Bareinzahlung auf fremdes Konto: So kannst du Bargeld auf ein Fremdkonto einzahlen

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Ist die Bareinzahlung auf ein fremdes Konto überhaupt noch notwendig? Schließlich dreht sich im Alltag alles um den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Wenn jedoch eine Rechnung schnell beglichen werden muss, um Mahngebühren zu entgehen oder das eigene Bankkonto gerade gesperrt ist, bleibt meist kein anderer Weg als Geld auf ein fremdes Konto einzuzahlen. Bargeld überweisen hat allerdings im wahrsten Sinne des Wortes einen hohen Preis, denn die Banken lassen sich diese Dienstleistung ordentlich etwas kosten.

Was du bei der Bareinzahlung zugunsten Dritter wissen musst und worauf du bei Bar-Überweisungen als Direktbank Kunde achten musst, erklärt dir dieser Beitrag.

Bareinzahlung auf fremdes Konto: Das Wichtigste in Kürze

Nicht immer ist es möglich, Geld von Konto zu Konto zu transferieren. In diesen Fällen bleibt dir nur die Bareinzahlung auf ein Drittkonto oder das eigene Konto, wenn du Direktbankkunde bist. Das musst du wissen:

  • Bargeld auf ein fremdes Konto einzuzahlen, bringt teilweise sehr hohe Gebühren mit sich. Rechne durchschnittlich mit mindestens 15 Euro.
  • Bis 1.000 Euro kannst du relativ unkompliziert eine Bareinzahlung vornehmen. Ab 1.000 Euro wird dein Ausweisdokument verlangt.
  • Achtung bei Summen ab 15.000 Euro – hier haben die Banken gemäß Geldwäschegesetz eine Meldepflicht.
  • Eine Alternative zur Bareinzahlung auf ein Drittkonto ist der Geldtransfer mit Western Union.
  • Bevor du dich für eine Bank entscheidest, solltest du die Kosten für die Bargeldüberweisung immer vergleichen!
  • Vorsicht ist auch bei Einzahlungen auf das eigene Konto geboten, wenn du bei einer Direktbank ein Girokonto führen willst – entscheide dich für eine Bank, die dir kostenlose Einzahlungsmöglichkeiten an Automaten von Partnerbanken bietet.
  • Bareinzahlungen auf Drittkonten sind keine Dauerlösung – denke daher über günstigere Alternativen wie ein Zweitkonto nach.

In welchen Fällen ist es notwendig, eine Bareinzahlung auf ein fremdes Konto durchzuführen?

Es gibt manchmal Situationen im Leben, in denen Bargeld einzahlen auf ein Drittkonto die einzige Option ist. Manche Menschen müssen eine Rechnung begleichen, haben aber kein eigenes Girokonto oder das Bankkonto wurde gesperrt. Andere streiten sich noch mit ihrem Ex-Partner um die Auflösung eines Gemeinschaftskontos, haben aber Verbindlichkeiten zu begleichen. Es gibt auch Fälle, in denen Bareinzahlungen getätigt werden, damit bestimmte Beträge nicht auf den Kontoauszügen vermerkt sind.

Wie funktioniert die Bareinzahlung auf ein fremdes Konto?

Die Bargeldüberweisung ist relativ schnell gemacht. Hier erfährst du, wie es funktioniert:

  • Schritt 1: Wähle eine Bank aus.
  • Schritt 2: Lasse dir einen Zahlschein geben und trage Name des Empfängers, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck ein.
  • Schritt 3: Händige den Zahlschein an den Bankangestellten aus, der den Betrag auf das Empfängerkonto buchen wird.
  • Schritt 4: Entrichte die von der Bank für die Bareinzahlung festgelegte Gebühr.

Was kostet eine Bareinzahlung auf fremdes Konto?

Die Bar-Überweisung auf ein Fremdkonto ist kein billiges Vergnügen. Einen Richtwert gibt es nicht, da jede Bank die Gebühren selbst festlegt. Beispiel: Wenn du 15.000 Euro einzahlen willst, kann dich das 150 Euro kosten, aber auch 30 Euro oder 15 Euro.

Unser Tipp: Vergleiche daher vorab die Gebühren der einzelnen Banken.

Warum werden Gebühren für die Einzahlung auf ein fremdes Konto erhoben?

Wenn du nicht Kunde bei einer Bank bist, ist die Bar-Überweisung für das Geldinstitut mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Nach der Annahme des Betrages am Schalter muss das Geld erst auf ein Zwischenkonto transferiert werden. Erst danach kann es dem Empfänger gutgeschrieben werden. Die Bank muss außerdem den Zahlschein für eine gewisse Zeit aufbewahren.

Die Prozedur verursacht neben dem Arbeitsaufwand auch Kosten, die an dich weitergegeben werden. Ob die teilweise sehr hohen Beträge gerechtfertigt sind, steht auf einem anderen Blatt. Hier sieht es aus, als ob aus dem Geldtransfer relativ viel Profit geschlagen werden soll.

Was kostet eine Barüberweisung?

Die Kosten richten sich einerseits nach dem Betrag, den du überweisen willst, aber auch nach der individuellen Gebührenstruktur einer Bank. Meistens wird ein bestimmter Prozentsatz des gesendeten Betrages in Rechnung gestellt. Einige Banken arbeiten auch mit Pauschalbeträgen.

Hinweis: Aufgrund der im Schnitt recht hohen Kosten sollte die Bargeldüberweisung eher die Ausnahme als die Regel sein.

Dauer der Bareinzahlung auf fremdes Konto

Die meisten Banken geben an, dass bei einer Bareinzahlung das Geld dem Konto des Empfängers spätestens am nächsten Bankarbeitstag gutgeschrieben wird. Praktisch dauert es aber durchaus zwei oder drei Werktage, bis das Geld eingegangen ist.

Welche Alternativen gibt es zur Einzahlung auf ein fremdes Konto?

Keine Frage, eine Bareinzahlung sollte die Ausnahme bleiben, da die Kosten langfristig zu hoch sind. Doch welche Möglichkeiten bestehen noch, wenn du schnell Bargeld schicken musst?

  • 1. Western Union: Diesen Zahlungsdienst gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert. Du gehst entweder in eine Filiale oder du sendest nach Eröffnung eines Accounts online Bargeld mit Western Union. Dafür werden dir 15% des Betrages als Gebühren berechnet.
  • 2. Kontolose Zahlung mit Bitcoins: Bitcoins musst du online via Kreditkarte kaufen. Die Bezahlung erfolgt ebenfalls im Internet und geht von PC zu PC. Gebühren entfallen und die Bitcoins haben exakt denselben Wert wie Bargeld auch.
  • 3. Nutzung eines Zweitkontos: Möchtest du nicht, dass der Buchungsposten auf deinem regulären Konto auftaucht, nutzt du ein Zweitkonto. Das befindet sich im Idealfall bei einer Bank, die kostenlose Bargeldeinzahlungen am Schalter oder an der ATM ermöglicht. Der Rest funktioniert wie bei einer normalen Überweisung.
  • 4. Überweisung durch Familienmitglieder oder Freunde: Vertrauen vorausgesetzt, kannst du einen Freund oder ein Familienmitglied bitten, das Geld auf dem eigenen Konto einzuzahlen und anschließend an den Empfänger zu überweisen. Unser Tipp: Halte diese Vereinbarung schriftlich fest, um Streit zu vermeiden.
  • 5. Selbst vorbeibringen: Wohnt der Empfänger in der Nähe, kannst du das Geld auch vorbeibringen. Oft ist das Zug-oder Busticket günstiger als die Gebühren der Bank für eine Fremdüberweisung.

Bargeldeinzahlungen: Der große Konkurrenzkampf zwischen Filialbanken und Direktbanken?

Wenn du bei einer Direktbank Kunde bist, hast du oft schon Probleme, auf dein eigenes Konto Bargeld einzuzahlen. In diesem Punkt ist eine Filialbank unschlagbar, denn wie wir im Girokonto Vergleich festgestellt haben, kannst du immer gratis am Automaten in der SB-Halle oder am Schalter einzahlen.

Wenn du also auf dein Konto bei einer Direktbank bei einer stationären Bank Bargeld einzahlen musst, dienen die hohen Gebühren auch der Abschreckung – denn bereits eine Einzahlung pro Monat ist teurer als die Kontoführungsgebühren. Da wirst du dir sicher überlegen, ob du wirklich das passende Konto hast, eventuell zur Filialbank wechseln, die sich natürlich freut, dass sie der Direktbank-Konkurrenz einen Kunden abwerben konnte.

Barüberweisungen: Was du zu den Gebührenerhöhungen 2019 wissen musst

Seit 2018 haben die Banken in Deutschland die Gebühren für Barüberweisungen kontinuierlich angehoben. Spätestens seit 2019 findest du keine günstigen Bareinzahlungen mehr. Vielleicht hast du noch Glück und deine Kreissparkasse oder die Volksbank vor Ort bieten dir für ein paar Euro eine Bargeldüberweisung an. Da diese Banken regional organisiert sind, ist es leider nicht möglich, eine generelle Empfehlung abzugeben.

Nicht zuletzt aufgrund der Konkurrenz durch Direktbanken wurden die Gebühren angehoben. Als bestes Girokonto unter den Direktbanken nennen wir daher gerne die comdirect, bei der du die Einzahlung via die Commerzbank vornehmen kannst oder auch die norisbank, die es erlaubt, die Infrastruktur der Deutschen Bank zu nutzen.

Unser Tipp: Vergleiche mehrere Banken und auch die Kosten von Western Union miteinander!

Mit diesen Möglichkeiten vermeidest du Kosten bei der Bareinzahlung

Wenn du regelmäßig Bargeld einzahlen musst – egal, ob auf ein eigenes Konto oder ein Drittkonto – hast du mit diesen Tipps die Möglichkeit, bares Geld zu sparen:

  • 1. Konto bei einer Direktbank eröffnen, die Bargeldeinzahlungen kostenlos anbietet.
  • 2. Eine Filialbank aussuchen, bei der kostenlos Bargeldeinzahlungen möglich sind.
  • 3. Wenn dir die Bank aufgrund einer schlechten SCHUFA die Kontoeröffnung verweigert, auf ein Basiskonto bestehen – dieses Recht hast du!
  • 4. Guten Kontakt zu einem Freund oder Familienmitglied pflegen und von diesem Konto die Einzahlungen und Überweisungen durchführen lassen.

Was du bei Bareinzahlungen zum Geldwäschegesetz wissen musst

Staat und Banken möchten verhindern, dass Geld aus kriminellen Geschäften einfach auf Bankkonten gestellt oder verschoben wird. Bei Verdachtsfällen müssen Banken daher eine Meldung machen. Das kann dir schon passieren, wenn du regelmäßig auf ein Konto hohe Mengen an Bargeld einzahlst. Wir haben dir das wichtigste zum Geldwäschegesetz zusammengefasst:

  • Seit 2012 verlangen die Banken bei Einzahlungsbeträgen über 1.000 Euro ein Ausweisdokument.
  • Größere Beiträge ab 10.000 Euro unterliegen nicht nur einer Identitätsprüfung, sondern werden von den Banken auch protokolliert. Der Vorgang wird fünf Jahre gespeichert.
  • Wenn eine Bank Zweifel hat, hat sie eine Meldepflicht gemäß Geldwäschegesetz. Das betrifft auch eine Meldung ans Finanzamt.
  • Das Geldwäschegesetz gilt für Privatpersonen, aber auch für juristische Personen. Die Bedingungen werden gleich strikt gehandhabt.
Unser Tipp: Um nicht in Verdacht zu geraten, sollten hohe Einzahlungsbeträge auf ein Fremdkonto eine Ausnahme sein. Auf der sicheren Seite bist du immer mit einem Girokonto.

Bei diesen Direktbanken kannst du als Kunde gratis Bargeld einbezahlen

Direktbank ist nicht gleich Direktbank. Bei diesen Banken hast du die Möglichkeit, als Kunde gratis Bargeld einzubezahlen:

  • comdirect: Die comdirect ist eine Commerzbank Tochter. Du kannst mehrmals im Jahr gratis die Einzahlautomaten der Commerzbank nutzen.
  • ING: Die ING unterhält eigene Automaten, einige davon haben eine Einzahlungsfunktion. Summen zwischen 1.000 und 25.000 Euro zahlst du gratis bei der Reisebank ein.
  • norisbank: Als Kunde der norisbank kannst du kostenlos die Einzahlungsautomaten der Deutschen Bank nutzen.
  • 1822direkt: Im Frankfurter Raum stehen dir kostenlos die Automaten der Frankfurter Sparkasse zur Verfügung.
  • N26: Das Fintech bietet dir an, kostenlos Bargeld bei Handelspartnern einzuzahlen. Allerdings nur 100 Euro im Monat. Nutzt du N26 Cash für größere Beträge, werden 1,5% Gebühren berechnet.

So funktioniert die Bareinzahlung auf ein Drittkonto bei Filialbanken!

Oft ist es am praktischsten, in der Stadt eine Filialbank für die Bareinzahlung auszuwählen. Gehe doch nicht sofort in die nächstbeste Bank, sondern vergleiche die Gebühren – die können sich je nach eingezahlter Summe deutlich unterscheiden:

  • Commerzbank: 2% der eingezahlten Summe, jedoch mindestens 15 Euro.
  • Deutsche Bank: 15 Euro, du kannst maximal 1.000 Euro einzahlen.
  • Postbank: Die Gebühren sind gestaffelt, unter 5 Euro werden 6,50 Euro berechnet, bis 5.000 Euro 15 Euro, je weitere angefangenen oder volle 5.000 Euro noch einmal 15 Euro.
  • Sparkasse: Die Gebühren unterscheiden sich je nach Sparkasse.
  • Volksbank: Durch das Regionalprinzip sind auch hier die Gebühren nicht einheitlich.

Bei der Sparkasse Geld auf ein Fremdkonto einzahlen

Bei der Sparkasse kannst du oft noch im Verhältnis sehr günstig eine Bareinzahlung auf ein Drittkonto machen. Unsere Stichprobe bei verschiedenen Stadt- und Kreissparkassen ergab für einen Betrag bis 1.000 Euro sechs bis zwölf Euro Gebühren.

Unser Tipp: Vergleiche die Kosten deiner Sparkasse mit denen der Volksbank vor Ort!

Kann ich Bargeld einzahlen ohne Karte oder Konto?

Wenn du die Bankdaten der dritten Person kennst, ist es auch möglich, ohne Girokonto oder Bankkarte in jeder deutschen Bank das Geld bar einzuzahlen. Beachte jedoch, dass dabei hohe Gebühren anfallen können.

Bar Überweisung per Post – was ist das?

Bei der Post kannst du auf jedes deutsche Bankkonto gegen eine Gebühr von 15 Euro Bargeld einzahlen.

Unser Tipp: Vergleiche die Preise von Post und Western Union unbedingt vorab. Manchmal befindet sich Western Union auch in einer Postfiliale. Frage daher den Angestellten nach der günstigsten Lösung!

FAQ

1. Was kostet eine Bareinzahlung auf ein fremdes Konto?

Die Kosten für eine Bareinzahlung richten sich nach der Summe und der Gebührenstruktur der Bank. Rechne mit Beträgen zwischen 5 und 150 Euro.

2. Wie lange dauert eine Geldeinzahlung auf fremdes Konto?

Oft erfolgt die Buchung am nächsten Tag, du solltest jedoch großzügig mit mindestens zwei bis drei Tagen planen.

3. Wie erledige ich eine Bareinzahlung auf ein ausländisches Konto?

Aufgrund der extrem hohen Gebühren empfehlen wir dir, den Transfer mit Western Union zu machen.

4. Ist eine Bareinzahlung am Geldautomaten billiger als in der Filiale?

Als Kunde einer Direktbank kannst du kostenlos meist nur an der ATM einer kooperierenden Bank einzahlen. Für Schaltereinzahlungen fallen Gebühren an.

5. Welche Bank ist die beste Bank für Bareinzahlungen?

Bei Zahlungen auf ein Drittkonto musst du schauen, welche Bank die günstigsten Konditionen anbietet. Geht es um Bareinzahlungen auf das eigene Konto, empfehlen wir dir grundsätzlich eine Filialbank oder die comdirect und die norisbank bei den Direktbanken.

Welche Erfahrungen hast du mit Bargeldeinzahlungen gemacht? Wo ist die Einzahlung auf ein Fremdkonto besonders günstig? Hast du eventuell einen Geheimtipp? Wir freuen uns auf dein Feedback in den Kommentaren!

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