Dispokredit: Wann sich ein Girokonto mit Dispo wirklich lohnt

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Ein Dispokredit ermöglicht es, das Girokonto zu überziehen. Das kann sehr praktisch sein, ist aber nur selten ein Gesprächsthema bei Verbrauchern. Schließlich gibt niemand gerne zu, dass er aufgrund von erhöhten Ausgaben sein Girokonto überzieht.

Wenn die Bank einen Dispokredit gewährt, kann die Verlockung groß sein, diesen ganz auszuschöpfen. Allerdings werden beim Überziehen des Girokontos Zinsen zwischen 6 Prozent bis 14 Prozent im Jahr fällig. Daher sollten Kunden ihr Bankkonto nur in Ausnahmefällen überziehen.

Wir erklären dir, was ein Dispokredit genau ist und geben dir alle Informationen, die du dazu wissen solltest: von A bis Antrag bis Z wie Zinsen. Zudem erfährst du, bei welchen Banken du den günstigsten Dispozins erhalten kannst, um die Gebühren so gering wie möglich zu halten.

Dispokredit Vergleich: 15 Zinsen für Dispositionskredit im Überblick (07/2022)

Banken bieten bis auf wenige Ausnahmen Girokonten mit Dispokrediten an. Wer sein Girokonto regelmäßig überzieht, sollte deshalb ein Vergleich ziehen, um das bestmögliche Angebot für sich zu nutzen.

In unserer Vergleichstabelle findest du 9 ausgewählte Banken, die ein Girokonto mit Dispositionskredit anbieten. Manche Kreditinstitute vergeben ihren Neukunden bei der Kontoeröffnung eine Geldprämie.

Nr.Bank / AnbieterGrundpreis
pro Monat
Dispokredit
p.a.
PrämieGiro-
card
Kredit-
karte
Kostenlos
Bargeld
abheben
FilialenMehr Infos
1.DKB Logo
DKB
Kostenloses Girokonto

Unsere Empfehlung
0,00 €6,58 % bzw. 7,18 %keine0,99 € mtl.Visa Logo
0,00 €
(Visa Debitkarte)
an Automaten der DKB und Automaten mit VISA-Zeichen weltweitnein
2.comdirect Logo
comdirect
Girokonto
0,00 € beim Geldeingang von mind. 700 € im Monat, sonst 4,90 € mtl.Veränderlicher Sollzinssatz: 6,50 % p. a.
Effektiver Jahreszinssatz: 6,66 % p. a.
keine0,00 €Mastercard Logo
0,00 €
an Automaten der Cash Group und an Automaten mit VISA-Zeichennein
3.ING Logo
ING
Girokonto
0,00 € beim Gehaltseingang von mind. 700 € im Monat & für alle unter 28 Jahren, sonst 4,90 € mtl.6,99 %keine0,00 €Visa Logo
0,00 €
an 1.200 ING-Automaten in Deutschland und an Automaten mit VISA-Zeichennein
4.1822direkt Logo
1822direkt
1822MOBILE
0,00 € ab einem Geldeingang von 0,01 € im Monat, sonst 1,90 € mtl.7,17 %+25 €
(bis
30.06.2022)
Sparkassen-Card (Debitkarte) 0,50 € mtl. (optional) nicht vorhandenan allen Automaten der Sparkasse, im europäischen Auslandnein
5.1822direkt Logo
1822direkt
Girokonto Klassik
0,00 € beim Geldeingang von mind. 700 € im Monat, sonst 3,90 € mtl.7,17 %+75 €
(bis
30.06.2022)
Sparkassen-Card (Debitkarte) 0,50 € mtl. (optional) Visa Logo
0,00 €
an allen Automaten der Sparkasse, im europäischen Auslandnein
6.Commerzbank Logo
Commerzbank
PremiumKonto
12,90 €7,75 %+50 €0,00 €Mastercard Logo
0,00 €
an Automaten der Cash Group und an Automaten mit VISA-Zeichenja
7.Postbank Logo
Postbank
Giro extra plus
0,00 € ab 3.000 € Geldeingang im Monat, sonst 10,90 € mtl.8,46 %+25 €
(bis
30.06.2022)
0,00 €0,00 € (Visa)
0,00 € (Mastercard)
an Automaten der Cash Groupja
8.Commerzbank Logo
Commerzbank
Konto-Extra Klassik
6,90 €9,75 %+50 €0,00 €Mastercard Logo
0,00 €
an Automaten der Cash Group und an Automaten mit VISA-Zeichenja
9.N26 Logo
N26
Girokonto
0,00 €8,9 %keine0,00 €Mastercard Logo
10,00 € (optional, einmalig)
an Automaten mit Mastercard-Zeichennein
10.N26 Logo
N26
N26 You
9,90 €8,9 %keine0,00 €Mastercard Logo
0,00 €
an Automaten mit Mastercard-Zeichennein
11.N26 Logo
N26
Smart Girokonto
4,90 €8,9 %keine0,00 €Mastercard Logo
0,00 €
an Automaten mit Mastercard-Zeichennein
12.N26 Logo
N26
N26 Metal
16,90 €8,9 %keine0,00 €Mastercard Logo
0,00 €
an Automaten mit Mastercard-Zeichennein
13.Commerbank Logo
Commerzbank
Kostenloses Girokonto
0,00 € bei monatlichem Geldeingang von mindestens 700 €9,75 %+50 €0,00 €Mastercard Logo
Mastercard Debit (Ausgabe einer Debitkarte) 3,50 € p. M. (optional)
an Automaten der Cash Group und an Automaten mit VISA-Zeichenja
14.Postbank Logo
Postbank
Giro direkt
1,90 €10,33 %+25 €
(bis
30.06.2022)
0,00 €Visa Logo
29 € p. a.
an Automaten der Cash Groupja
15.Postbank Logo
Postbank
Giro plus
5,90 €10,33 %+25 €
(bis
30.06.2022)
0,00 €Visa Logo
0,00 € im 1. Jahr, danach 29 € p. a.
an Automaten der Cash Groupja
16.norisbank Logo
norisbank
Top-Girokonto
0,00 € bei einem monatlichem Geldeingang von 500 €, sonst 3,90 €10,85 %+50 €
(bis
30.06.2022)
0,00 €Mastercard Logo
0,00 €
an Automaten der Cash Group und an Automaten mit VISA-Zeichennein

Hinweis nach § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Bitte beachte, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Dispokredit: Das Wichtigste in Kürze

  • Der Dispokredit ist ein kurzfristiger Kredit, der mit der nächsten Gehaltszahlung wieder ausgeglichen wird.
  • Dispokredite sind sofort verfügbar und müssen nicht jedes Mal beantragt werden.
  • Das Konto sollte aufgrund der hohen Gebühren nur in Ausnahmefällen überzogen werden.
  • Banken vergeben Dispokredite nur bei positiver Bonität (Kreditwürdigkeit).
  • Die Bank legt die Höhe des Dispositionsrahmens anhand des Lohns beziehungsweise Gehalts fest. BAföG und Rente zählen ebenfalls als Einkommen.
  • Wer sein Girokonto regelmäßig überzieht, sollte prüfen, ob eine andere Bank weniger Zinsen verlangt.
  • Bankkunden sollten rechtzeitig eine Umschuldung machen, um nicht in die Dispofalle zu geraten.

Inhaltsverzeichnis: Dispokredit Vergleich 2022

Dispokredit: Die wichtigen Grundlagen einfach erklärt

Was ist ein Dispokredit?

Beim Dispokredit (auch Dispositionskredit) handelt es ich um eine Art Kredit, den du bei Bedarf nutzen kannst. Wenn deine Bank dir auf deinem Girokonto einen Dispokredit gewährt, kannst du über das eigentliche Guthaben hinaus bis zu einem bestimmten Betrag verfügen.

Anders als bei einem gängigen Kredit musst du diesen jedoch nicht jedes Mal beantragen, sondern kannst nach Belieben darüber verfügen.

Die meisten Banken vergeben einen Dispokredit nur dann, wenn ein regelmäßiger Gehaltseingang auf das Girokonto eingeht. An diesem orientiert sich auch die Summe, die dir gewährt wird. In der Regel handelt es sich um das zwei- bis dreifache deines monatlichen Geldeinganges.

Den Dispokredit oder Dispositionskredit richtet dir deine Hausbank auf Wunsch gekoppelt an dein Girokonto ein.

Die von der Bank geduldete Überziehung deines Kontos hat allerdings ihren Preis. Für die Nutzung des Dispos verlangt die Bank Zinsen von dir. Du musst durchschnittlich mit Zinsen im zweistelligen Bereich rechnen.

Wenn du ein neues Konto eröffnen und regelmäßig einen Dispo nutzen möchtest, solltest du die Zinssätze gut vergleichen.

Bei sehr hohen Dispozinsen empfiehlt es sich ebenfalls, das Girokonto zu wechseln. Was die Kontoführungsgebühren betrifft, kannst du bei Direktbanken häufig sparen. Manche Banken bieten sogar ein Girokonto mit Prämie an.

Was ist der Unterschied zwischen Dispokredit und Kontokorrentkredit?

Als Dispokredit wird die geduldete Überziehungslinie auf einem privaten Girokonto wie deinem Gehaltskonto oder einem Gemeinschaftskonto bezeichnet. Auf einem Geschäftskonto wird der Dispo als Kontokorrentkredit bezeichnet.

Das Prinzip ist identisch. Die Einzelheiten werden auf einem Business Konto jedoch flexibler und anhand der Bedürfnisse von Unternehmern definiert. So kann der Dispo auf einem Geschäftsgirokonto deutlich höher als im privaten Rahmen sein, damit gewisse Verbindlichkeiten eingehalten werden.

Wie funktioniert ein Dispo?

Den Dispo kannst du gleich bei der Kontoeröffnung beantragen. Pflicht ist es allerdings nicht, weshalb einige Bankkunden, die ihr Konto nicht überziehen möchten, darauf verzichten.

Die Bank führt standardmäßig eine Abfrage bei der Schufa durch. Hast du hier einen Eintrag, kann es sein, dass dir trotz regelmäßigem Gehaltseingang der Dispo verweigert wird. Ist dir nicht bekannt, dass du einen Schufa-Eintrag hast, kann das an einem Fehler im System liegen.

Du hast einmal im Jahr das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft deiner Daten bei der Schufa und kannst verlangen, dass fehlerhafte Einträge korrigiert werden.

Auf zusätzliche Sicherheiten wird meist verzichtet, da die Banken in ihren AGB das Pfandrecht gegenüber dir als Kunde bereits dokumentiert haben. So kann bei Nichtzahlung des Dispo auf deine anderen Konten oder das Sparbuch zurückgegriffen werden. Ein formeller Kreditvertrag ist nicht notwendig.

Einmal eingerichtet, kannst du bei kurzfristigem Geldbedarf sofort auf deinen Dispo zurückgreifen und bis zur Obergrenze nutzen. Spezielle Rückzahlungsmodalitäten wie bei einem Ratenkredit gibt es nicht.

Dein negativer Saldo wird automatisch verrechnet, sobald wieder Geld auf deinem Konto eintrifft. Ändern sich deine Einkommensverhältnisse, kann die Bank deinen Dispo kürzen oder sogar komplett aufkündigen.

Was ist ein Dispolimit?

Das Dispolimit ist ein anderer Ausdruck aus dem Bankwesen für den Dispokredit. Übrigens kannst du auch bei einem bereits bestehenden Girokonto einen Dispokredit beantragen.

Hierzu kontaktierst du einfach deine Bank persönlich, telefonisch, per E-Mail oder über das Bankingportal in deinem Online-Girokonto. Bei einem neuen Konto beantragst du den Dispo bei der Bank direkt im Kontoeröffnungsantrag.

Tipp: Die Kosten für ein Dispolimit schwanken von Bank zu Bank. Bevor du auf deinem alten Girokonto ein Dispolimit einrichtest, solltest du zunächst die Kosten überprüfen. Dabei hilft dir ein Disporechner, den du kostenlos im Internet nutzen kannst. Je nach Ergebnis kann es sinnvoller sein, das alte Girokonto zu kündigen und eine neue Bankverbindung zu eröffnen.

Wie hoch ist der Dispokredit?

Die Höhe richtet sich nach deinem Einkommen und beträgt das ein- bis dreifache deines Gehaltes. Verdienst du 1.500 Euro netto im Monat, gewährt die Bank dir ein Dispolimit von bis zu 4.500 Euro.

Als Gehalt zählt nicht nur dein Lohn, sondern auch die Rente, bei einem Studentenkonto auch Bafög. Arbeitslosengeld zählt nicht, da es meist nicht pfändbar ist.

Wenn du zusätzlich ein stattliches Sparbuch vorweisen kannst, kannst du mit einem hohen Dispo rechnen. Die Bank nutzt es als Sicherheit.

Gut zu wissen: Du kannst deinen persönlichen Kreditrahmen flexibel in Anspruch nehmen. Aufgrund der hohen Gebühren empfehlen wir dir, den Dispokredit jedoch nur in Ausnahmefällen zu nutzen.

Was kostet mich ein Dispokredit?

Das lässt sich am besten an einem Rechenbeispiel verdeutlichen. Angenommen, du hast ein Dispolimit von 2.000 Euro, wovon du einen Monat lang 1.500 Euro in Anspruch nehmen musstest, weil die Autoreparatur teurer als erwartet ausfiel. Nach einem Monat ist das Konto wieder komplett ausgeglichen.

Falls der Dispozins 12 % jährlich beträgt, wird dieser anteilig auf die 30 Tage umgerechnet, die du den Dispo in Anspruch genommen hast. Es entstehen dir für diese Zeit Gebühren in Höhe von 15 Euro. Achte daher auf einen möglichst niedrigen Dispozins.

Wenn du dir unsicher bist, wie gut oder schlecht deine aktuelle Bonität ist, kannst du ein Girokonto ohne Schufa eröffnen. Eine eingeräumte Kontoüberziehung gibt es darauf meistens nicht. Wir empfehlen dir jährlich die kostenlose Auskunft bei der Schufa zu beantragen, um die Einträge zu prüfen.

Alternativ bietet sich ein Basiskonto an, das aber aufgrund der Kontoführungsgebühren nicht zu empfehlen ist.

Achtung: Die Zinsen für den Dispokredit werden bei der Überziehung des Girokontos fällig.

Was sind die Voraussetzungen für einen Dispositionskredit?

Du musst grundsätzlich volljährig sein und ein regelmäßiges Einkommen haben.

Bei vielen Banken darfst du auch als Student dein Konto bis zu einem Rahmen von 500 Euro überziehen. Ein solcher Dispo wird meistens im Rahmen eines Studentenkontos angeboten.

Für ein Kinderkonto wird grundsätzlich kein Dispo gewährt. Kinder sind besonders geschützt und dürfen von Gesetzes wegen keine Schulden machen.

Wie beantrage ich den Dispokredit?

Du führst bereits ein Girokonto, jedoch ohne Verfügungsrahmen? Die Beantragung des Dispokredits ist einfach.

So beantragst du den Dispokredit:

  1. Vergewissere dich, dass die Voraussetzungen für einen Dispositionskredit gegeben sind. Du solltest volljährig sein und ein regelmäßiges Einkommen, BAföG oder Rente erhalten.
  2. Logge dich in dein Online-Banking ein und suche die Funktion, um den Dispo zu aktivieren.
  3. Auf der App beziehungsweise dem Bildschirm deines Laptops erscheint die Meldung, dass die Bank deine Bonität prüfen und den Schufa-Score ermitteln wird. Klicke auf Bestätigen.
  4. Die Bank teilt dir innerhalb weniger Sekunden mit, ob du Anspruch auf einen Dispokredit hast. Solltest du das Girokonto nicht als Gehaltskonto nutzen, wird die Bank dich nach einer Kopie der letzten drei Gehaltsabrechnungen fragen, um so deinen individuellen Kreditrahmen zu ermitteln.
  5. Wenn alles passt, kannst du die Höhe deines Verfügungsrahmens und der anfallenden Zinsen direkt einsehen.
  6. Aktiviere den Dispokredit, um ihn zu nutzen.

Solltest du über kein Online-Banking verfügen, dann gehe zu deiner Bank vor Ort, um den Dispokredit zu beantragen. Denke daran, alle erforderlichen Unterlagen mitzunehmen.

Hinweis: Du möchtest dein Konto nicht mehr überziehen? Oder nutzt die Funktion nicht mehr? Dann kannst du den Dispokredit jederzeit sperren. Dein Girokonto läuft dann wieder ein Guthabenkonto. Solltest du den Dispo wieder benötigen, kannst du ihn mit einem Klick in deinem Online-Banking wieder freischalten.

Dispo erhöhen: wie funktioniert das?

Wie funktioniert die Erhöhung meines Dispos? Das kommt auf deine Bank an. Bei einer Direktbank beantragst du die neue Dispo Höhe in deinem Onlineportal, das gilt auch, wenn du bei einer Filialbank ein Onlinekonto führst. Ansonsten kannst du den Antrag auch bei deinem Bankberater stellen.

Die Bank erhöht deinen Dispo in der Regel jedoch nur dann, wenn du ein höheres Einkommen vorweisen kannst.

Kann ich meinen Dispo überziehen?

Häufig fällt der Begriff Dispo-Freigrenze. Dabei handelt es sich um meist sehr geringe Beträge zwischen 50 und 100 Euro, mit denen du deinen Dispo überziehen kannst. Hierfür verlangen die Banken allerdings sehr saftige Überzugszinsen, die über denen des Dispozinses liegen.

Welches ist das beste Girokonto mit Dispo?

Wenn du häufig einen Dispo brauchst, ist das beste Girokonto natürlich das mit dem niedrigsten Dispozinssatz. Der durchschnittliche Zinssatz liegt laut einer Erhebung der Zeitschrift Finanztest bei 9,72 % im Jahr. Daher heißt es, die Dispozinsen zu vergleichen.

Daneben solltest du jedoch noch weitere Punkte bei deinem neuen Girokonto berücksichtigen. Zum Beispiel, ob es sich um ein kostenloses Girokonto handelt, du gratis Bargeld abheben kannst oder wie es um die Gebühren für eine Kreditkarte bestellt ist.

Was ist die „Dispofalle“ und wie komme ich da wieder heraus?

Nimmst du deinen Dispo regelmäßig in Anspruch, entstehen hohe Zinsgebühren und gleichzeitig verbleibt dein Konto dauerhaft im Minus. Vermeide es daher unbedingt, in die Dispofalle zu geraten. Denn in einigen Fällen kann es sehr schwer sein, aus diesem Schlamassel wieder herauszukommen.

Damit die Schulden dir nicht über den Kopf wachsen, empfiehlt sich eine Umschuldung. Mit einem Ratenkredit kannst du den Dispo ablösen.

Der Ratenkredit hilft dir durch die regelmäßigen Zahlungen und die niedrigeren Zinsen mehr Organisation in deine Finanzen zu bringen.

Wann muss ich meinen Dispokredit ausgleichen?

Im besten Fall gleichst du deinen Dispokredit innerhalb von 30 Tagen aus. Du solltest ihn spätestens nach drei Monaten ausgleichen.

Wenn dir bewusst ist, dass du den Zeitraum nicht einhalten kannst, empfehlen wir, eine Umschuldung in einen Ratenkredit zu machen.

Eine Beratung in der Filiale oder auch online hilft dir dabei, das bestmögliche Angebot zu nutzen, um die Schulden schnell abbezahlen zu können.

Achtung: Gleiche den von der Bank vereinbarten Disporahmen so schnell wie möglich aus, um nicht in die Schuldenfalle zu geraten.

Gibt es ein kostenloses Girokonto mit Sofort-Dispo?

Viele Verbraucher interessieren sich für ein kostenloses Girokonto, fragen sich jedoch, ob bei einem Bankkonto ein Dispo umsonst, also ohne eine Zahlung von Überziehungszinsen möglich ist.

Selbstverständlich haben die Direktbanken den Dispo in ihrem Portfolio vorgesehen. Du kannst ihn einfach bei der Kontoeröffnung beantragen.

Reicht dir das nicht, findest du auch Banken, die dir bei entsprechender Bonität einen Sofort-Dispo bis zu einer Höhe von etwa 1.000 Euro einräumen.

Dispokredit kündigen

Ist der Zahlungsausfall bei dir zu hoch, kann die Bank den Dispo fristlos oder mit einer Frist von 30 Tagen kündigen.

Wenn du eine Kontoüberziehung in Zukunft vermeiden möchtest, kannst du, sobald dein Konto wieder im Plus ist, den Dispo ganz einfach bei deiner Bank aufkündigen.

Dadurch läufst du nicht in die Gefahr, erneut ins Minus zu gehen. Zudem fallen dadurch keine teuren Dispozinsen mehr an.

Die Vorteile und Nachteile von einem Dispo

Hier siehst du die größten Vor- und Nachteile von einem Dispo auf einen Blick:

Die Vorteile eines Dispos:

  • Schnell einen finanziellen Engpass überbrücken
  • Keine Kreditanträge
  • Automatischer Ausgleich durch nächsten Gehaltseingang

Die Nachteile eines Dispos:

  • Hoher Zinssatz
  • Gefahr der Überschuldung
  • Kreditwürdigkeit erforderlich
  • Arbeitslose können keinen Dispo beantragen

Übrigens: Die Bank darf bei einem P-Konto eingehende Gelder nutzen, um den Dispo zu tilgen.

Hinweis: Arbeitslose haben nicht die Möglichkeit, ein Konto zu überziehen, da es auf Guthabenbasis (Guthabenkonto) läuft. Dafür gibt es das Konto für Arbeitslose oft zu günstigen Konditionen.

Wissenswertes zum Dispokredit

Wie viel Dispo bekomme ich?

Gewöhnlich wird ein Dispo in der Höhe von ein bis drei Monatsgehältern genehmigt. Als Student ohne eigenes Einkommen sind es bis zu 500 Euro.

Ein Dispo wird dir auch dann gewährt, wenn du auf deinem Konto kein Gehalt eingehen lässt, weil du es als Zweitkonto oder Gemeinschaftskonto nutzt. Das bedeutet aber nicht, dass die Bank keinen Einkommensnachweis verlangt.

Kann ich bei der Führung von mehreren Girokonten einen höheren Dispo bekommen?

Wenn du mehrere Girokonten gleichzeitig führst (Mehrkontenmodell), kannst du auf jedem Konto einen Dispo erhalten. Die Kreditinstitute wissen zwar von den Konten bei den anderen Banken, kennen jedoch deine aktuellen Kontostände nicht.

Wir raten dir jedoch davon ab, bei mehreren Konten den Verfügungsrahmen auszuschöpfen. Die Zinsen für Dispokredite sind sehr hoch und können dich schnell in die Schuldenfalle treiben.

Zudem können die Banken den Dispo schnell kündigen, wenn sie merken, dass kein regelmäßiger Geldeingang auf dem Konto einzusehen ist. Weiche lieber auf den deutlich günstigeren Ratenkredit aus.

Achtung: Wenn du mehrere Konten parallel führst, hast du einen höheren finanziellen Spielraum. Um nicht in die Schuldenfalle zu tappen, solltest du dein Girokonto am besten gar nicht erst überziehen. Die Bank kann dein Dispo auf Wunsch sperren.

Hinweis: Wenn du bereits in der Dispofalle sitzt, kannst du jemanden aus deinem privaten Umfeld um Geld bitten. Die Person kann dir das Geld überweisen oder die Bareinzahlung auf ein fremdes Konto vornehmen.

Welche Bank gibt einen Sofort-Dispo bei der Kontoeröffnung?

Bei einigen Direktbanken aus unserem Vergleich wird – Gehaltsnachweis vorausgesetzt – sofort ein Dispo genehmigt. Da sich die Konditionen ständig ändern, schaust du am besten in unserer Tabelle nach, welche Bank dir aktuell einen Sofort-Dispo gewährt.

Ein Girokonto mit Dispo in ein P-Konto umwandeln

Du kannst dein Konto auch mit einem laufenden Dispo in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln. Beachte, dass der Pfändungsschutz nur für das Guthaben gilt. Laut Bundesverfassungsgericht darf dir die Bank den Dispo bei der Umwandlung nicht automatisch entziehen.

Eine Kündigung, die dir genug Zeit gestattet, das Konto wieder ins Plus zu bringen, ist jedoch rechtens.

Online Konto eröffnen mit Dispo – gibt es das?

Um einen Dispo zu erhalten, musst du nicht umständlich in einer Bankfiliale vorsprechen. Wenn du dich entschließt, bei einer Direktbank ein Konto zu eröffnen, kannst du den Dispo gleich bei der Kontoeröffnung beantragen. Stimmt deine Bonität, wird dir ein Dispolimit gewährt. Einige Banken verlangen für einen Dispo, dass du das neue Girokonto als Gehaltskonto nutzt.

Gibt es ein Geschäftskonto mit Dispo?

Viele Unternehmer könnten ihre Rechnungen ohne Dispo gar nicht begleichen. Auf dem Geschäftskonto heißt der Dispo Kontokorrentkredit. Der Kontokorrentkredit kann individuell sein oder er ist von der Bank fest bestimmt.

Dispo oder Kredit beantragen?

Der Dispo dient dazu, einen kurzfristigen finanziellen Engpass zu überbrücken. Daher solltest du, um der Dispofalle zu entgehen, diesen nur so weit in Anspruch nehmen, wie du ein schnelles Ausgleichen auch gewährleisten kannst. Wir empfehlen dir, bei Summen über 3.000 Euro besser einen Ratenkredit aufzunehmen.

Tipp: Du kannst deinen Dispo mit dem nächsten Gehalt aber auch mit Geld einzahlen am Automaten ausgleichen (Kleingeld einzahlen).

Es spielt keine Rolle, wie das Geld auf das Konto kommt, Hauptsache du gleichst die Inanspruchnahme des Dispokredits schnell wieder aus.

Fazit: Ein Girokonto mit Dispokredit hilft spontane Engpässe zu überbrücken

Der Dispo ist zwar praktisch, sollte aber nur sehr sparsam eingesetzt werden. Zum einen, weil die Zinsen selbst bei günstigen Banken sehr hoch sind.

Auf der anderen Seite läufst du mit dem geduldeten Kredit Gefahr, irgendwann die Rückzahlung nicht mehr kontrollieren zu können und auf Dauerpump zu leben. Um nicht in die Dispofalle zu geraten, empfiehlt sich eine Umschuldung. Die Zinsen für einen Ratenkredit sind deutlich günstiger.

Wenn dir ein Girokonto mit Dispo wichtig ist, dann solltest du beim Kontowechsel auf die besten Zinsen achten. Denke auch daran, dass passende TAN-Verfahren auszuwählen, um einen hohen Sicherheitsstandard zu haben.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welche Möglichkeiten habe ich meinen Dispo ohne Kredit auszugleichen?

Wenn du befürchtest, demnächst in der Dispofalle zu sitzen, kannst du dir natürlich im privaten Umfeld Geld leihen oder den Dispo mit Sparguthaben tilgen. Ohne Kredit wird es jedoch nur selten gehen. Nehme keinen zu großen Kredit für die Umschuldung auf, da du sonst noch mehr zahlen musst. Lass dich im Zweifelsfall von einer Schuldnerberatung coachen.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Kann ich die Bank trotz Dispo wechseln?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. In dem Fall eröffnest du ein neues Konto. Der Dispo zieht dann mit dir auf das neue Girokonto um. Du löst den Dispo dann mit den Zahlungen vom neuen Konto auf. Du kannst den Dispo auch alternativ ausgleichen, indem eine Umschuldung erfolgt. Ein Ratenkredit ist meistens deutlich günstiger als ein Dispokredit.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Wann muss der Dispokredit zurückgezahlt werden?

Der Dispokredit zahlt sich von selbst ab, sobald ein neuer Geldeingang auf dem Konto zu verzeichnen ist. Ist der Dispo höher als das Gehalt, kann das durchaus problematisch werden. Dann erfordert es von dir ein gutes Finanzmanagement. Tipp: Wähle deinen Dispo nicht zu hoch, auch wenn die Bank bereit ist, dir einen höheren Überziehungsrahmen einzuräumen.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Ist ein Dispokredit für Selbständige möglich?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Allerdings ist die Prozedur deutlich umständlicher als bei Arbeitnehmern, weil das Gehalt in der Regel schwankt. Zudem kann es dir passieren, dass die Bank deine letzten drei Jahresabschlüsse sehen will.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Ist ein Dispokredit für Studenten möglich?

Ja, einige Banken bieten einen Dispo bis 500 Euro im Rahmen ihrer Studentenpakete an. Der Bezug von BAföG wird als Einkommen angesehen. Demzufolge können auch Studenten, die keinem Nebenjob nachgehen, einen Dispokredit bekommen.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Ist ein Dispokredit für Arbeitslose möglich?

Arbeitslosengeld wird nicht als Einkommen gerechnet. Darum gewähren die Banken weder bei ALG II noch bei ALG I einen Dispokredit. Tritt bei dir die Arbeitslosigkeit ein, kann es sein, dass die Bank deinen Dispo streicht.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Ist ein Dispo ohne Gehaltseingang oder ohne Einkommen möglich?

Ein Dispo ohne einen Gehaltseingang auf dem Konto ist zwar bei vielen Banken möglich, ganz ohne Einkommen geht es aber leider nicht. Die Bank braucht zumindest einen Überblick über dein monatliches Gehalt, auch wenn du den Lohn auf ein anderes Konto gehen lässt.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Wie erfahre ich, wie hoch mein Dispo ist?

Falls du ein Online-Girokonto führst, kannst du den Verfügungsrahmen im Onlinebereich einsehen. Du findest die Höhe deines Dispos aber auch auf den Kontoauszügen sowie deinen Bankunterlagen. Wenn du die Höhe anpassen möchtest, solltest du dich an deinen Bankberater wenden.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Wie lange dauert es bis die Bank einen Dispo einrichtet?

In der Regel geht die Einrichtung eines Dispokredits schnell vonstatten. Die Bank macht eine Schufa-Abfrage und legt bei positiver Bonität die Höhe des Dispokredits fest. Hier kannst du mit einer Zeitspanne von 24 bis 48 Stunden rechnen.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Kann ich einen Dispokredit ohne Schufa-Auskunft erhalten?

Nein, das ist beim Dispokredit nicht möglich. Banken vergeben nur bei positiver Bonität einen Dispokredit. Folglich bekommen nur die Bankkunden einen Dispokredit, die kreditwürdig sind. Wenn du aktuell einen schlechten Schufa-Score hast, bietet sich als Alternative ein Kleinkredit an. Halte dafür nach einem Kleinkredit ohne Schufa Ausschau.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Wirkt sich der Dispo negativ auf meinen Schufa-Score aus?

Es gibt leider keine Möglichkeit zu erfahren, welche Faktoren den Schufa-Score beeinflussen, denn die Auskunftei hält sie geheim. Die Gewährleistung von einem Dispo wird den Score nicht hinunterziehen. Kommen jedoch noch andere Faktoren hinzu, kann dein Wert durchaus sinken. Wir empfehlen dir, einmal im Jahr die kostenlose Selbstauskunft zu beantragen, um die Einträge einzusehen.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Ist ein Dispokredit trotz negativer Schufa möglich?

Bei negativer Schufa ist kein Dispokredit bei den Banken möglich. Die Geldinstitute fragen die Daten standardmäßig ab. Bist du jedoch der Meinung, dass du einen ungerechtfertigten Eintrag in der Schufa hast, kannst du bei der Wirtschaftsauskunftei einen Antrag stellen, dass sie deine Daten korrigiert.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Gibt es Konten ohne Dispo?

Jedes Konto kann ein Konto ohne Dispo sein. Es ist keine Pflicht, diese Option zu nutzen. Um zu vermeiden, dass du dein Konto überziehst, kannst du deine neue Bank nach der Kontoeröffnung um die Deaktivierung dieser Option bitten. Eine Ausnahme stellt das Girokonto von Tomorrow dar. Die Direktbank vergibt ihren Kunden aktuell keine Dispokredite.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Warum hat die Bank mein Antrag auf Erhöhung meines Dispositionskredits abgelehnt?

Die Höhe des Dispolimits hängt von deinem Gehalt ab. In der Regel sind es zwei bis drei Monatsgehälter. Die Bank hat deinen Antrag auf Erhöhung des Dispositionskredits vermutlich deshalb abgelehnt, weil du bereits dein Dispolimit, welches die Bank dir eingerichtet hat, erreicht hast. Für Bankinstitute stellt eine Erhöhung ein Risiko da. Solltest du bald mehr verdienen, bekommst du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erhöhung.

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen

Welche Erfahrungen hast du mit Dispokrediten gemacht? Wie hoch sind die aktuellen Konditionen bei deinem Girokonto? Hast du eine Empfehlung? Wir freuen uns auf dein Feedback in den Kommentaren!

4.7 von 5 aus 110 Bewertungen
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