das bei manchen Direktbanken der Fall ist.

Alternativ können Verwandte und Bekannte gebeten werden, das Geld auf ihr Konto kostenlos einzuzahlen und dann zu überweisen. So entstehen ebenfalls keine Gebühren.

Aber: Sind die Beträge sehr hoch, sollte das in Eigenregie geregelt werden, damit nicht der Verdacht der Geldwäsche aufkommt.

Bargeld einzahlen und das Finanzamt

Zum Geburtstag von den Eltern 500 Euro erhalten und diese Summe soll nun auf das Konto? Solche Beträge stellen kein Problem dar. Bei größeren Summen sieht das anders aus, denn dann wird der Fiskus automatisch informiert.

Wann wird die Bareinzahlung auf ein eigenes Konto dem Finanzamt gemeldet?

Das Geldwäschegesetz regelt, dass Banken automatisch ab einem Betrag von 15.000 Euro dem Finanzamt Meldung erstatten müssen. Darunter besteht keine Meldepflicht, allerdings verlangen manche Banken schon bei geringeren Summen einen Nachweis, woher das Geld stammt.

Wie viel Geld kann man überweisen ohne eine Meldung an das Finanzamt?

Theoretisch 14.999 Euro, denn die Meldung muss erst ab 15.000 Euro erfolgen. Sicher ist das kein Problem, wenn einmal ein solcher Betrag eingezahlt wird. Doch wird regelmäßig knapp unter der Grenze eingezahlt, könnte die Bank misstrauisch werden. Das gilt auch bei Smurfing, der zeitnahen Einzahlung von kleineren Beträgen, die zusammen über 15.000 Euro ergeben.

Fazit: Kostenlose Bargeldeinzahlungen auf das eigene Konto sind prinzipiell kein Problem

Wer Kunde bei einer klassischen Filialbank ist, hat in der Regel keine Probleme mit kostenfreien Einzahlungen am Schalter oder Automaten. Bei einer Direktbank ist das schwieriger. Eine Ausnahme bilden die Banken, die mit einer Partnerbank kooperieren wie die norisbank mit der Deutschen Bank oder die Commerzbank-Tochter comdirect.

Kleinere Beträge können bei manchen Direktbanken auch an der Supermarktkasse eingezahlt werden wie bei der N26. Die DKB bietet einen Abholservice für Bargeld an. Auch die Einzahlung von Münzen lässt sich lösen durch spezielle Münzautomaten, Einzahlungsautomaten für Scheine und Münzen oder die Schaltereinzahlung.

Wer regelmäßig Bargeld einzahlen muss, sollte daher gut vergleichen, ob und wieweit bei einer Bank Einzahlungen kostenlos sind und wie es um die Kontoführungsgebühren bestellt ist. Wer das beste Girokonto sucht, findet bei uns im Girokonto Vergleich sicher das passende Konto.

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